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Angelique Kerber startet als Favoritin

Tennis-Masters Angelique Kerber startet als Favoritin

Angelique Kerber startet am Sonntag beim Tennis-Masters in Singapur erstmals als Führende der Weltrangliste. In dieser Favoritenposition will die Kielerin dem Druck standhalten.

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Die Weltranglistenerste Angelique Kerber (Vorne 2. v. li.) während der Auslosung bei den WTA Finals in Singapur. Hinten v. li.: Karolina Pliskova, Garbine Muguruza, Madison Keys, Dominika Cibulkova. Vorne li. Simona Halep, rechts Agnieszka Radwanska.

Quelle: Frank Molter

Singapur. Am Ende ließ sich Torben Beltz dann doch helfen. Den ganzen Abend lang hatte der Trainer von Deutschlands Tennis-Ass Angelique Kerber an seinem Schlips herum genestelt. Bis ihm Darren Cahill zur Seite sprang. Technisch versiert verwandelte der Ex-Coach von Andre Agassi und gute Bekannte des Kerber-Clans Beltz’ persönliches „Halsgebinde“ in einen vernünftigen Krawatten-Knoten. Es war gestern während der opulent inszenierten Auslosung beim WTA-Masters in Singapur die einzige Unwägbarkeit aus Kieler Sicht.

Beltz’ Schützling Angelique Kerber legte derweil als erstmalige Weltranglistenerste bei einem Masters einen professionellen und hürdenlosen Auftritt im Luxus-Hotel Marina Bay Sands hin. Ob auf dem roten Teppich, im Interview auf der Bühne, bei den Selfies mit den Fans oder während der Auszeichnung als Nummer eins der Welt – die 28-Jährige kam als Hauptattraktion des Abends mit ihrem gewohnt offenen und sympathischen Auftreten super an in der südostasiatischen Megametropole. Kerbers eleganter Fashion-Style in Form einer schicken Schwarz-Weiß-Kombination des tunesisches Modeschöpfers Azzedine Alaïa tat sein Übriges, um die Australian- und US-Open-Gewinnerin von einem Blitzlichtgewitter ins nächste zu schicken.

Gegnerin erstmal übersehen

Der Trubel um die derzeit acht besten Tennis-Spielerinnen, die ab Sonntag um den Weltmeistertitel spielen, ist seit Tagen riesengroß in Singapur. Da kann auf den letzten Metern schon mal was durchrutschen. „Ich hab’ noch gar nicht geschaut, gegen wen ich eigentlich spiele“, meinte Kerber nach der Auslosung auf dem Weg zur Abendgala verdutzt. Ihr konnte schnell geholfen werden: An Nummer eins in der Roten Gruppe gesetzt, trifft die Schleswig-Holsteinerin auf Simona Halep (Rumänien), Madison Keys (USA) und Dominika Cibulkova (Slowakei). Erste Gegnerin ist am Sonntag (13.30 Uhr MESZ/live im ZDF) die frühere Melbourne-Finalistin Cibulkova.

Zwar weist die Statistik für Kerber nur gegen Madison Keys eine positive Bilanz (5:1) aus (Halep 3:4, Cibulkova 4:4). Gegen Halep gewann die Linkshänderin 2016 aber immerhin drei der vier Duelle. Kerber selbst interessiert die Zahlenspielerei nur sekundär. „Ich denke, es ist egal, gegen wen ich spiele. Alle, die dabei sind, sind richtig schwere Gegnerinnen. Ich weiß, dass ich gegen sie alles aus mir herausholen muss.“ Worte, die Torben Beltz nach den durchwachsenen Ergebnissen der vergangenen Wochen untermauerte: „Jedes Match ist hier wie ein Viertel- oder Halbfinale bei einem der großen Turniere. Da kannst du nicht versuchen, dich irgendwie durchzuwurschteln.“

Letzte Reserven mobilisieren

Durchwurschteln wird sich Kerber allerdings durch ihre unzähligen Verpflichtungen. Neben Training, Matches und der alltäglichen Presse-Arbeit stehen für sie zusätzlich PR-Termine mit ihren Sponsoren auf der Agenda. Nach fast 80 Matches in diesem Jahr, zwei Grand-Slam-Triumphen, dem Wimbledonfinale und Olympia-Silber nichts Neues für die Kielerin. Am Ende einer langen Saison könnten aber ausgerechnet die allerletzten Reserven über Triumph oder Enttäuschung beim mit sieben Millionen US-Dollar dotierten Masters entscheiden. Dass Kerbers verletzte Verfolgerin Serena Williams kein Wort bei der Titelvergabe mitreden kann, bedauert die Fed-Cup-Spielerin. „Das ist sehr schade“, sagte sie. „Ich hatte gehofft, dass ich sie hier noch einmal auf und neben dem Platz treffe.“

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Tennis
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Termine hat Angelique Kerber auch außerhalb des Tennisplatzes bei der inoffiziellen Tennis-WM in Singapur genug. Das soll die Nummer eins jedoch nicht vom erfolgreichen Saisonabschluss abhalten. Die 28-Jährige fühlt sich bereit - und nicht mehr so müde wie zuletzt.

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