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Kerber am Mittwoch Rekordspielerin?

WTA Masters Kerber am Mittwoch Rekordspielerin?

Mit einem Erfolg über Muguruza hätte Angelique Kerber so viele Einzelerfolge in 2015 wie keine Konkurrentin. Der Erfolg gegen Petra Kvitova war bereits ihr 53. Einzelsieg. Trotzdem bleibt die Kielerin beim WTA Masters in Singapur entspannt.

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Unter den Augen ihres Trainers Torben Beltz absolviert Angelique Kerber eine Trainingseinheit. „Sie ist super drauf“, sagt ihr Trainingspartner Austin Karosi.

Quelle: Frank Molter

Singapur. Einen Tag nach ihrem Auftaktsieg beim WTA Masters in Singapur ging es für Angelique Kerber am Dienstag wieder geruhsamer vonstatten. Nach Vormittagstraining und Fitnesseinheit wartete von offizieller Seite nur ein Pressetermin auf die „Tabellenführerin“ der weißen Gruppe. Den Rest des Tages stand Entspannung auf der Agenda der Kielerin, die heute (12.30 Uhr/MEZ/ran.de) in ihrem zweiten Gruppenspiel auf die Spanierin Garbine Muguruza trifft.

 Auch wenn Kerber mit dem 6:2, 7:6-Erfolg über Petra Kvitova die Tür zum Halbfinale bereits ein Spalt weit aufgestoßen hat, ist die Ausgangslage unverändert. Ein weiterer Sieg würde ihre Situation nahezu vergolden. Aber selbst dann und auch bei einer Niederlage könnte es noch zur großen Rechnerei kommen. „An all’ das denke ich gar nicht. Was soll ich auch machen?“, meinte die sehr gelöst wirkende Weltranglistensiebte, die nach zuletzt drei Niederlagen gegen Muguruza in Folge Revanche nehmen will. „Auch sie weiß, dass es nicht einfach wird. Und ich finde, bei ihren Siegen gegen mich hatte sie zuletzt auch ein bisschen Glück. Ich will mich jetzt aber auch nicht auf Biegen und Brechen verrückt machen. Sonst kann ich das Ganze nämlich gleich ganz vergessen.“

 Die Top-8-Spielerinnen finden in Singapur Topbedingungen vor. Es fehlt ihnen an nichts. Es sei denn, man heißt Angelique Kerber. Für sie sowie Petra Kvitova und Lucie Safarova stehen die Trainingseinheiten dieser Tage auch unter dem Motto „Linkshänder verzweifelt gesucht“. Professionelle Tennisspieler sind in Singapur ohnehin schwer zu finden. Wenn es dann auch noch ein „Leftie“ sein soll, wird’s besonders kritisch. Die meiste Zeit trainierte Kerber deshalb mit dem einheimischen Rechtshänder Austin Karosi („Sie ist super drauf“), dessen Vater Zsolt in Singapur eine Tennis-Akademie besitzt. Dann zauberte Kerber-Coach Trainer Torben Beltz vor dem Kvitova-Match doch noch einen Linkshänder aus dem Hut. Es dauerte nicht lange, da war der junge Mann auch von der Gruppenkonkurrenz bereits als Hitting-Partner engagiert.

 An Selbstvertrauen dürfte es Angelique Kerber vor dem Match am Mittwoch nicht mangeln. Nicht nur wegen ihres Sieges vom Montagabend. Keine Spielerin auf der Tour hat in diesem Jahr mehr Matches gewonnen als Deutschlands Nummer eins. Der Erfolg gegen Petra Kvitova war bereits ihr 53. Einzelsieg. Die gleiche Anzahl, auf die auch Serena Williams kommt. Während für die Weltranglistenerste aus den USA die Saison aber schon beendet ist, würde Kerber mit einem weiteren Erfolg in Singapur sogar zur Rekordspielerin des Jahres aufsteigen. Den Fans vor Ort dürfte das nur Recht sein. Sie haben die Norddeutsche längst ins Herz geschlossen. Als Kerber am Montag im Court-Interview Steffi Graf als ihr großes Vorbild nannte, donnerte tosender Applaus und wildes Gejohle durch die Arena.

 Trotz dieses Trubels fühlt sich die viermalige Turniersiegerin 2015 ausgeruht. „Ich habe mit den Jahren gelernt, dass es sehr wichtig ist, schnell zu regenerieren. Deshalb habe ich auch immer einen Physio dabei, nehme Eis-Bäder und ernähre mich gesund“, erzählte Kerber. Auf die Frage nach ihrem persönlichen Erholungs-Geheimtipp antwortete sie sympathisch unprätentiös: „Viel Schlafen. Das hilft am meisten.“ Vielleicht steuerte auch die Atmosphäre beim gestrigen Abendessen ihren Teil zum Relaxen bei. Zum Dinner fand sich der Kerber-Tross in der Buddha-Bar ein.

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Barbara Rittner
Foto: Will auch im entscheidenden Match noch genug Kraft auf den Court bringen: Angelique Kerber.

17 Jahre ist es her, dass mit Steffi Graf eine deutsche Tennisspielerin das Halbfinale bei einem WTA-Finale erreicht hat. Trotz ihrer Niederlage am Mittwoch gegen Garbiñe Muguruza bietet sich Angelique Kerber am Freitagmorgen (ca. 9 Uhr/MEZ) noch die Chance, der Negativepoche ein Ende zu setzen.

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