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Sie wankten, aber fielen nicht

TSV Altenholz Bilanz Sie wankten, aber fielen nicht

Im zweiten Jahr in der Dritten Liga sind die Handballer vom TSV Altenholz mächtig angezählt worden. Die Cracks wankten, aber sie fielen nicht und schlossen die Serie mit Platz zehn ab. Am Ende fehlte ein Punkt zur Qualifikation für den DHB-Pokal. Angestrebt war ein Platz unter den Top fünf.

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Topschütze: Rückraumspieler Sebastian Firnhaber war mit 150 Toren bester Werfer des TSVA in der abgelaufenen Saison.

Quelle: Jörg Lühn

Kiel. Gemessen an den Möglichkeiten und Erwartungen, ist es ein enttäuschendes Resultat. Doch wohl kaum ein Klub in dieser Liga hatte solch ein permanentes Verletzungspech wie die Gelb-Schwarzen. Am schlimmsten betroffen war Ole Diringer. Der Linkshänder feierte Ende November sein Comeback nach überstandenem Kreuzbandriss im Knie, wurde Woche für Woche besser, ehe nach 128 Tagen eine eher harmlose Seitwärtsbewegung im Training zur neuerlichen Verletzung führte. Arg verletzt ist auch Schlussmann Stephan Hampel, der nach einem Knorpelschaden im Knie schon im März die Spielzeit beenden musste. „Ich weiß nicht, wie lange es dauert, aber ich komme zurück“, sagt er.

Alle Hände voll zu tun hatte die medizinische Abteilung auch bei Mathis Wegner, Jannick Boldt, Kapitän Christian Drecke, Thies-Jakob Volquardsen und Patrick Starke, die mit unterschiedlichen Verletzungen ausfielen. Comebacks waren mehrfach nur von kurzer Dauer. „Das war schon eklatant und hat uns oft die Petersilie verhagelt“, sagt TSVA-Geschäftsführer Matthias Fehrke. Schließlich bestritten mit „Zeitstrafenkönig“ Kjell Köpke, den besten Torschützen Sebastian Firnhaber, Jonas Ottsen und dem erfolgreichsten Siebenmeterwerfer Malte Voigt insgesamt nur vier Akteure alle 30 Spiele.

Erst Traumstart, dann Trainer-Entlassung

Sportlich erwischten die Wölfe mit zwei Siegen in den ersten beiden Spielen einen Traumstart. Doch mit der personellen Misere wurde die sportliche Lage zunehmend bedrohlicher. Nach 3:13 Punkten in Folge musste Trainer Martin Nirsberger am 12. November seinen Spind räumen. Interimsweise übernahm Vorgänger Klaus-Dieter Petersen (2:2 Punkte) den Posten, ehe Mannhard Bech als Nachfolgelösung präsentiert wurde. Der 48-Jährige holte mit seinem Team noch 19 Punkte, der erhoffte Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz gelang nicht mehr.

Bech wird dem TSVA die Treue halten. Einen Wechsel gibt es im Co-Trainerbereich, für den Andreas Sell die notwendige Zeit fehlt. Die Position nimmt künftig Mirko Baltic (VfL Schwartau) ein. Der 36-Jährige war zuletzt Trainer der U23 und Co-Trainer beim Zweitligsten. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung beim TSV Altenholz und die Zusammenarbeit mit Mannhard Bech“, sagt Baltic. „Mit jungen, heißen und lernwilligen Spielern zu arbeiten, ist genau mein Ding.“

Thies Bergemann steht als Neuzugang fest

Verlassen werden den TSVA die Spieler Christian Drecke, Jesse Petersen, Hendrik Jacobs, Torhüter Dominik Plaue, Christoph Reinert, Max Lipp und Thies-Jakob Volquardsen. Als erster Neuling steht Thies Bergemann vom Kooperationspartner THW Kiel fest. „Ich hatte eine tolle Zeit in der U23 und freue mich nun auf die neue Mannschaft und die Herausforderungen, die auf mich warten“, sagt der 20-jährige Linkshänder. Das Kooperationskonzept von THW Kiel und TSV Altenholz sieht vor, Nachwuchsspieler in gemeinsamer Zusammenarbeit bestmöglich zu fördern und den Handballstandort Kiel im Nachwuchsbereich zu stärken.

Aus gesundheitlichen Gründen hat sich der langjährige Betreuer Peter Linke aus dem operativen Geschäft des TSVA zurückgezogen, aber die Altenholzer können weiter auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Nicht nur Linke dürfte sich für die Zukunft einen größeren Zuschauerzuspruch wünschen. „Unser Ziel muss die 500er-Marke sein“, sagt Fehrke. In der abgelaufenen Spielzeit kamen 339 Besucher im Schnitt. Mit Zweitligaabsteiger SV Henstedt-Ulzburg gibt es auf jeden Fall ein Derby mehr.

TSV Altenholz 2015/2016

Platzierung: Rang 10 mit 873:849 Toren und 28:32 Punkten – 13 Siege, zwei Unentschieden, 15 Niederlagen.

Beste Platzierung: Rang drei am 6. September 2015.

Schlechteste Platzierungen: dreimal Rang 14 am 11. Oktober, 18. Oktober und 29. November 2015.

Heimbilanz: acht Siege, kein Unentschieden, sieben Niederlagen: 456:419 Tore, 16:14 Punkte.

Auswärtsbilanz: fünf Siege, zwei Unentschieden, acht Niederlagen: 417:430 Tore, 12:18 Punkte.

Zuschauerschnitt: 339.

Siebenmeter: 108, davon 80 Tore.

Strafminuten: 248 (Spitzenreiter: Köpke 62, S. Firnhaber 44).

Höchster Heimsieg: 34:22 gegen den Stralsunder HV (30. April 2016).

Höchster Auswärtssieg: 40:29 beim SV Anhalt Bernburg (6. Februar 2016).

Höchste Heimniederlage: 30:35 gegen den VfL Potsdam (26. September 2015).

Höchste Auswärtsniederlage: 25:34 beim Dessau-Rosslauer HV (8. November 2015).

Spieler 2015/2016

Einsätze/Tore/Siebenmeter:

Tor: Stephan Hampel (16), Dominik Plaue (28/2), Fynn Schröder (14), Florian Hossner (2).

Feld: Malte Abelmann-Brockmann (26/65/1), Jannick Boldt (8/24/10), Jan Boldt (6), Ole Diringer (14/46), Christian Drecke (25/12), Rogério Ferreira (6/3), Sebastian Firnhaber (30/150/4), Hendrik Jacobs (2), Kjell Köpke (30/94), Max Lipp (28/66/1), Jonas Ottsen (30/77), Jesse Petersen (3/1), Christoph Reinert (26/40), Patrick Starke (15/50), Sebastian Offt (1/0), Malte Voigt (30/104/54), Thies-Jakob Volquardsen (21/35/1), Mathis Wegner (18/69/8), Alexander Williams (25/35).

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