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EFL-Finale nach Kiel holen

Baltic Hurricanes EFL-Finale nach Kiel holen

In den Büroräumen der Baltic Hurricanes wurde am Montag emsig getüftelt. Es ging darum, die Bewerbungsunterlagen für das Finale der European Football League (EFL) zusammenzustellen.

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Ryan Newell war einer der Sieggaranten der Canes am Wochenende in Marburg.

Quelle: Michael Zelter

Kiel. Bis Dienstag kann man sich um die Ausrichtung des Bowls anbieten. Neben den Canes aus Kiel haben die Allgäu Comets aus Kempten das Finale erreicht. Beide Teams wollen den EFL-Bowl 2015 in ihre Stadt holen.

 Der Football-Erstligist aus Kiel hat sich am Sonntag mit einem 67:10-Sieg bei den Marburg Mercenaries qualifiziert. „Nun gilt es, ein Paket zu schnüren und damit die EFL-Verantwortlichen von uns zu überzeugen. Darunter fällt auch die Live-Berichterstattung, das Show-Programm und, wie beispielsweise der Gegner untergebracht wird. Die Chancen stehen 50 zu 50. Für uns spricht, dass wir das Finale im Vorjahr schon einmal ausgerichtet haben. Dies kam jedenfalls gut an“, betonte Canes-Geschäftsführer Gunnar Peter. Er erinnert an den Sieg auf der Kilia-Anlage und den erfolgreichen Titelgewinn gegen die Badalona Dracs aus Spanien. Der 27. Juni könnte ein Termin für das Finale 2015 sein, da dann beide Teams in der German Football League (GFL) spielfrei sind.

 Die Stimmung im Team ist nach dem hohen Sieg an der Lahn bestens. Einer blieb bei den Jubelgesängen aber cool. Ryan Newell genoss einfach die Momente. Der US-Boy, der die drei vergangenen Jahre für die Munich Cowbys auflief, ist der Boss in der Abwehr der Canes. Als Linebacker organisiert er seine Mitspieler. „Er ist eine Maschine. Auch im Training gibt Ryan immer 100 Prozent. Dies haben seine eigenen Mitspieler schon zu spüren bekommen. Da verteilt er ordentliche Schellen. Auf dem Platz kann er sehr schnell lesen, was der Gegner plant. Was er dann zeigt, ist höhere Mathematik. Er ist ein großer Gewinn für uns“, sagte Linebacker-Coach Chris Rieck.

 Auch in Marburg räumte Newell die Gegner aus dem Weg. Das gastgebende Team kam nur in der Anfangsphase zu einem geordneten Spielaufbau. Danach lief nicht mehr viel. Newell hatte immer seine Finger am Gegenspieler, wenn der glaubte einen Weg durch die Canes-Abwehr gefunden zu haben. Für Newell war dies eine Genugtuung, denn in den vergangenen drei Jahren verlor er jeweils mit seinen Cowboys in Marburg. Wenn es in der Statistik um Tackles geht, dann steht er bundesweit ganz oben – so wie in den Vorjahren. „Spaß habe ich schon in Kiel. Wir haben ein tolles Gefüge im Team. Und wenn alle das machen, was Defensecoach Dan Dish sagt, dann gewinnen wir“, sagte Newell und dabei huschte ein Lächeln über seine Lippen.

 Und wie sieht er die Chancen gegen die Comets, gegen die er im Vorjahr in der GFL-Südliga zweimal gewann? Newell: „Das Team hat sich gut entwickelt, hat sich enorm verstärkt. Es wird für uns eine große Herausforderung.“

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