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Kohlschreibers Knöchel hält

Tennis am Rothenbaum Kohlschreibers Knöchel hält

Gleich vier deutsche Herren waren am zweiten Turniertag im Einsatz. Während Philipp Kohlschreiber die deutschen Farben hoch hielt, sorgte das Erstrundenaus von Alexander Zverev allerdings für einen Schock.

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Behandlungspause für Philipp Kohlschreiber, der skeptisch das Verbinden seine rechten Fußgelenks beäugt, aber am Rothenbaum nach drei Sätzen den Einzug in die zweite Runde feiern durfte.

Quelle: Frank Molter

Hamburg.  Da schon vor Turnierbeginn der Weltranglisten-Neunte Dominic Thiem (Österreich), Kevin Anderson (Südafrika; ATP 31) sowie Roberto Bautista-Agut (Spanien, ATP 15) ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt hatten, muss das mit 1,39 Millionen Euro dotierte ATP-500er-Turnier ohne die ganz großen, internationalen Namen auskommen. Zu allem Überfluss wird wegen der nahenden Olympischen Spiele in dieser Woche auch noch das Davis-Cup-Viertelfinale ausgespielt. Kein Wunder, dass der Fokus umso mehr auf das Abschneiden der deutschen Herren gerichtet ist.

 Drei von ihnen hatten bereits nach dem ersten Turniertag die Segel gestrichen. Florian Mayer, Marvin Möller und Mischa Zverev schieden ohne einen einzigen Satzgewinn in der ersten Runde aus. Und während der Hamburg-Sieger von 2014, Leonardo Mayer (ATP 88) aus Argentinien, gestern dem 36 Jahre alten Franzosen Stéphane Robert unterlag (6:7, 4:6), verabschiedete sich auch noch der an Nummer zwei gesetzte Franzose Benoît Paire nach seinem Auftaktmatch aus dem Turnier. Der Weltranglisten-23. unterlag dem Spanier Daniel Gimeno-Traver (ATP 156) mit 5:7, 6:3, 4:6.

 Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, heftige Regenschauer und kräftige Böen begleiteten das Eröffnungsmatch von Philipp Kohlschreiber. Die Leistung des an Nummer eins gesetzten Augsburgers war bei seinem zwölften German-Open-Start so wechselhaft wie das Wetter. Gegen den Argentinier Carlos Berlocq kam der Weltranglisten-22. nach 2:36 Stunden zu einem mühevollen 6:3, 6:7, 6:3-Auftaktsieg. Dabei hatte den 32-Jährigen eine Knöchelverletzung zwischenzeitlich aus dem Konzept gebracht.

 „Ich bin nach einer Vorhand schlecht gelandet. Es hat geknackst und 15 Minuten lang wehgetan, dann hat sich die Blockade ruckartig gelöst“, erzählte Kohlschreiber hinterher. Für die deutsche Nummer eins war es der sechste Sieg im neunten Duell mit dem 33-jährigen Berlocq aus Buenos Aires. Im Achtelfinale trifft Kohlschreiber am Mittwoch auf dessen Landsmann Nikolas Kicker. Mit seinem ersten Turniersieg in Hamburg könnte der Deutsche in die Top 15 der Welt vorrücken.

 Einen Schock mussten die deutschen Fans als auch Turnierdirektor Michael Stich im dritten Match des Tages unter dem geschlossenen Dach des Centre Courts verkraften. Völlig überraschend unterlag Lokalmatador und Publikumsliebling Alexander Zverev seinem spanischen Gegenüber Inigo Cervantes 5:7, 6:7. „Er will nicht spielen. Er will gewinnen“, lautet der Slogan auf dem offiziellen Turnierplakat. Nach Zverevs erstem Duell mit dem Weltranglisten-82. aus Alicante überhaupt muss am Rothenbaum nun aber schon nach dem zweiten Turniertag auf den 19-jährigen Shootingstar verzichtet werden.

 Am Abend feierte noch Youngster Louis Wessels (ohne ATP-Ranking) per Wildcard seine Premiere am Rothenbaum. Der 17-jährige Bielefelder schlug senstationell den kanadischen Qualifikanten Steven Diez (ATP 200) mit einem 5:7, 6:2, 6:1 .

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