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Es hat nicht viel gefehlt

Auftakt Suchsdorfer SV Es hat nicht viel gefehlt

Es hat nicht viel gefehlt und Liganeuling Suchsdorfer SV hätte gleich am ersten Spieltag in der Zweiten Tennis-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt. Der Titelaspiranten, die BTV Seelöwen aus Bremerhaven, wankte bereits. Doch der Favorit fiel nicht beim knappen 5:4-Auswärtssieg aus Kiel.

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So knapp an der großen Überraschung vorbei: Die Suchsdorfer Doppelpartner Martin Pedersen (li.) und Matthias Bähre können mit sich und ihrem Team zufrieden sein.

Quelle: Frank Molter

Kiel. In punkto Analyse waren sich auf der kleinen, bis zum letzten Grashalm herausgeputzten Tennis-Anlage am Alten Steenbeker Weg nahezu alle Besucher einig: Diese Kieler Zweitliga-Premiere machte Lust auf mehr. Donnernde Grundlinienschläge, Top-Spin-Technik vom Feinsten, clevere Netzattacken, und das alles gepaart mit Match-Taktiken von beiden Teams auf höchstem Niveau sorgten mitunter für begeistertes Raunen bei den zwischenzeitlich 400 Tennis-Fans, die sich auch vom Regen nicht von ihrem Sonntagnachmittag-Plan hatten abbringen lassen.

„Unsere Spieler waren auf den Punkt topfit, präsentierten sich in bester Verfassung und unterlagen zum Teil extrem unglücklich“, konstatierte SSV-Teamkapitän Christoph Schrabisch nach der knapp siebenstündigen Auseinandersetzung. Ohne seine etatmäßigen Nummern eins und zwei, Lloyd Glasspool und Leon Schütt, war der SSV verheißungsvoll in die Einzel gestartet. Top-Leistungen zeigten Dominik Bartels mit einem fast fehlerfreien Auftritt gegen den Spanier Mario Vilella Martinez (6:4, 6:3) als auch Florian Barth. Der 26-jährige setzte sich in einem hochdramatischen und spektakulären Match gegen Bremerhavens Marc Sieber 6:0, 3:6, 11:9 durch. „Ich kann mich nicht erinnern, auf diesem Niveau jemals einen Satz so dominiert zu haben wie den ersten“, meinte Barth danach selbst ein wenig überrascht.

Pech war sogar auch dabei

Etwas Pech hatte der SSV in drei der übrigen vier Matches, in denen die Gäste den längeren Atem bewiesen. Allesamt gingen für den SSV erst in den Match-Tie-Breaks verloren. Lediglich der Däne Martin Pedersen unterlag dem Spanier Eduard Esteve Lobato beim 5:7, 3:6 glatt in zwei Durchgängen. Der 2:4-Rückstand lud den Suchsdorfern somit die hohe Bürde auf, alle drei Doppel gewinnen zu müssen. Und es sah anfangs gut aus für den Aufsteiger. Florian Barth und Neuzugang Andre Göransson harmonierten auf Anhieb, und auch das eingespielte Duo Martin Pedersen/Matthias Bähre setzte sich durch. Im zweiten Doppel aber erwiesen sich die Gäste um den quirligen Marc Sieber und den offensiv bärenstarken Deutsch-Jamaikaner Richard Waite als zu clever für Bartels/Bjerrehus.

„Wir haben dem Top-Favoriten einen beherzten Kampf auf Augenhöhe geliefert. Dazu haben Kieler und Bremerhavener Zuschauer eine fröhliche Tennis-Party gefeiert“, meinte Schrabisch dennoch zufrieden. „Sollte sich unsere Mannschaft in den nächsten Matches in ähnlich guter Verfassung präsentieren, ist der Klassenerhalt durchaus realistisch.“ Ernst wird es für den SSV schon wieder am kommenden Freitag. Ab 13 Uhr gastieren die Kieler beim Oldenburger TeV, der mit einem 5:4-Auswärtssieg in Solingen in die Saison startete.

Suchsdorfer SV - BTV Seelöwen Bremerhaven 4:5

Einzel: Barth – Sieber 6:0, 3:6, 11:9; Bartels – Vilella Martinez 6:4, 6:3; Göransson – Machado 6:1, 2:6, 6:10; Bjerrehus – Sinicropi 6:4, 2:6, 4:10; Pedersen – Esteve Lobato 5:7, 3:6; Bähre – Waite 6:2, 0:6, 6:10.

Doppel: Barth/Göransson – Vilella Martinez/Machado 6:3, 6:2; Bartels/Bjerrehus – Sieber/Waite 4:6, 3:6; Pedersen/Bähre – Sinicropi/Esteve Lobato 6:3, 6:4.

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Zweite Tennis-Bundesliga
Foto: Ein Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt: Andre Göransson siegte vor 220 Zuschauern auf der Suchsdorfer Anlage gegen den Berliner Friedrich Klasen mit 6:4 und 6:4.

Dank eines fulminanten Endspurts am letzten Doppelspieltag schlägt Aufsteiger Suchsdorfer SV auch in der Sommersaison 2017 in der Zweiten Tennis-Bundesliga auf. Nach dem 7:2-Auswärtssieg am Freitag in Hamburg beseitigte der SSV Sonntag die letzten Zweifel am Klassenerhalt.

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