18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Kerbers Rückkehr zu alter Stärke

Wimbledon Kerbers Rückkehr zu alter Stärke

In Melbourne hatten sich die Kielerin Kerber und die Japanerin Doi ein spannendes Duell geliefert. Das Achtelfinale in Wimbledon endete eindeutig. Die deutsche Nummer eins der Tennis-Damen darf auch im Viertelfinale wieder ran.

Voriger Artikel
Wolff Fuss in 140 Zeichen
Nächster Artikel
KN-Talk: 90 Minuten mit Wolff-Christoph Fuss

Angelique Kerber ist in Wimbledon zum dritten Mal in das Viertelfinale eingezogen.

Quelle: dpa

London. Angelique Kerber jubelte ausgelassen und verschwand dann zufrieden lächelnd in die Katakomben. Beeindruckend souverän ist die deutsche Nummer eins in Wimbledon in das Viertelfinale eingezogen. Mit dem ungefährdeten 6:3, 6:1 gegen die Japanerin Misaki Doi schaffte die Australian-Open-Siegerin einen Pflichterfolg, aber zugleich auch einen Schritt zu einem möglichen neuen Grand-Slam-Coup. „Ich habe mich über diesen einen Punkt gefreut in diesem Moment“, kommentierte die letzte deutsche Tennisspielerin im traditionsreichen Turnier ihren befreiend wirkenden Jubel. Mit einer unerreichbaren Vorhand hatte sie ihren dritten Matchball genutzt.

Mit dem Selbstbewusstsein einer Grand-Slam-Gewinnerin sowie der Mischung aus Defensivkünsten und aggressivem Spiel verdiente sich die 28-Jährige ihren Platz unter den besten Acht. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale wartet auf die Weltranglisten-Vierte in der Rumänin Simona Halep eine reizvolle Herausforderung, aber eine ebenfalls lösbare Aufgabe. Noch hat Kerber in vier Matches keinen Satz abgegeben. „Mein Tennis wird Tag für Tag besser. Das ist es, was zählt in der zweiten Woche eines Grand Slams“, sagte Kerber. „Das Turnier ist noch nicht zu Ende. Ich bin immer noch konzentriert.“

Das Finale scheint machbar

Vor zwei Jahren verlor sie im Wimbledon-Viertelfinale gegen die spätere Finalistin Eugenie Bouchard, vor vier Jahren stieß sie mit einem Sieg über Sabine Lisicki unter die besten Vier vor. Diesmal scheint für die Nachfolgerin von Steffi Graf das Finale machbar. „Es ist so viel möglich für so viele“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. Sie traut der neunfachen Turniersiegerin alles zu.

In den vergangenen Tagen hatte die Norddeutsche immer wieder betont, wie vorbereitet sie sich für das Rasen-Spektakel in London fühlt. Und dass das bittere Erstrunden-Aus bei den French Open und ihre Schulterprobleme in Paris zur Vergangenheit gehören. „Ich merke, dass ich wieder weiß, was mich stark gemacht hat – wie in Australien“, hatte die deutsche Nummer eins zu Protokoll gegeben.

Diesen besonderen Montag der zweiten Woche, an dem nur in Wimbledon alle Achtelfinal-Partien ausgetragen werden, nennen die Engländer gern auch „Manic Monday“. Normalerweise spielt dann auch Novak Djokovic, doch der serbische, von Boris Becker betreute Tennis-Star hat Wimbledon bereits verlassen. Kerber betrat bei für die 130. Auflage der All England Championships bislang ungewohntem blauem Himmel und Sonnenschein den drittgrößten Platz.

Kerber als letzte Deutsche im Feld

Doi wusste Kerber mit ihrer aggressiven Vorhand zu beschäftigen, musste gegen die unermüdliche Kielerin aber auch schwer arbeiten. Die deutsche Nummer eins dagegen profitierte von zahlreichen Fehlern der Weltranglisten-49. und hatte das Geschehen unter Kontrolle.

Doi, Bezwingerin von Anna-Lena Friedsam, und Kerber standen sich in diesem Jahr schon einmal in einem einprägsamen Match gegenüber. Es war in Melbourne, in der ersten Runde. Die Japanerin vergab einen Matchball, die Norddeutsche saß schon beinahe wieder im Flugzeug nach Hause, ehe sie sich zur Überraschungssiegerin kürte. Diesmal konnte es sich Kerber erlauben, zwei Chancen, die Partie zu beenden, auszulassen. Die Fed-Cup-Spielerin ist die Einzige aus der Riege des Deutschen Tennis Bundes, die im Einzel die zweite Woche erlebt. Anfangs waren insgesamt 15 weiteren Damen und Herren dabei.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3