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Die Stunde der Freestyler

Surf-Worldcup vor Sylt Die Stunde der Freestyler

Zwei Tage lang gönnte sich der Wind beim Windsurf World Cup auf Sylt eine schöpferische Pause. Doch das Warten hat sich gelohnt. Nach dem spektakulären Auftritt der Waverider am Freitag kamen am Montag die Freestyler sechs Stunden lang in den Genuss eines satten Wettkampftages.

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Bei bis zu fünf Windstärken eröffneten die Freestyler um den Belgier Steven van Broeckhoven den Wettkampftag am Brandenburger Strand mit spektakulären Aktionen wie dieser.

Quelle: Frank Molter

Westerland. Bei bis zu fünf Windstärken zogen die Brettartisten am proppenvollen Brandenburger Strand ein Kunststück nach dem nächsten aus dem Köcher.

Die Wettfahrtleitung hatte am vierten Veranstaltungstag keine Zeit zu verlieren. Schon kurz nach dem für acht Uhr angesetzten Skipper-Meeting wirbelten die ersten Fahrer durch die Sylter Lüfte. Bei kräftigen Schüben aus Nord-Ost hielt die aufgewühlte Nordsee zahlreiche Wellenfelder parat. Dankbar nutzten die Freestyler diese als Sprungrampen, um vor den staunenden Zuschauern am Ufer ihre blitzschnellen Rotationen der Marken „Flaka“, „Airfunnel“ oder „Spock“ zu zelebrieren. Immer wieder lugte zudem die Sonne hinter den großen Wolken hervor und sorgte für eine malerische Stimmung.

Zum Mann des Tages avancierte der Weltranglistenerste Amado Vrieswijk von Bonaire. Der Niederländer gewann die Freestyle-Hinrunde und ist damit dem ersten WM-Titel seiner Karriere ein großes Stück näher gekommen. Mit seinem Paradesprung, dem „Double Air Culo“, schockte er im Endlauf seinen schärfsten Verfolger, den sechsmaligen Weltmeister Jose „Gollito“ Estredo aus Venezuela, der sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste. „Auf der kabbeligen Nordsee ist alles eine Frage des Timings und das war bei mir heute sehr gut. Aber es ist noch nichts entschieden im Kampf um die WM-Krone“, sagte Vrieswijk.

Beste deutsche Teilnehmer waren der Kieler Adrian Beholz und Marco Lufen aus St. Tönis bei Düsseldorf mit einem geteilten 17. Platz. „Das waren tolle, aber auch ziemlich anspruchsvolle Bedingungen, weil sich die Wellen von allen Seiten aufbauten“, meinte Lufen. Der Nordrhein-Westfale hatte seinen Auftaktheat gewonnen, musste sich in Runde zwei aber dem Franzosen Nicolas Akgazciyan geschlagen geben. In der Rückrunde haben alle Teilnehmer noch einmal die Chance, ihr Ergebnis zu verbessern. Während im Slalom und Waveriding noch weitere Events anstehen, ist Sylt die letzte Freestyle-Station auf der PWA World Tour. Der neue Weltmeister wird somit auf jeden Fall am Brandenburger Strand gekürt.

Bei der 33. Auflage des Windsurfklassikers auf Sylt kämpfen in diesem Jahr 146 Fahrer aus 32 Nationen um ein Preisgeld von 120000 Euro.

Eine spannende Premiere

Eine Premiere hatten die Besucher am Sonnabend zu sehen bekommen. Zum ersten Mal wurde hier ein Rennen im Wind-Foil ausgetragen. In dieser jungen Racing-Disziplin wird das Board ab einer bestimmten Geschwindigkeit von einer schwertartigen Verlängerung, die sich unter dem Brett befindet, aus dem Wasser gehoben. In diesem „Flugmodus“ surft der Fahrer ausschließlich auf dem Foil und erreicht aufgrund des geringen Wasserwiderstandes bereits bei wenig Wind eine hohe Geschwindigkeit.

Die erste Wettfahrt der Demonstrations-Sportart gewann der Franzose Alexandre Cousin vor seinem Landsmann William Huppert.

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