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Martin Schwalb erklärt den HSV Hamburg

Interview Martin Schwalb erklärt den HSV Hamburg

Am Freitagabend (20 Uhr) steigt ein wirkliches Top-Spiel in der Dritten Handball-Liga. Der Tabellenvierte Handball Sportverein Hamburg hat in der Alsterdorfer Sporthalle den Klassenprimus TSV Altenholz zu Gast. Ein Gespräch mit Ex-Nationalspieler und HSV-Vizepräsident Martin Schwalb (53).

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Der ehemalige Trainer Martin Schwalb ist zurzeit Vizepräsident beim Handball Sportverein Hamburg.

Quelle: jörg Lühn

Altenholz. Herr Schwalb, Sie haben den Handball Sportverein Hamburg vor der Saison als Baby bezeichnet, das langsam wachsen soll. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung?

Aus dem Babyalter (Schwalb lacht) sind wir aufgrund der enormen Entwicklung rausgedrückt worden. Das ist in den letzten Monaten ordentlich gewachsen und wird von den Menschen in Hamburg – vor allem von den Handball-Liebhabern – toll angenommen. Das macht sehr viel Freude.

Sie haben im Schnitt 3331 Fans zu Besuch, andere Klubs spielen vor 200 Zuschauern, während der Ligaschnitt ohne Ihren Verein bei 635 Besuchern liegt. Wie erklären Sie sich den hohen Zuspruch und die Diskrepanz in der Liga?

Ich glaube, das liegt ein Stück weit an der Stadt Hamburg, aber natürlich auch an unserer Historie. Der Handball in Hamburg hat viele Fans. Viele waren in den letzten Jahren beim Handball in Hamburg und möchten es natürlich jetzt nicht aufgeben. Dazu sind es die Sympathiewerte und natürlich die Hallenkapazitäten, die andere Vereine gar nicht haben. Ich mag Vergleiche nicht so gern. Man kann den HSV nicht mit dem TSV Altenholz vergleichen oder den VfL Fredenbeck nicht mit dem THW Kiel. Wir versuchen wie alle anderen, das Beste daraus zu machen.

Sehen Sie in diesem Zusammenhang eine Pflicht, in der kommenden Saison mindestens Zweite Liga spielen zu müssen?

Es gibt keine Pflicht. Man sieht ja, dass wir die Menschen erreichen und sie begeistern. Aber wir sind ein Leistungssportverein und wollen Leistungssportler, die auf Handball Bock haben. Die haben bei uns eine Heimat. Leistung bedeutet, wir wollen Spiele gewinnen. Am liebsten so viele wie möglich, und wenn dann ein Aufstieg dabei ist, haben wir nichts dagegen.

Ihr Klub hat vier Punkte Rückstand auf Platz zwei, der zum Aufstieg in die Zweite Liga berechtigt. Welche Chancen hat der Handball Sportverein Hamburg, die HSG Nord HU noch abzufangen?

Das soll nicht das Thema sein. Unser Thema ist das Spiel gegen Altenholz. Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir mit uns im Reinen sind. Wir lassen uns nichts aufdrücken, denn wenn wir ehrlich sind, gab’s vor zwölf Monaten keinen Handball in Hamburg, da war alles mausetot. Plötzlich sollen wir über Zieldefinitionen sprechen.

Am Freitag ist der Spitzenreiter TSV Altenholz zu Gast, der Handball Sportverein Hamburg hat bislang alle Heimspiele gewonnen. Was erwarten Sie von dem Duell?

Ich war beim Spiel in Altenholz, der TSV war in der ersten Halbzeit deutlich besser als wir. Wir hatten nach der Pause eine echte Chance, dort zu gewinnen. Allerdings haben wir das verdaddelt, das ärgert mich heute noch. Wenn man in Altenholz gewinnen kann, sollte man das schaffen. Jetzt wollen wir Altenholz einen tollen Kampf liefern, die Jungs können sich freuen. Die Halle wird wieder sehr, sehr gut gefüllt sein.

Der TSV Altenholz hat aus wirtschaftlichen Gründen seinen Verzicht auf den Zweitliga-Aufstieg erklärt. In welchem Maße können Sie die Entscheidung nachvollziehen?

Ich habe weder einen Ein- noch einen Überblick, was die Verantwortlichen dazu bewogen hat. Das ist nicht meine Aufgabe, das zu beurteilen.

Wann sehen wir Martin Schwalb wieder als Trainer auf der Bank?

Man soll niemals nie sagen, das ist klar. Das brauche ich in meinem Alter nicht. Beim HSV macht das sehr viel Spaß, bei Sky, das zur neuen Saison noch die Bundesliga dazu bekommt, läuft es für mich ebenfalls sehr gut. Mal schauen, ich bin immer für alles offen.

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