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Auftakt in der Höhle der Löwen

Kiel Baltic Hurricanes Auftakt in der Höhle der Löwen

Das offizielle Eröffnungsspiel der German Football League (GFL) 2015 findet am Sonnabend in Braunschweig statt. Mit dabei sind die Baltic Hurricanes. Für das Kieler Team soll es eine Ehre sein. Es ist aber auch gleich das Hammerspiel der Saison, denn die New Yorker Lions sind der aktuelle Titelträger und Rekordmeister in Deutschland. Kickoff ist um 18 Uhr im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße.

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Der österreichische Nationalspieler Andreas Hofbauer (Mitte) ist eine Bereicherung für den Kieler Angriff.

Quelle: Büll

Kiel. „Gleich zu Beginn bei den Lions antreten zu müssen, ist natürlich eine große Aufgabe. Sie werden auch in diesem Jahr ein starkes Team sein – vielleicht das Beste in Europa“, so Kiels Cheftrainer Stephen Parker. „Wir werden unser Bestes geben müssen. Es wird eine erste Standortbestimmung, von der aus wir uns weiterentwickeln werden.“

Ein Blick in die beiden Vorjahre bringt allerdings Ernüchterung in das Kieler Lager: fünf Niederlagen gab es. Den letzten Sieg (42:20) verbuchten die Canes am 1. Oktober 2012 in Braunschweig. Danach kehrten Sponsoren zu den Niedersachsen zurück und fütterten die Löwen großzügig. In der Zwischenzeit haben die Braunschweiger den Status im Football, wie Bayern München in der deutschen Fußball-Szene.

Viel hat sich bei den Baltic Hurricanes zur Saison 2015 verändert. Mit Headcoach Parker bekam die Offense der Canes ein neues Spielsystem und auch den dazu passenden Quarterback. Blake Bolles spielte bereits im Vorjahr in Parkers System, als dieser für die Munich Cowboys als Offensive-Coordinator tätig war. Mit den Münchnern traten die beiden 2014 im Viertelfinale bei den Lions an. Zwar unterlagen sie den Braunschweigern mit 28:69, erzielten dabei jedoch mehr Punkte in einem Spiel gegen die Löwen, als jedes andere Team im vergangenen Jahr. Zwei Touchdownpässe von Bolles konnte Benedikt Englmann in dieser Partie fangen. Der 20-jährige Receiver wechselte ebenfalls an die Kieler Förde. Auch der Zugang von Andreas Hofbauer belebt den Kieler Angriff. Der Nationalspieler aus Österreich zeigte bereits beim Futterhaus-Cup gegen die Elmshorn Fighting Pirates (39:0) sein Können. Mit Defensive-Coordinator Dan Disch, der Anfang März die Leitung der Hurricanes-Abwehr übernahm, musste auch die Kieler Verteidigung ein neues System erlernen, mit dem man nun gegen den im Vorjahr erfolgreichsten Angriff antritt.

Doch auch bei den Braunschweigern gab es ein paar Veränderungen. Zwar sind mit Headcoach Troy Tomlin und Defensive-Coordinator Dave Likins noch die selben Trainer am Ruder, und auch viele Leistungsträger wie Runningback David McCants, Center Hannes Irmer oder Linebacker Kerim Homri blieben an Bord. Mit Grant Enders haben auch die Löwen einen neuen Spielmacher an der Spitze ihrer Offense.

Enders scheint wie sein Vorgänger Casey Therriault sowohl als Werfer als auch als Läufer gefährlich zu sein und gibt dem Braunschweiger Angriff Variabilität. Als Anspielstationen stehen Enders dazu hervorragende Receiver zur Verfügung – allen voran der Franzose Anthony Dablé, die beiden deutschen Nationalspieler Niklas Römer und Christian Bollmann und Tight End Evan Landi, der einen niederländischen Pass besitzt. In der Braunschweiger Defense treffen die Canes unter anderem auf zwei alte Bekannte: Die beiden Ex-Kieler Sydney Boakye und Christopher Cauvet sind nun in Niedersachsen beheimatet.

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