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Erst Spitzensport, dann Spitzenparty

Canes gegen Huskies Erst Spitzensport, dann Spitzenparty

Football-Festwochen der Baltic Hurricanes, nächste Folge: Am Sonnabend (Kickoff 16 Uhr, Einlass 14 Uhr) steigt im Kilia-Stadion das zweite von drei Bundesliga-Heimspielen in Serie.

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Beste Erinnerungen haben die Baltic Hurricanes an das Heimspiel am 5. September 2015: Mit 52:3 wurden die Huskies nach Hause geschickt. In dieser Szene lässt Tyler Davis (Nr. 3) die Hamburger Abwehr schlecht aussehen.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Nach dem 54:21-Erfolg vor zwei Wochen über die Berlin Adler kommen nun die Hamburg Huskies zum Nordderby an die Förde. Dass die Gastgeber am ersten Sonnabend der Kieler Woche ein Punktspiel in der eigenen Arena austragen, ist fast schon gute Tradition. Ein Novum – gleichzeitig der Höhepunkt der Punkterunde – ist hingegen das Heimspiel eine Woche später zum Ausklang des größten Volksfestes in Europa, wenn der deutsche Meister Lions Braunschweig zum Hasseldieksdammer Weg kommt.

Doch zunächst gilt es, den Rivalen aus Hamburg im Rennen um die Qualifikation für die Finalrunde der German Football League auf Distanz zu halten. „Unser Ziel sind die Playoffs, da dürfen wir keinen Punkt liegen lassen“, warnte Canes-Geschäftsführer Gunnar Peter davor, die mit vier Niederlagen in die Saison gestarteten Schlittenhunde auf die leichte Schulter zu nehmen, auch wenn die Platzherren von den bisherigen zehn Vergleichen acht gewonnen haben. Mit den beiden Siegen über die Düsseldorf Panther sowie den US-Neuzugängen Jerry Lovelocke (Quarterback) und Kyle Harbridge (Running Back) haben die Hanseaten frisches Selbstvertrauen getankt. „Gerettet sind wir noch nicht, aber jetzt geht noch einiges – auch nach oben“, sagte Huskies-Headcoach Patrick Esume, der die Canes vor sechs Jahren zum deutschen Meistertitel geführt hatte.

Wiedersehen mit Esume brisant

Neben dem Wiedersehen mit Esume, dessen Trennung von den Canes vor zwei Jahren mit einigen Dissonanzen einherging, steht die Kombination aus Spitzensport und Spitzenparty natürlich im Mittelpunkt. „Wir haben eine der weltgrößten Segelveranstaltungen in der Stadt, und uns erwartet eine ganze Woche voller Festivitäten. Das möchten wir uns nicht durch eine Niederlage vermiesen lassen“, so Wide Receiver Benedikt Englmann. „Erst Football, dann Holstenbummel, besser geht es nicht“, ergänzte Canes-Fan Nico Wolff. „Dafür reise ich extra aus meiner neuen Heimatstadt Berlin an.“

Für die Spieler heißt es natürlich: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. In der ersten der zwei spielfreien Wochen hatte Cheftrainer Marcus Herford eine besondere Einheit angesetzt: Schwitzen am Falckensteiner Strand. Dort wurde ohne Ausrüstung an Kondition, Beweglichkeit, Spielzügen und Taktik gefeilt, anschließend glühte der Grill. „Das war ein wirklich gutes Training“, so Offense Liner Oliver Beeck, einer der vier Team-Captains. „Es war sehr anstrengend im Sand und sehr gut für die Stimmung.“ Herford selbst, der weiterhin auf Colin Harms (Knieprobleme) und David Schleh (Innenbandriss, Anriss des hinteren Kreuzbandes) verzichten muss, bleibt in der Balance zwischen Zuversicht und Vorsicht: „Wir sind vor heimischer Kulisse sehr stark. Aber ich sehe uns nicht unbedingt in der Favoritenrolle, zumal es sich um das Nord-Derby handelt.“ Alsdann, lasst die Partie(s) beginnen.

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Baltic Hurricanes – Hamburg Huskies
Foto: Hat großen Anteil am Aufschwung der Huskies: Quarterback Jerry Lovelocke.

Es ist kein normales Spiel in der Nord-Gruppe der German Football League: Wenn am Sonnabend (16 Uhr, Kilia-Stadion) die Kiel Baltic Hurricanes und die Hamburg Huskies zum elften Mal aufeinander treffen, liegt Brisanz in der Luft.

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