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Kieler Küken macht Karriere

Turnerin Emily aus Kronshagen Kieler Küken macht Karriere

Bundeskaderathletinnen und deutsche Meisterinnen – der Kieler TB hat seit dem Einstieg in die Leistungsklasse der Rhythmischen Sportgymnastik vor sieben Jahren eine Reihe von Vorzeigeturnerinnen hervorgebracht. Mit der 13-jährigen Emily Simon aus Kronshagen steht nun das nächste Talent in den Startlöchern.

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Trotz eines großen Trainingspensums steht für die 13-jährige Emily Simon der Spaß im Vordergrund.

Quelle: Jennifer Zornig

Kiel. Emily erhält jetzt extra Förderung am Bundesstützpunkt in Bremen erhält. Ziel: Sollten sich die Bremerinnen im nationalen Vergleich der JLK-Gruppen durchsetzten und somit das Nationalteam für die nächste Junioren-EM stellen, könnte die Kielerin schnell integriert werden.

 „Das ist alles ganz schön aufregend“, sagt die zierliche Gymnastin, die selbst ein wenig von der Entwicklung der letzten Wochen überrascht wurde. Sie erzählt: „Bei den deutschen Meisterschaften im letzten Jahr habe ich keine gute Leistung gezeigt und nur den 29. Platz in meiner Altersklasse belegt. Dadurch kam ich für den Bundeskader nicht infrage. Später habe ich mich aber noch mit einem Video für einen Sichtungslehrgang in Kienbaum beworben.“ Mit Erfolg! Die Bundestrainerinnen erkannten Potenzial bei der Achtklässlerin des Gymnasiums Kronshagen und nahmen ihre Fähigkeiten drei Tage lang noch mal genau unter die Lupe. Außer viel Lob und konstruktiver Kritik gab es daraufhin Einladungen zum Fördertraining in Bremen und Berlin.

 Die Wahl fiel, schon allein wegen des kürzeren Weges, auf Bremen. Dort trainiert „Emmi“, wie sie von Freunden und Trainern genannt wird, seit Anfang des Jahres einmal im Monat zusätzlich jeweils drei Stunden am Vor- und am Nachmittag. Morgens Gruppentraining, nachmittags Einzelübungen oder Elemente. Normalerweise feilt die Juniorenklasse-Gymnastin an fünf Tagen und insgesamt 15 Stunden in der Woche an Geräte- und Körpertechniken, die Außenstehende nur ungläubig staunen lassen.

 „Meine Freunde fragen mich häufig, wie ich das neben der Schule noch alles schaffe“, erzählt Emily schmunzelnd. „Die Zeit ist schon sehr knapp, da muss ich für die nächste Arbeit schon mal im Auto oder auf einem Wettkampf lernen. Aber ich mag Rhythmische Sportgymnastik einfach furchtbar gern.“

 Im Vergleich mit anderen Sportarten ist das ein enormes Pensum, was so meist erst mit 16, 17 Jahren begonnen wird. Doch in der Rhythmischen Sportgymnastik wechselt man in die Meisterklasse (höchste Altersklasse) schon mit 16 Jahren und erreicht seinen Leistungshöhepunkt spätestens mit knapp 20 Jahren. Deshalb muss bei entsprechendem Talent sehr früh leistungsorientiert gearbeitet werden. Emily Simon hat bereits mit sieben Jahren angefangen. „Als wir nach Kiel umgezogen sind, hat mich meine Mutter zum Waves-Cup, dem Vorgänger des Mermaid-Cups (Stralsundhalle, 16. April 2016), mitgenommen. Da war sie früher selbst aktiv. Davon war ich so begeistert, dass ich gleich zum Probetraining gegangen bin.“

 Seitdem hat sich die gute Schülerin durch konzentriertes Training enorm entwickelt. Ihre Trainerin Katja Franz sieht gute Chancen für einen internationalen Einsatz: „Emmi wäre eine hervorragende Gruppengymnastin. Sie wird groß, hat die optimale Figur, ist sehr intelligent und agiert mit viel Übersicht in der Gruppe. Körpertechnisch wird sie alles erfüllen können.“

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