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Braunschweig ist besiegbar

German Football League Braunschweig ist besiegbar

Es war die Sensation des achten Spieltages in der Nordgruppe der German Football League: In einem der besten Matches der bisherigen GFL-Saison schlugen die Berlin Rebels am Sonntag den amtierenden deutschen Meister Lions Braunschweig mit 30:24.

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Die Berliner Defense Backs Jamaal Rambo (Nr. 33) und Christopher Stern (Nr. 26) stoppen den Braunschweiger Running Back Chris Smith (Mitte).

Quelle: imago

Kiel/Braunschweig. Damit sorgte der alte und neue Tabellenführer für eine Tatsache, die die Konkurrenz zuvor nicht wirklich für möglich gehalten hatte – der Rekord-Champion (zehn German-Bowl-Triumphe, zuletzt von 2013 bis 2015 drei in Folge) ist besiegbar. Ein leuchtendes Signal auch für den Meister von 2010, die Kiel Baltic Hurricanes, die das Braunschweiger Team am kommenden Sonnabend (16 Uhr) im Kilia-Stadion empfangen.

 Die Niedersachsen waren zunächst wie erwartet in die Saison gestartet. Mit deutlichen Erfolgen über die Hamburg Huskies (44:3, 56:6) und die Hildesheim Invaders (52:7) bewegten sich die Lions in der üblichen Spur. Doch schon beim 33:26-Heimsieg gegen die Dresden Monarchs hatte der Dauer-Favorit mehr Mühe als gewohnt. Zwar feierten die Löwen vor eineinhalb Wochen im Eurobowl, dem wichtigsten europäischen Football-Wettbewerb, mit einem 35:21 bei den Tirol Raiders/Österreich die erfolgreiche Titelverteidigung und den vierten Eurobowl-Titel insgesamt. Doch das Match in Innsbruck hatte in der Mannschaft von Headcoach Troy Tomlin Spuren hinterlassen. So fielen für die Partie bei den ebenfalls noch ungeschlagenen Rebels mit Quarterback Grant Enders, Running Back David McCants und Defensive Lineman Sorie Bayoh drei Leistungsträger verletzt aus. Das nutzte das Überraschungsteam der GFL Nord, bei dem die Hurricanes zu ihrem Saisonstart am 15. Mai nur knapp und unglücklich mit 17:19 verloren hatten, kühl aus.

 Damit dürften die Löwen am Sonnabend hoch motiviert nach Kiel kommen und alles daran setzen, sich vom derzeitigen dritten Tabellenplatz weiter nach oben zu arbeiten. Das Meisterteam von 2015 ist weitgehend zusammengeblieben. In der Defense müssen die Lions jedoch weiter auf ihren Kopf und Middle Linebacker Kerim Homri verzichten, der sich nach einem Kreuzbandriss erneut verletzte. Nach vier Jahren Pause kehrte Patrick Finke, der zuletzt für das Lions Flag Team spielte, zurück in den Bundesliga-Kader und verstärkt die Defensive Line. Mit Receiver Jan Hilgenfeldt erhielten die Braunschweiger auch in der Offense Verstärkung. Der ehemalige Dresdner ist damit nach Reserve-Quarterback Christian Bollmann und Niklas Römer der dritte Passempfänger mit Nationalmannschaftserfahrung im Kader des Meisters.

 Mit Spielmacher Enders, den erfahrenen Passempfängern und sowie Running Back McCants und dessen ebenfalls starkem Ersatzmann Chris Smith ist der Braunschweiger Angriff einer der gefährlichsten der Liga. Im Schnitt erzielten die Löwen in dieser Saison 41,8 Punkte pro Spiel, während ihre Defense nur 14,4 Zähler zuließ. Bei den Canes hingegen wechselten sich in den vergangenen Wochen Angriff und Abwehr teilweise damit ab, den jeweils anderen Mannschaftsteil im Spiel zu halten. Am Sonnabend müssen die Canes nun von Beginn an auf beiden Seiten des Balles hellwach zu sein. Dann und nur dann ist womöglich eine zweite Entzauberung der Lions möglich.

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