16 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Kerber verteidigt Top-Ten-Platzierung

Weltrangliste Kerber verteidigt Top-Ten-Platzierung

Angelique Kerber hat mit ihrem Turniersieg in Birmingham ihre Top-Ten-Platzierung in der Tennis-Weltrangliste verteidigt. Die 27-Jährige aus Kiel belegt in dem am Montag veröffentlichten Ranking weiterhin Rang zehn.

Voriger Artikel
Kerber holt ersten Rasen-Titel
Nächster Artikel
Mehr Kompetenz für den Sport

Feiert den Turniersieg in Birmingham: Angelique Kerber aus Kiel.

Quelle: Christopher Levy/dpa

London/Kiel. Zur Belohnung gab es Rotwein und eine Pizza Hawaii. Nach dem dritten Titel des Jahres und ihrem ersten auf Rasen gönnte sich Angelique Kerber aus Kiel erst mal ein schönes Abendessen mit ihrem Coach Torben Beltz. Doch viel Zeit zum Feiern blieb Deutschlands bester Tennisspielerin nicht. Von Birmingham ging es für die Norddeutsche weiter nach Eastbourne, wo sie in dieser Woche ihre Wimbledon-Generalprobe bestreitet. Und vom kommenden Montag an will die 27-Jährige aus Kiel ihren nächsten Angriff starten auf Grand-Slam-Titel Nummer eins.

„Für mich zählt sie zum Kreis der Favoritinnen für Wimbledon. Sie wäre so weit, da ein Wörtchen mitzureden“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner am Montag. „Ich hoffe, dass ihr dieser Titel Ruhe und Selbstvertrauen gibt.“ 6:7 (5:7), 6:3, 7:6 (7:4) hatte Kerber gegen die Tschechin Karolina Pliskova gewonnen, immerhin neue Nummer elf der Welt und eine der bemerkenswertesten Aufsteigerinnen der Saison.

Sechs Titel hat Kerber bisher geholt, bei einem der vier wichtigsten Events aber kam sie noch nie über das Halbfinale hinaus. Beim bedeutendsten aller Turniere hat sie nun eine weitere Chance - wohlwissend, dass für die Öffentlichkeit Grand-Slam-Resultate die größten Gradmesser für Erfolg oder Misserfolg sind. Bei den US Open und in Wimbledon schaffte sie es schon unter die besten Vier, sie war schon einmal die Nummer fünf der Welt. Und doch scheint die Angelique Kerber des Jahres 2015 so stark und so konstant wie nie zuvor.

Im vergangenen Jahr stand sie in vier Endspielen — und verlor alle vier. In diesem Jahr erreichte sie bislang drei Finals — und gewann alle drei. In Charleston und beim Heimspiel in Stuttgart gelang ihr dies auf Sand, in Birmingham am Sonntag nun erstmals auch auf Rasen.

„Sie ist reifer und ruhiger geworden und hat eine andere Klasse auch im mentalen Bereich“, sagte Rittner. Die Vorstellungen ihrer Nummer eins verfolgte sie am Wochenende im Internet, am Sonntagabend tauschten sich die Fed-Cup-Chefin und Kerber per SMS aus.

Für Rittner hat der Höhenflug auch viel mit einem Tiefpunkt zu tun. Nach ihrem Erstrunden-Aus bei den Australian Open durchlebte Kerber eine „Mini-Krise“, wie es die Bundestrainerin formulierte. Sie trennte sich von ihrem Trainer Benjamin Ebrahimzadeh, kehrte zu ihrem alten Coach Beltz zurück — und feierte innerhalb von drei Monaten drei Turniersiege. Bis Wimbledon wollten sie zusammenarbeiten und dann weitersehen, hatte Kerber zuletzt angekündigt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr zum Artikel
Kurz vor Wimbledon
Foto: Trotz starker Leistung zeigte Angelique Kerber in der intensiven Partie mehrfach Nerven.

Eine Woche vor dem Tennis-Klassiker in Wimbledon hat Angelique Kerber in Birmingham ihren ersten Titel auf Rasen gewonnen.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3