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Cherif stärkt Canes im Football-Spitzenspiel

Spielt Quarterback Jeff Welsh? Cherif stärkt Canes im Football-Spitzenspiel

Das Topspiel der German Football League (GFL) steht am Sonntag (Kickoff: 14 Uhr) auf dem Programm. Die Kontrahenten: Gastgeber Eurobowl-Halbfinalist Berlin Adler und die Baltic Hurricanes, immerhin deutscher Vizemeister. Ort des Geschehens: der Jahn-Sportpark in Berlin.

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Aus Paris zurück zu den Hurricanes: Brice Cherif.

Quelle: Zelter

Kiel. Vorweg eine Schreckensmeldung aus dem Kieler Lager. Quarterback Jeff Welsh wurde am vergangenen Wochenende beim Sieg gegen die Dresden Monachs am Ellenboden verletzt. Dazu Canes-Headcoach Patrick Esume: „Ich kann noch nicht sagen, ob Jeff spielen wird.“ Und wer soll dann den Job des Spielmachers übernehmen? Wie aus der Pistole geschossen antwortete Esume: „Aaron Love.“ Der wieselflinke US-Boy kam jüngst als Ersatz für den entlassenen Jamal Smith nach Kiel zurück. Gegen Dresden kam er auf seiner eigentlichen Position als Wide Receivers nur zu kurzfristigen Einsätzen. Und nun könnte der lediglich 175 Zentimeter große Spieler die Regie bei den Canes übernehmen? Dazu Esume: „Ja. Aber vielleicht bekommt unsere medizinische Abteilung Jeff noch hin.“

 Die ungewöhnlich lange Liste der Verletzten in dieser Saison nervt den Kieler Cheftrainer. Esume: „Bis zur Sommerpause haben wir noch zwei schwere Brocken vor uns. Nach Berlin müssen wir nach Düsseldorf. Beide Teams gehören zu den stärksten Teams in der Liga. Danach ist Sommerpause – und die haben wir nötig.“

 Verstärkung kommt derweil aus Paris. Brice Cherif, der in der vergangenen Saison schon für die Canes spielte, ist ein erfahrener Defenseliner. Zwischenprüfungen im Studium verhinderten eine frühere Rückkehr des französischen Nationalspielers nach Kiel.

 Die Adler kämpfen dagegen mit ganz anderen Problemen. Dies wurde beim Aus im Eurobowl-Halbfinale deutlich. Mit 7:34 verloren die Berliner bei den Vikings in Wien. „Ich dachte, wir schaffen den Sprung in das Finale. Aber unsere junge Truppe war nicht genug abgekocht. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, erklärte Wanja Müller. Der Berliner Headcoach musste in der Woche sein Team erst einmal wieder aufbauen. Der 34-Jährige sprach derweil den Kielern die Favoritenrolle zu. Er selbst spielte 1998 als Quarterback für die Canes. Er ist jedoch durch und durch ein „Berliner Junge“, wie er sich selbst bezeichnet. Aus der Adler-Jugend kommend wurde ihm in diesem Jahr den Posten des Cheftrainers zugesprochen. Müller stellte einen Trainerstab zusammen und baute ein junges Team auf. 22 neue Spieler sind im Kader 2012 zu finden. Gegen Kiel sieht er eine Chance zum Erfolg: „Bisher waren die Spiele gegen die Hurricanes immer spannend und eng. Wir stellen uns nicht tot“, so Müller.

 Er kann dabei eine starke Abwehr-Abteilung in das Spiel schicken. In den vergangenen Jahren war beim sechsmaligen deutschen Meister immer von einer „Berliner Mauer“ die Rede. Herausragend ist die Riege der Linebacker um den Ex-Kieler Rick Baunacke. Der Nationalspieler ging nach Berlin, um ein Studium der Wirtschaftswissenschaften zu beginnen. Neben ihm schwingt sein Nationalmannschaftskollege Mario Nowak die Flügel der Adler. Zusammen könnten sie Jeff Welsh unter Druck setzten – wenn der am Sonntag dann auch spielen wird.

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