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Canes geht's gegen Hamburg um die Ehre

Football-Duell Canes geht's gegen Hamburg um die Ehre

Die Punkterunde der German Football-League endet in der Staffel Nord so, wie sie im Mai begonnen hatte: Mit dem „Lokalderby“ zwischen Hamburg und Kiel (Hinspiel 13:32). Diesmal sind die Baltic Hurricanes die Gastgeber für die Hamburg Huskies, Kickoff ist am Sonnabend um 16 Uhr im Kilia-Stadion.

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Klare Anweisungen: Coach Andre Schleemann (mit Kappe) hat bei den Huskies hervorragende Arbeit geleistet.

Quelle: imago

Kiel. Die Würfel sind bereits am vergangenen Wochenende gefallen, die Playoff-Paarungen stehen fest. So geht es nun für beide Kontrahenten in der letzten Partie nur noch um die Ehre, die gewachsene Rivalität sollte aber für prickelnde Spannung sorgen. Zumal die Huskies unter Headcoach Andre Schleemann eine sehr gute Saison hinlegten und als Aufsteiger direkt die Ausscheidungsrunde erreichten.

 Doch zwischenzeitlich brach Unheil über die Schlittenhunde herein: Verletzungen setzten serienweise Leistungsträger außer Gefecht. Allen voran Quarterback Reggie Langford, dessen Schulterläsion sich ständig verschlimmerte und schließlich das Saison-Aus für den US-Amerikaner nach sich zog. Es fand sich eine starke Lösung: Mit Jordan Giza holten die Hamburger den jüngeren Bruder ihres Top-Passempfängers Tyson Giza als Spielmacher. Ein gelungener Coup, doch gegen Dresden stand er nur an der Seitenlinie – auf dem Feld zog Backup-QB Dave Duddek die Fäden. Der Grund: „Ein Formfehler hat dazu geführt, dass der Spielerpass von Jordan im Nachhinein eingezogen wurde“, klärte Sportdirektor Max Paatz auf. „Wir haben alles probiert, prüften sogar juristische Schritte. Aber der Zeitrahmen ist zu knapp.“ Die bittere Konsequenz: Die Huskies müssen jetzt ohne etatmäßigen Spielmacher über die Runden kommen, denn das talentierte Eigengewächs Duddek befindet sich derzeit im Ausland.

 Chefcoach Andre Schleemann, ein Hurricanes-Urgestein und gewiefter Trainer-Fuchs, braucht eigentlich Zauberkräfte und eine große Trickkiste. So zeichneten gegen Berlin Adler zuerst Defense Back Curtis Slater, dann Receiver Jonathan Senger als Angriffs-Initiator verantwortlich. Das Duell ging mit 16:10 an die Hauptstädter. „Hier spielte ‚will nicht’ gegen ‚kann nicht’. Und ‚kann nicht’ hat gewonnen“, so Schleemann, ein Freund starker Formulierungen.

 Zu allem Übel verletzte sich noch Touchdown-Maschine Tyson Giza, mit Auswahlspieler Dominic Hanselmann (Bänderriss) und Jens Koppe (Schulter) fehlen zwei weitere Pass-Empfänger. Das Lichtlein im Dunkel: Teamkapitän Kendrall Ellison ist wieder an Bord. Dennoch, es dürfte eine einseitige Angelegenheit für die Canes werden. Trost gibt es auf Facebook von den Huskies-Fans: „Ihr habt die Liga gut gerockt – Hut ab und weiter so!“

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