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Langer surft Richtung Podest

Windsurf World Cup auf Sylt Langer surft Richtung Podest

Viele viele Jahre ist es her, dass der Windsurf World Cup auf Sylt schon so früh im Wettbewerb mit Ergebnissen in allen Disziplinen glänzen konnte. Nach dem Auftakt der Waverider und Freestyler standen in den vergangenen beiden Tagen die Slalom-Fahrer im Fokus des Super Grand Slams.

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Vincent Langer startete etwas zu furios. Im ersten Regatta-Teil leistete sich der Kieler gleich zwei Fehlstarts und verpasste den Sprung ins Finale. Im zweiten Teil wurde es viel besser.

Quelle: Frank Molter

Westerland. Erfreulich aus Kieler Sicht: Als bester Deutscher trumpfte am Mittwoch Vincent Langer auf, der sich gleich zweimal ins Finale katapultierte.

Eine Elimination am Dienstag, zwei weitere am Mittwoch – stundenlang fegten die Slalom-Asse bei nahezu perfekten Bedingungen und strahlendem Sonnenschein über die Nordsee. Zwar war der Kurs wegen des ablandigen Windes weit draußen auf dem Meer abgesteckt. Dennoch kamen auch die Zuschauer am Brandenburger Strand voll auf ihre Kosten. Dank des qualitativ ansprechenden Livestreams und Echtzeit-Scorings konnten die Rennen ganz bequem aus dem Liegestuhl verfolgt werden. Außerdem lieferte eine Drohne atemberaubende Bilder direkt von dem rasanten Treiben auf der Regattabahn. Derweil postierten sich die ganz eifrigen Fans direkt am Strand, um den Stars der Szene nach ihrer Rückkehr an Land ein gemeinsames Selfie zu entlocken.

 Bei den Windsurf-Liebhabern unter den Tausenden Besuchern besonders begehrt war Vincent Langer. Gut vier Wochen nach seinem vierten Platz beim World-Cup-Rennen im dänischen Hvide Sande bestätigte der Kieler auch in seinem Heimatrevier seine aufsteigende Form. „Mein Material war super, ich war unglaublich schnell“, kommentierte der IFCA-Weltmeister von 2015 seine Husarenritte. Mit Vollspeed und teils gemäldeartigen Halsenmanövern an den Tonnen war Langer zunächst am Dienstag als dreifacher Heat-Gewinner ins Viertelfinale geprescht. Zwei anschließende Fehlstarts wegen taktischer Fehler direkt an der Boje vermiesten ihm ein noch besseres Ergebnis.

 „Ärgerlich, aber wir haben ja noch ein paar Tage. Da wird es noch weitere Rennen geben“, kommentierte Langer seinen Fauxpas. Wer den dreimaligen deutschen Meister vor Sylt auf dem Brett gesehen hat, darf diese Aussage zweifellos als Warnung an die Konkurrenz auffassen. Der 29-Jährige schoss über die Wellen, als gäbe es kein Morgen. Erst hatte er während der zweiten Elimination den Italiener Matteo Iachino geschlagen, der als Weltranglistenerster in einer anderen Liga surft und das Feld am Mittwoch per Hattrick in Grund und Boden fuhr. Und nach Platz sieben im zweiten Finale setzte Langer noch einen drauf und beendete den dritten Wettbewerb hinter Iachino als stolzer Gesamtzweiter. „Es waren ideale Bedingungen für mich, aber sehr kalt“, sagte Langer danach. „Schon in der ersten Regatta habe ich bei meinem siebten Platz gemerkt, dass heute etwas geht. Der zweite Rang in der zweiten Wettfahrt ist unglaublich, ich bin total happy.“

 Während an Iachino als Weltmeister kein Weg vorbeiführen wird, stehen die Chancen für Langer (Rang sieben) auf einen Podestplatz im Gesamtklassement günstig. Neben dem 93-Kilo-Mann hatten in der Slalom-Konkurrenz auch Gunnar Asmussen (Flensburg; 12. Platz, Halbfinale, Viertelfinale), Oliver-Tom Schliemann (Eckernförde; Viertelfinale, zweimal 2. Runde) und der 22-jährige Nico Prien (1. Runde, zweimal 2. Runde) aus Schönberg die schleswig-holsteinischen Fahnen hoch gehalten. Für heute sind auf Sylt der Abschluss des Freestyle-Wettbewerbs und abermals Slalom-Rennen geplant.

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