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Canes träumen vom German Bowl

Football Canes träumen vom German Bowl

Nachdem die Baltic Hurricanes am 28. Mai mit der 14:56-Demütigung bei den Dresden Monarchs seine zweite Niederlage im dritten Saisonspiel kassiert hatte, waren die Canes vom Endspiel um die deutsche Meisterschaft so weit weg wie Kiel vom Super-Bowl-Gewinner Denver Broncos. Doch vier Monate später lebt der Traum wieder.

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Die Entscheidung im Rückspiel der GFL-Punkterunde am 30. Juli zwischen Braunschweig und Kiel: Lions-Kicker Tobias Goebel (2. v. re.) erzielt mit seinem Fieldgoal in letzter Sekunde die drei Punkte zum 24:21-Sieg des amtierenden deutschen Meisters.

Quelle: Michael Zelter

Kiel/Braunschweig.  Das Team von Headcoach Marcus Herford tritt am Sonnabend (Kickoff 18 Uhr, Pregame-Party 16 Uhr, Eintracht-Stadion) im Playoff-Halbfinale beim amtierenden Champion Lions Braunschweig an. Und die Kieler Cracks sind beseelt von einem Gedanken: Nichts ist unmöglich.

 In der Punkterunde der GFL-Nordgruppe hat der Meister von 2010 den Niedersachsen zweimal gezeigt, dass Tagesform und Glück die entscheidenden Faktoren in diesem Duell sind. Dem 10:10 im Hinspiel in Kiel folgte eine unglückliche 24:21-Auswärtsniederlage, als Lions-Kicker Tobias Goebel seinem Team erst mit einem Fieldgoal in letzter Sekunde zwei Punkte sicherte.

 Die Braunschweiger, die den German Bowl in den vergangenen drei Jahren gewannen, setzten sich im Viertelfinale souverän mit 30:6 gegen die Allgäu Comets durch, während die Canes ein kurioses Regenmatch bei Frankfurt Universe mit 10:3 für sich entschieden.

 Angeführt wird der Lions-Angriff wieder von Quarterback Casey Therriault, der Ende August erneut zum Team stieß. Die Löwen waren zunächst mit Grant Enders in die Saison gestartet und gewannen mit ihm auch den Eurobowl im Juni. Doch im Juli-Spiel gegen die Hurricanes zog sich Enders die zweite Gehirnerschütterung der Saison zu und fiel fortan aus. Gegen Düsseldorf, die Berlin Adler und Hildesheim fungierten die eigentlichen Passempfänger Christian Bollmann und Evan Landi als Spielmacher, doch für das Saisonfinale gegen Dresden (38:38), die Berlin Rebels (35:7) und die Playoffs holten die Lions ihren Meisterschafts-Quarterback der Vorjahre zurück. Und Therriault scheint in guter Form zu sein. In den drei bisherigen Spielen warf er Pässe für acht Touchdowns und insgesamt 882 Yards Raumgewinn (im Durchschnitt 294 Yards pro Spiel).

 Mit ihren vier Top-Receivern Jan Hilgenfeldt, Evan Landi, Niklas Römer und Christian Bollmann stehen dem Quarterback starke Passempfänger zur Verfügung. Auf der Runningback-Position war zuletzt Jabari Johnson reaktiviert worden, nachdem David McCants verletzt ausfiel. Doch neben Veteran Johnson können die Lions auch auf den Niederländer Chris Smith zurückgreifen, der im Durchschnitt pro Lauf für 8,3 Yards Raumgewinn sorgt und damit einen ähnlich starken Wert wie Kiels Christopher McClendon (8,2) aufweist.

 Den Runningback McClendon bezeichnet Canes-Gechäftsführer Gunnar Peter als Königstransfer. Nachdem der 22-jährige Amerikaner Ende Mai verpflichtet worden war, ging’s aufwärts mit den Canes, wurden nach dem Dresden-Debakel nur noch drei Punkte gegen die Lions abgegeben. „Mannschaftlich hat bei uns zu Saisonbeginn nicht viel zusammenngepasst. Man konnte nicht zwingend erwarten, dass wir dorthin kommen, wo wir jetzt sind“, sagt Peter, der wie sein Coach ein enges und spannendes Spiel erwartet, das wohl erneut von den Abwehrreihen dominiert werden wird. Herford ist sich sicher:„Wer weniger Fehler macht und weniger Strafen erhält, der wird gewinnen.“

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Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

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