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Canes scheiden in Schwäbisch Hall aus

Football-Meisterschaft Canes scheiden in Schwäbisch Hall aus

Endstation Halbfinale: Für die Footballer der Kiel Baltic Hurricanes ist die Saison 2017 vorbei. Die Canes verloren das Semifinale bei den Schwäbisch Hall Unicorns klar und verdient mit 11:33. Die Kieler begannen stark, ließen aber ebenso stark nach und ließen sich dann phasenweise überrollen.

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Coach Marcus Herford ist nachdenklich gestimmt.

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Schwäbisch Hall. Die Canes starteten vor gut 2700 Zuschauern im Haller Optima-Sportpark furios - und für die Unicorns unerwartet: Mit einem langen Pass im ersten Spielzug der Partie katapultierten Quarterback Jared Stegman und Receiver Kwame Ofori die Kieler an die gegnerische 25-Yard-Linie. Die Haller Defense konnte einen Touchdown zwar verhindern, die Gäste aus Kiel gingen durch ein Field Goal von Tim Albrecht aber mit 3:0 in Führung. Auch im Anschluss blieben die Kieler heiß: Die Verteidigung ließ den Schwaben kaum Platz zum Atmen. Defensive Back Sebastian Kyereh fing einen Pass von Unicorns-Spielmacher Marco Ehrenfried ab. Kurz vor Ende des ersten Viertels sorgte die Kieler Defense gar für die nächsten Punkte: D-Lineman Aaron Boadu brachte Ehrenfried in der Unicorns-Endzone zu Boden - Safety. Mit 5:0 aus Sicht der Canes wurden die Seiten gewechselt.

Trotz der starken Leistung mussten sich die Kieler den Vorwurf gefallen lassen, nicht genug Punkte in dieser Drangphase erzielt zu haben. Und das sollte sich rächen: Die Unicorns kamen durch einige Laufspielzüge über den kleinen und flinken Maurice Schüle ins Spiel und wurden immer besser. Acht Minuten vor der Halbzeit erzielte Tyler Rutenbeck nach einem 21-Yard-Pass von Ehrenfried den ersten Touchdown für die Gastgeber. Es sollte der Auftakt zu einer Demonstration der eigenen Passstärke werden.

Offensive der Unicorns lief heiß

Während in der Halle Defensive das Laufspiel von Kiels Christopher McClendon meist rechtzeitig gestoppt werden konnte und sich die Passverteidigung ins schier unermessliche steigerte, lief die Offensive der Unicorns nun richtig heiß. Knapp vier Minuten vor der Pause besorgte das Duo Infernale Ehrenfried/Rutenbeck den nächsten Touchdown. Das 14:5 zur Pause war lange nicht das Ende der Haller Herrlichkeit. Bis zum Ende des dritten Viertels nahmen die Unicorns ihre Kieler Gegner förmlich auseinander, sezierten die Canes-Defense mit einem Pass nach dem anderen. Die Kieler hatten dieser Walze wenig entgegenzusetzen.

Aurieus Adegbesan und erneut Rutenbeck sorgten für das komfortable 27:5 der Unicorns. Die Canes mussten so schon Ende des dritten Viertels beinahe alles riskieren, aber das zahlte sich nicht aus. Die Offense kam nicht ausreichend durch, die wirklich gefährlichen Aktionen des Dreiecks Stegman/McClendon/Mitchell blieben Mangelware. Während der gesamten zweiten Spielhälfte geriet der Sieg der Unicorns nie in Gefahr, auch wenn Mitchell auf Pass von Stegman zum 11:27 verkürzte. Die verbleibenden elf Minuten spielte Schwäbisch Hall gegen weiter schwache Kieler locker runter, der überragende Rutenbeck setzte mit dem Touchdown zum 33:11 den Schlusspunkt.

Chance nicht genutzt

"Wir haben uns im ersten Viertel eine echte Chance erarbeitet, aber danach haben wir nicht gut gespielt", sagte Canes-Headcoach Marcus Herford. "Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Wir haben es einfach nicht geschafft, uns durchzusetzen. Es ist offensichtlich, dass wir nicht genug Punkte gemacht haben." Runningback Chris McClendon sah das ähnlich: "Es hat uns weh getan, dass wir nicht gepunktet haben. Es war aber trotzdem immer nur eine Zentimeterentscheidung. Sie haben ihre Plays gemacht, wir haben unsere gemacht. Aber sie haben gepunktet, wir nicht."

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