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Mit amerikanischer Zuversicht ins Heimdebüt

Canes nach Niederlage Mit amerikanischer Zuversicht ins Heimdebüt

Worin unterscheiden sich Fußballer und Footballer nach einer bitteren Last-Minute-Niederlage? In nichts: die Hände in die Hüften gestemmt, sprachlos, den Blick ins Leere gerichtet. Doch der Trainer der Canes hat Gründe zur Zuversicht entdeckt.

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Viel zu besprechen: Canes-Headcoach Marcus Herford im Kreise seiner Spieler.

Quelle: Michael Zelter

Kiel. Diese Gefühlswelt durchlebten die Cracks der Baltic Hurricanes bereits nach ihrem Auftaktspiel in der German Football League am Pfingstsonntag bei den Berlin Rebels, die ihren knappen 19:17-Sieg einem Touchdown von Darius Outlaw in der Schlussminute verdankten. Ein Déjà-vu wollen die Canes in ihrem GFL-Heimdebüt am Sonnabend (Kickoff 16 Uhr, Einlass 14 Uhr) im Kilia-Stadion unbedingt vermeiden – ein ambitioniertes Vorhaben, denn mit den Dresden Monarchs kommt der Tabellenführer und Geheimtipp der Gruppe Nord zum Hasseldieksdammer Weg.

Damit das erklärte Saison-Mindestziel der Canes, das Erreichen der Playoff-Runde, nicht schon frühzeitig in eine Drucksituation mündet, in der die Spieler verkrampfen, muss sich in der Offense im Vergleich zum Rebels-Spiels so ziemlich alles ändern. Die Defizite an Kampfgeist, Disziplin und spielerischer Linie, die sich in vermeidbaren Raumverlusten und Fehlwürfen niederschlugen, waren das beherrschende Thema in dieser Trainingswoche. Im Mittelpunkt stand dabei naturgemäß der wichtigste Mann im Angriff, Quarterback Logan Schrader, dessen größte Konstante bislang die Inkonstanz ist. Seinem schwachen Saisonauftakt im Gruppenspiel der European Football League gegen die Amsterdam Crusaders (23:31) ließ der seit Donnerstag 23-Jährige einen starken EFL-Auftritt bei den Hamburg Huskies (61:33) folgen, ehe ihm in Berlin erneut (zu) wenig gelang.

Marcus Herford ist zuversichtlich

Headcoach Marcus Herford, ohnehin von scheinbar unerschütterlicher amerikanischer Zuversicht beseelt, hofft einstweilen auf dieses spezielle Gesetz der Serie, wonach sein Spielmacher gegen die Monarchs wieder der Lenker und Denker sein sollte, der benötigt wird. „Dass er nach einem schwachen Spiel stark zurückkommen kann, hat Logan bewiesen“, sagt der Cheftrainer, der freilich noch andere Baustellen zu bearbeiten hat. Aushilfs-Runningback Colin Harms (Knieprobleme) fehlt ebenso weiter wie der wichtige Defenseliner Moritz Meis (Schulter ausgekugelt), so dass offen bleibt, wie und von wem ein effektives Laufspiel aufgezogen werden soll. „Ich werde mir etwas einfallen lassen“, verspricht Herford, ohne in Details gehen zu wollen. Nur soviel: „Wir müssen einfacher und schneller spielen.“

Die Angriffsreihe muss ihre Performance nicht zuletzt deswegen verbessern, damit die eigene Defense nicht eine Frustrationsschwelle erreicht, die sich negativ auf den bislang gut funktionierenden Mannschaftsteil auswirken könnte. Kurz gesagt: Auf Dauer ist es kein tragfähiges Konzept, wenn die Abwehr ständig die Versäumnisse des Angriffs auffangen muss. Das weiß natürlich auch Herford, der seine Zuversicht aus der frühen Phase der Saison zieht. „Auch wenn es unglaubwürdig klingt, aber die Stimmung im Team und bei mir ist gut. Wir haben Vertrauen in unsere Fähigkeit, die Fehler vom Berlin-Spiel aufzuarbeiten und abzustellen“, sagt der 30-Jährige. „Am Ende des Tages kann in dieser Liga jeder jeden schlagen. Die Saison ist noch lang und wird viele Überraschungen bereithalten.“

Eine davon sind schon jetzt die Dresden Monarchs. „Ein sehr stabiles Team, das mit John Leijten einen sehr guten Trainer hat. Gegen diese Mannschaft müssen wir unseren Plan auf dem Platz umsetzen.“ Klingt schlüssig und einfach...

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German Football League
Foto: Die Kiel Baltic Hurricanes haben ihr Auftaktspiel in der German Football League (GFL) bei den Berlin Rebels unglücklich mit 17:19 (0:7, 10:0, 7:6, 0:6) verloren.

Die Kiel Baltic Hurricanes haben ihr Auftaktspiel in der German Football League (GFL) bei den Berlin Rebels unglücklich mit 17:19 (0:7, 10:0, 7:6, 0:6) verloren. Der siegbringende Touchdown gelang den Gastgebern in einem zerfahrenen Spiel erst 29 Sekunden vor Schluss.

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