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Football mit verbindender Note

Canes auf Tour Football mit verbindender Note

Seit Februar sind die Baltic Hurricanes unterwegs mit ihrer „Football Experience Tour“. Gut 500 Jugendliche, so schätzt Ex-Spieler und Tour-Manager Timo Zorn, haben die Bundesliga-Spieler bereits erreicht. Ehrensache, dass sie nun auch dem Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) Technik einen Besuch abstatteten.

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Unter Anleitung von Lennart Stolina, Brandon LeBeau und Paul Häberlein (von links) übten sich die Jugendlichen im Tacklen.

Quelle: Martin Geist

Gaarden. Schließlich heißt der Sportlehrer dort Matthias Eck, spielte bis 2011 selbst bei den Canes und ist ein ehemaliger Teamkollege von Zorn.

 Matthias Eck wäre kein Pädagoge, wenn er die kleine Attraktion im Schulalltag nicht für den verbindenden Charakter des Sport nutzen würde. Und so schnupperten am Donnerstag keine normalen Klassen am Football, sondern Gruppen gemischt mit Gymnasiasten und Schülern, die Deutsch als Zweitsprache (Daz) lernen. „Das ist mein Ansinnen“, sagt er und betont, dass eine vergleichsweise wenig verbreitete Sportart wie Football geradezu geschaffen ist für solche Begegnungen: „Da hat keiner einen Vorteil, alle fangen auf dem gleichen Level an.“

 Mit dabei waren in der Coventryhalle Quarterback Logan Schrader und seine Bundesliga-Kollegen Brandon LeBeau, Lennart Stollina und Paul Häberlein. Und das Quartett hatte erkennbar Spaß an seiner Arbeit, so wie die Football-Tour überhaupt prima angenommen wird vom Team. Acht deutsche und vier amerikanische Spieler hat Timo Zorn auf seiner Liste, ganz ohne Zwang und Betteln finden sich immer vier bis fünf Freiwillige, wenn es wieder mal los geht.

 Was nach Zorns Überzeugung einen weiteren Beitrag zum Aufwärtstrend dieser Sportart leisen wird. Seit jüngst American Football erstmals im frei empfangbaren Fernsehen übertragen wurde, verzeichnen die Canes wachsendes Interesse. Nicht zuletzt in den Nachwuchsabteilungen, die mit der U13 losgehen und sich immer mehr Zulaufs erfreuen.

 Matthias Eck indes wäre kein echter Cane, wenn er nicht Größeres vorhätte am RBZ Technik. Mittelfristig schwebt ihm vor, an seiner Schule ein eigenes Football-Projekt aufzubauen und dabei ebenfalls möglichst viele unterschiedliche Schüler zusammenbringen.

 Potenzielle Mitspieler hat Eck am Donnerstag auf jeden Fall schon gewonnen. Nachdem Sebastian Krowiors seine ersten Lektionen im Werfen, Fangen eines Footballs und Tacklen hinter sich hatte, sagte er: „Ich kann mir schon vorstellen, das öfter zu machen.“

 Vielleicht trifft der dann auch einen der Kieler Canes wieder. Bis September läuft noch die „Experience Tour“, danach kann sich Timo Zorn gut vorstellen, die Football-Mission durch feste Projekte zu verstetigen. Und auch durch spezielle Kurse für Sportlehrer, die dann selbstständig weiterarbeiten können.

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