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Wittorf stellt sich dem Umbruch

Zweite Badminton-Bundesliga Wittorf stellt sich dem Umbruch

Frischzellenkur für einen Dino: Badminton-Zweitligist BW Wittorf geht verjüngt in seine 16. Bundesligasaison. Der Vizemeister schraubt sein Saisonziel wegen des Abgangs sportlicher Schwergewichte deutlich nach unten. „Klasse halten“, ist der Wunsch von Teammanager Ralf Treptau.

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Im Einzel und im Doppel gefordert: Wittorfs Allrounder Jan Collin Strehse.

Quelle: Torge Meyer

Neumünster. Vor sechs Monaten beendeten die Wittorfer eine famose Spielzeit vor 420 Fans mit einem begeisternden 4:4 im Titel-Krimi gegen Meister FC Langenfeld. Doch ab Sonntag (14 Uhr) im Heimspiel gegen RW Wesel beginnt eine neue Zeitrechnung. Der Schotte Martin Campbell und Neele Voigt, zehn Jahre lang festes Inventar der Blau-Weißen, sagten adieu. Zudem wird Doppel-Ass Jan-Sören Schulz nur noch sporadisch zur Verfügung stehen. Da auch noch Sarah Bok an den Folgen eines Kreuzbandrisses leidet und frühestens zum Rückrundenstart am 20. Dezember zurückerwartet wird, war Wittorf zum Handeln gezwungen.

„Der Ausfall von Sarah tut richtig weh“, fehlt Treptau eine klassische Doppel/Mixed-Spezialistin. Ihren Part wird die Engländerin Munn-Tzin Bong übernehmen. Für Neele Voigt (Treptau: „Kaum zu ersetzen.“) wurde Stine Küspert vom Bremer BC verpflichtet. Die erst 16-Jährige aus der Hamburger Eliteschule des Sports gilt ebenso wie Jan Colin Völker als Pfund für die Zukunft. Campbells Lücke soll der 21-jährige Russell Muns schließen. Der Niederländer bildet mit dem Junioren-Nationalspieler Bjarne Geiss das zweite Doppel. Im Herreneinzel bietet BWW mit Sebastian Schöttler, Rafal Hawel und Jan Collin Strehse Spitzenkräfte auf. „Personell ist das der größte Umbruch seit vielen Jahren“, sagt Treptau vor der „neuen Herausforderung“. Als Titelfavorit geht Meister FC Langenfeld ins Rennen, der sich mit dem 24. der Doppel-Weltrangliste, dem Polen Przemyslaw Wacha, verstärkt hat. „Langenfeld hat eine Ausnahmestellung, dahinter wird keiner herausfallen“, befürchtet der Wittorfer Macher ein Hauen und Stechen um die Plätze. Die Aufsteiger Gifhorn und Wipperfeld sieht Treptau auf Augenhöhe.

Zum Saisonstart gegen Wesel ist Punkten Pflicht. Neben der Russin Ella Diehl schlägt bei RW Wesel, einem von fünf NRW-Vereinen, mit Dinuka Karunaratne eine neue Nummer eins auf. Treptaus Kommentar: „Da sieht man, wo Kohle sitzt.“ Allerdings darf im Punktspiel nur ein Nicht-Europäer mitwirken. Die Zweite Bundesliga bleibt international. Die 100 gemeldeten Spieler stammen aus 17 Nationen. Treptau: „Bei dieser Konkurrenz ist es schwierig, junge deutsche Spieler behutsam aufzubauen. Wir versuchen es in diesem Jahr.“

Kader: Damen: Sarah Bok (30), Stine Küspert (16 Jahre, Bremer BC), Munn-Tzin Bong (24), Katrin Schadlowski (22, TSV Wedel) – Herren: Sebastian Schöttler (33), Rafal Hawel (31), Jan Collin Strehse (30), Jan Sören Schulz (29), Russell Muns (21, Niederlande), Bjarne Geiss (17), Maciej Kowalik (27), Jan Colin Völker (17, Hamburg-Horner TV) - Trainer: Ralf Treptau (50), Thies Wiediger (37), Philipp Droste (32) – Saisonziel: Klassenerhalt – Titelfavorit: FC Langenfeld. Abgänge: Martin Campbell (England), Neele Voigt (Karriere beendet).

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