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Esume-Ära ist Geschichte

Trainer verlässt Kiel Esume-Ära ist Geschichte

Eine überraschende Meldung gab es am Montag zur Mittagszeit aus der Schaltzentrale der Baltic Hurricanes in Dietrichsdorf. Geschäftsführer Gunnar Peter erklärte: „Nach fünf erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit gehen die Canes und Cheftrainer Patrick Esume zukünftig getrennte Wege.“

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 Mit Patrick Esume geht eine fruchtbare Ära bei den Canes zu Ende.

Quelle: Zelter

Kiel. Und wie es so ist, wenn sich beide Seiten eigentlich noch gern haben, lautet der Wortlaut der dann ausgehändigten Pressemitteilung: „Sowohl Gunnar Peter als auch Patrick Esume betonen, dass die Trennung zwar schmerzhaft, jedoch in beiderseitigem Verständnis für die Situation der Umstrukturierung erfolgt ist. Sie wollen sich keinesfalls im Football aus den Augen verlieren und können sich auch weiterhin gemeinsame Projekte für die Weiterentwicklung des Footballs in Deutschland vorstellen.“

Zunächst steht einmal fest: Mit Esume geht eine fruchtbare Ära bei den Canes zu Ende. Der Sieg beim German Bowl von 2010 und die beiden darauffolgenden Vize-Meisterschaften unterstreichen dies. In diesem Jahr erfolgte zudem der EFL-Pokal, also der Gewinn der Europameisterschaft. Mit 69 Siegen bei 17 Niederlagen geht Esume zudem als erfolgreichster Headcoach in die Geschichte der Football-Nordlichter ein.

Aber was bewirkte diese Entscheidung? Dazu Peter: „Es ist Zeit für eine Neuausrichtung. Nicht nur im Herrenbereich, sondern vor allem in der Leistungsförderung des Gesamtvereins sollen grundlegende Strukturveränderungen erfolgen.“ Peter ergänzte: „Wir konnten so nicht weitermachen. Unser Ziel ist auf die Ausbildung aus den eigenen Reihen ausgerichtet. Nun ist der Weg frei für neue Richtungen. Damit sind personelle und finanzielle Umstrukturierungen verbunden.“

Für Esume, der sich in Kiel mit viel Herzblut und Leidenschaft in den Job eingebracht hat, ist die Trennung kein Problem: „Um mich muss man sich keine Sorgen machen. Wir haben von beiden Seiten festgestellt, dass es so nicht weitergeht.“ Veränderungen sieht er in den Strukturen als notwendig. Und dann ist da noch das ewig leidige Thema der Trainingsmöglichkeiten. Esume: „Zum Teil wurden den Canes dann Wiesen mit Löchern angeboten. Wir haben durch die schlechten Trainingsmöglichkeiten etliche Leistungsträger verletzungsbedingt verloren.“ Und dann verweist er auf Schwäbisch Hall, wo für die Verbandsliga-Fußballer und für die Erstliga-Footballer derzeit eine eigene Trainingsanlage mit einem Kunstrasen errichtet wird. Die Haller Unicorns haben offenbar nach zwei deutschen Titeln gute Fürsprecher in der Stadt.

Einen Kandidaten für die freie Trainerstelle gibt es derzeit nicht, beteuerte Gunnar Peter. Bei der Suche nach einem neuen Hauptübungsleiter dürfen die Canes auch auf die Hilfe von Esume, sein Vertrag läuft noch bis zum Jahresende, zurückgreifen. „Ich gehe ja nicht verärgert. Die Fans sollen mich in guter Erinnerung behalten“, betonte Esume. Langweilig soll es ihm nicht werden. Angebote aus Skandinavien sollen schon eingegangen sein.

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