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Gefährliche Spiele-Statistik

Baltic Hurricanes Gefährliche Spiele-Statistik

Nach dem 14:56-Debakel bei den Dresden Monarchs und dem Absturz auf den sechsten Tabellenplatz in der Nordgruppe der German Football League haben sich die Kiel Baltic Hurricanes für das nächste Heimspiel am Sonnabend (16 Uhr) Wiedergutmachung geschworen.

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Szenen wie diese aus dem Heimspiel der Canes gegen die Berlin Adler am 12. Juli 2014 (28:20) wünschen sich die Kieler Fans auch am Sonnabend: Jermaine Allen (Mitte) ist auf dem Weg zu einem beeindruckenden 100-Yards-Touchdown.

Quelle: Uwe Paesler

Berlin/Kiel. Als Aufbaugegner kommen die Berlin Adler gerade recht – diesen Eindruck vermittelt zumindest die jüngere Statistik des Traditionsduells, das im Kilia-Stadion zum 30. Mal ausgetragen wird. Doch Zahlen sind nicht mehr als ein Indiz, denn „entscheidend ist auf’m Platz“. Die ewige Weisheit des 2003 gestorbenen Fußball-Trainers Adi Preißler gilt natürlich auch im Football.

 Die Adler liegen nach zwei Siegen und zwei Niederlagen auf Tabellenrang vier. Die letzte Niederlage gegen die Berliner kassierten die Canes mit 21:28 im German Bowl 2009. Danach gewannen sie jede der 13 folgenden Partien, wenn auch oftmals knapp wie im Bundesliga-Finale 2010 (17:10), als die Kieler zum ersten und einzigen Mal den nationalen Titel holten. Eine Garantie, dass diese Serie fortbesteht, gibt’s natürlich nicht, im Gegenteil. Zwar haben die Hauptstädter zum Saisonstart mit dem 20:71 in Dresden ebenfalls ein derbes Debakel erlebt, dem bei den Hamburg Huskies ein 17:14-Sieg folgte. Das Berliner Derby gegen die Rebels ging zwar mit 26:49 verloren, doch der 42:39-Auswärtserfolg am vergangenen Wochenende bei den Düsseldorf Panthern zeigte, dass die Adler kein Kanonenfutter darstellen.

 Headcoach Eric Schramm war trotz des knappen Sieges nicht zufrieden: „Unserer Gesamtleistung hat nicht gestimmt. Wir haben zu viele Punkte, zu viele Chancen liegengelassen.“ Das aktuelle Handicap der Adler: Sie kassieren früh Gegenpunkte, die Aufholjagden notwendig machen. „So sind wir halt. Es ist immer der erste Drive, der uns Schwierigkeiten bereitet“, sagte Wide Receiver Nicolai Schumann. „Aber wir kommen langsam aus dem Trott heraus, dass wir immer den Anfang des Spiels verpassen.“

 Neben der gemeinsamen Match-Geschichte gibt es auch persönliche Verbindungen zwischen den Klubs. So trifft Wide Receiver Lukas Rehder am Sonnabend mit dem Berliner Quarterback Paul Zimmermann auf „seinen“ ehemaligen Spielmacher aus der Jugend-Nationalmannschaft. Die Adler setzen mit Zimmermann, der Ende Juni seinen 20. Geburtstag feiert, auf den eigenen Nachwuchs. Der Youngster führte die Jugendmannschaft in den vergangenen Jahren im Tandem mit Bryan Zerbe, der nun ebenfalls im Herrenteam aufläuft und die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Dadurch standen die beiden sich 2015 bei der Junioren-EM als Quarterbacks der deutschen bzw. französischen Auswahl gegenüber. Nun fungiert Zerbe hauptsächlich als Receiver für Zimmermann. Daneben stehen dem jungen Spielmacher mit Schumann, Philip Schlandt und Sebastian Krech weitere gute Passempfänger zur Verfügung.

 Auch der Kieler Defense Back Brandon LeBeau und Adler-Allrounder Devon Francois sind alte Bekannte. Beide stammen aus New Orleans und spielten zu High-School-Zeiten gegeneinander. Da Defensive Back Francois auch in der Offense eingesetzt wird, könnten sich die beiden sogar auf dem Feld begegnen. Nach Verletzungen der Running Backs entwickelte sich Francois zur Berliner „Geheimwaffe“: Mit acht Touchdowns ist er derzeit der erfolgreichste Punktelieferant der Adler, die mit dem angestrebten dritten Saisonsieg bereits im fünften Spiel ihre Bilanz des Vorjahres übertreffen würden. Das wollen die Canes natürlich mit aller Macht verhindern.

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Foto: Hat großen Anteil am Aufschwung der Huskies: Quarterback Jerry Lovelocke.

Es ist kein normales Spiel in der Nord-Gruppe der German Football League: Wenn am Sonnabend (16 Uhr, Kilia-Stadion) die Kiel Baltic Hurricanes und die Hamburg Huskies zum elften Mal aufeinander treffen, liegt Brisanz in der Luft.

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