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Hurricanes machen es richtig spannend

Sieg über Berlin Rebels Hurricanes machen es richtig spannend

Die Baltic Hurricanes haben die Nordgruppe der German Football League noch spannender gemacht: Mit dem 21:16 (7:7, 7:0, 7:0, 0:9)-Erfolg vor 2587 Zuschauern im Kilia-Stadion haben die Kieler dem Spitzenreiter Berlin Rebels die erste Saisonniederlage zugefügt und ihre eigene Chancen auf einen der ersten beiden Tabellenplätze eindrucksvoll gewahrt.

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Christopher McClendon kämpft sich in die Endzone.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Da sich beide Teams seit der 17:19-Hinspielschlappe der Canes zum Saisonstart am 15. Mai spielerisch weiter entwickelt haben, war von den Fans ein spannendes Spitzenspiel erwartet worden. Ein offensives Feuerwerk wurde es allerdings von beiden Seiten nicht, da sich die Abwehrreichen als die stärkeren Mannschaftsteile erwiesen. Zum Matchwinner avancierte wieder einmal die Defense der Hurricanes, die über die ersten drei Viertel homogen, aggressiv und taktisch geschickt agierte. Gegen dieses Bollwerk fanden die Berliner zu keinem Zeitpunkt ein Mittel, um die durchschnittliche Leistung des Kieler Angriffs zu ihren Gunsten ausnutzen zu können.

Dabei hatte es kurz nach Spielbeginn schon im dritten Angriffsversuch (3 rd down) so ausgesehen, als wollte Canes-Quarterback Logan Schrader die Matchkontrolle früh an sich reißen. Seinen traumhaften 38-Yards Diagonalpass nahm Wide Receiver Paul Häberlein in der Luft sicher zur 7:0-Führung auf (Zusatzversuch PAT durch Benedikt Englmann). Doch spätestens nach dem Ausgleich durch Rebels-Spielmacher Terell Robinson (PAT Max von Wachsmann) deutete sich ein kraftraubender Abnutzungskampf zwischen überforderten Angreifern und effizienten Verteidigern an.

Immerhin konnten Thiadric Hansen und Chris McClendon mit ihren Touchdowns in den Vierteln zwei bzw. drei Führung auf 21:7 ausbauen (PATs Englmann). Einen 14-Punkte-Vorsprung hatte Headcoach Marcus Herford vor der Partie als taktische Vorgabe gefordert, um die Rebellen in Schach halten zu können. Die Strategie ging auf. Als die Kieler Defense im Schlussquarter ihrem enormen Einsatzwillen konditionellen Tribut zollen musste, kamen die Gäste noch auf 21:16 heran, doch für eine Wende reichte es nicht mehr.

„Unsere Defense war einfach großartig. Im letzten Viertel hat sie sieben Angriffen der Rebels widerstanden. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team“, sagte Headcoach Herford, der gleich eine Begründung für die körperlich und mental starke Vorstellung seiner Mannschaft mitlieferte: „Durchhänger nach der Sommerpause dulde ich nicht. Das hat sich ausgezahlt.“

Kiel Baltic Hurricanes – Berlin Rebels 21:16 (7:7, 7:0, 7:0, 0:9)

1. Quarter: 7:0 Touchdown (TD) Häberlein nach 38-Yards-Pass von Schrader. Zusatzversuch (PAT) Englmann; 7:7 TD Robinson nach 6-Yards-Lauf, PAT von Wachsmann.

2. Quarter: 14:7 TD Hansen nach 1-Yard-Pass von Schrader. PAT Englmann.

3. Quarter: 21:7 TD McClendon nach 1-Yard-Lauf, PAT Englmann.

4. Quarter: 21:9 Safety White; 21:16 TD Helmhold nach 10-Yards-Pass von Robinson, PAT von Wachsmann.

 

Hauptschiedsrichter: Thomas Denker (Weyhe) – Zuschauer: 2587.

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Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

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