23 ° / 11 ° Gewitter

Navigation:
Die Reifeprüfung

Baltic Hurricanes Die Reifeprüfung

Für die Baltic Hurricanes ist es mutmaßlich das wichtigste Spiel in der Nord-Punkterunde der German Football League: Der Auftritt der Kieler am Sonnabend (18 Uhr, Eintracht-Stadion) beim deutschen Meister Lions Braunschweig hat im Hinblick auf das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale wegweisende Bedeutung.

Voriger Artikel
„Der Teamspirit lebt“
Nächster Artikel
Canes verlieren trotz Spitzenniveau

Die Canes planen, die Lions auch im Rückspiel zum Stolpern zu bringen. Hier holt beim 10:10 im Hinspiel Jan Abrahamsen (unten) Evan Landi von den Beinen.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Im Falle eine Niederlage wird der Kampf um die Ränge eins und zwei für die Canes bis zum Saisonende zur Zitterpartie, ein Triumph beim Champion würde hingegen sogar realistische Optionen auf den Nordtitel eröffnen. Angesichts dieser Bedeutungsschwere bemühen sich die Verantwortlichen beim deutschen Meister von 2010 um kühle Köpfe. „Die Lions sind amtierender Champions-League-Sieger und mithin gegen uns absoluter Favorit“, sagte Canes-Geschäftsführer Gunnar Peter, der seinem Team allerdings eine Außenseiterchance einräumt, „wenn der Spielstand lange eng bleibt“. Selbst nach einer Niederlage sei noch alles drin, „auch wenn wir dann nicht mehr aus eigener Kraft Nordmeister werden können“.

Entscheidend dürfte sein, welche der beiden bärenstarken Abwehrreihen den besseren Tag erwischt. Die Defense der Kieler überzeugte bereits beim 10:10 im Hinspiel sowie vor einer Woche beim 21:16 über Spitzenreiter Berlin Rebels. Die Lions ließen ihrerseits gegen die Berlin Adler (43:0) keinen einzigen Gegenpunkt zu, obgleich sie in der zweiten Halbzeit viele Nachwuchsspieler einsetzten. Die Gastgeber brauchen einen Sieg, um den Rebels auf den Fersen zu bleiben, die bereits ein Spiel mehr absolviert haben als die Braunschweiger. Die Hauptstädter haben den Löwen deren bislang einzige Niederlage zugefügt und so den direkten Vergleich noch auf ihrer Seite.

Das Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße ist eine Festung. Von ihren letzten 33 Heimspielen gewannen die Braunschweiger 31. Die letzte Niederlage setzte es am 9. Mai 2015 gegen die Dresden Monarchs (26:27). Die Hurricanes haben vier ihrer jüngsten fünf Spiele gewonnen.

Canes-Headcoach Marcus Herford bewahrt Ruhe, zumindest äußerlich. „Ich bin nicht aufgeregter als sonst, aber natürlich ist es ein bedeutendes Spiel. Wir müssen gegen die Lions noch konzentrierter agieren als gegen die Rebels“, fordert der 30-Jährige. „Selbst wenn wir verlieren sollten, kann in der Nordgruppe noch sehr viel passieren.“

Auch in Dresden und Berlin schaut man auf diese Partie. Die Dresden Monarchs, die derzeit mit einem Spiel und einer Niederlage mehr auf Platz drei hinter den Lions und vor den Canes stehen, empfangen am Sonnabend bereits um 15 Uhr die Hamburg Huskies. Und die Rebels wollen ab 16 Uhr beim starken Aufsteiger aus Hildesheim ihre Tabellenführung ausbauen. Bleibt alles spannend.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Baltic Hurricanes 2/3