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Neuer Anlauf für Genießerin Kerber

US Open Neuer Anlauf für Genießerin Kerber

Gegen die Rumänin Alexandra Dulgheru startet Angelique Kerber ab Sonntagnacht in die US Open. Dort, wo sich die Kieler Tennisspielerin vor vier Jahren zur Weltspitze aufmachte, soll endlich die jüngste Negativspirale bei Grand Slam-Turnieren durchbrochen werden.

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„Entfessungskünstlerin“ Angelique Kerber hat bei den US Open die zweite Turnierwoche im Visier.

Quelle: Dan Himbrechts

Kiel. Als Nummer elf der Setzliste beim Rekord-Major (42,3 Millionen Dollar Preisgeld) muss sich Deutschlands Hoffnungsträgerin allerdings schon in der Eröffnungswoche warm anziehen.

Angelique Kerber hat hinter Branchenprimus Serena Williams (fünf Titel) 2015 die meisten Turniersiege geholt (Stuttgart, Birmingham, Charleston und Stanford.). „Im Großen und Ganzen ist das Jahr bisher sehr solide für mich gelaufen. Höhen waren natürlich meine vier Turniersiege auf den verschiedenen Belegen“, berichtete Kerber gestern unserer Zeitung aus New York. Doch die Statistik ist trügerisch. Denn immer wenn es anschließend um die dicken Fische bei einem der vier großen Saisonhighlights ging, war für die 27-Jährige schon nach der ersten Woche Feierabend. Bei den French Open gehörte die Linkshänderin ebenso zu den Geheimfavoriten wie in Wimbledon. Beide Male musste Kerber nach der dritten Runde die Segel streichen. In Melbourne erwischte sie zu Jahresbeginn gar der Fluch des Erstrunden-Aus. „Tiefen gibt es halt immer mal wieder, gerade in dieser Sportart“, sagte sie.

Ob die Fed-Cup-Spielerin, der Bundestrainerin Barbara Rittner zutraut, „jede schlagen zu können“, am Big Apple zumindest ihre erstes GS-Achtelfinale seit über einem Jahr eintüten kann, vermochte Angelique Kerber nicht vorherzusagen. „Das ist ein sehr weiter Weg. Was ich aber weiß ist, dass ich mein Tennis genieße und viel auf und neben dem Platz trainiert habe. Das werde ich jetzt versuchen, in den kommenden Matches umzusetzen“, sagte die Defensivspezialistin und schob ein nicht zu vernachlässigendes Detail gleich nach: „Ich fühle mich gesund und fit.“ Keine Selbstverständlichkeit. Immerhin hat die US-Open-Halbfinalistin von 2011 bereits 19 Turniere plus zwei kraftraubende Fed-Cup-Wochen in den Beinen.

Kerbers gute körperliche Verfassung trägt seit einigen Wochen einen Namen: Alex Stober. Die Kielerin hatte den Fitness-Coach, der bereits mit Li Na, Petra Kvitova, Tommy Haas, Pete Sampras und Andre Agassi zusammengearbeitet hat, vor ihrem Turniersieg in Stanford engagiert. „Ich freue mich sehr, Alex in meinem Team zu haben. Er ist sehr erfahren und weiß ganz genau, was er tut. Das eine oder andere kitzelt er schon noch aus mir heraus“, lobte die Norddeutsche den Münchner Physiotherapeuten.

In punkto Vorbereitung hat Angelique Kerber früh den Fokus auf den Showdown in Flushing Meadows gelegt. Schon seit Wochenbeginn tummelt sie sich in der Megametropole. Erstmals hat sie sich auch für ein neues Hotel entschieden. „Mittlerweile bin ich so lange auf der Tour, dass es auch mal spannend ist, was Neues auszuprobieren. Man kann auch mal andere Ecken entdecken, denn New York hat einiges zu bieten“, meinte sie zu ihren Spaziergängen durch die Stadt. Alles andere als das dürfte ihr Weg in die zweite Turnierwoche werden. Im schlimmsten Fall müsste die Kielerin schon in Runde drei die ehemalige Weltranglisten-Erste Wiktoria Asarenka (Weißrussland) aus dem Weg räumen.

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Cincinnati
Foto: Flog in Runde 1 raus: Angelique Kerber.

Beim WTA-Turnier in Cincinnati sind nach Julia Görges auch Angelique Kerber und Sabine Lisicki ausgeschieden. Die Kielerin Kerber musste sich der aufstrebenden Schweizerin Belinda Bencic geschlagen geben. Mona Barthel aus Neumünster dagegen gewann ihr Auftaktmatch.

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