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Klare Kante für die Canes

German Football League Klare Kante für die Canes

Das war in der Tat eine böse Zahl für die Gäste: Im 13. Nord-Derby zwischen den Baltic Hurricanes und den Hamburg Huskies gingen die Kieler vor 3217 Zuschauern im Kilia-Stadion als 56:0 (21:0, 21:0, 14:0, 0:0)-Sieger vom Platz.

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Footballer der Canes sind klarer Favorit

Durchgestartet: Wide Receiver Xavier Mitchell (Mitte) setzt sich gegen die Hamburger Kenneth Soussoukpo (2. v. li.) und Robert Kloninger (re.) durch. Der Amerikaner erzielte drei Touchdowns.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Canes festigten mit dem höchsten Erfolg über die Schlittenhunde ihren Anspruch auf die Teilnahme am German Bowl, während die Hanseaten in dieser Verfassung als Abstiegskandidat Nummer eins in der Nordgruppe der German Football League gelten müssen.

 So zufrieden die Fans den Heimweg antraten, so unklar ist allerdings noch das wahre Leistungsvermögen des deutschen Meisters von 2010. Das Match kam zu keinem Zeitpunkt über den Status einer verschärften Trainingseinheit hinaus, und wenn Headcoach Marcus Herford es drauf angelegt hätte, wäre eine noch größere Verbesserung des Touchdown-Verhältnisses möglich gewesen. Doch der 31-Jährige ließ es im letzten Quarter austrudeln und brachte diverse Ergänzungsspieler in der Defense zum Einsatz. Bezeichnend für die Angriffsschwäche der Huskies, deren Spielmacher John Uribe zu oft zu unpräzise warf: Jeweils zum Ende des ersten und des letzten Viertels standen die Hamburger fünf Yards vor der Kieler Endzone und schafften dennoch keinen Touchdown.

 „Ich bin sehr zufrieden mit unserem Team heute“, sagte Marcus Herford. „Wir konnten viele der Fehler aus dem ersten Spiel gegen Köln abstellen und schnell punkten. Unsere Defense hat hervorragend gespielt. Einen Gegner bei null zu halten, ist immer etwas Besonderes.“ Fürwahr ließ die abwehr dem Tesa von Cheftrainer Sean Embree kaum Luft zum Atmen, obgleich die Stammkräfte Thiadric Hansen (Meniskusriss) und Aaron Boadu (Muskelfaserriss uim Trizeps) immer noch fehlten. Und im Angriff zeigten die Kieler ihre breiten Variationsmöglichkeiten. Weil die Rot-Weißen dem Canes-Runningback Chris McClendon viel Aufmerksamkeit schenkten, leitete Quarterback Jared Stegman die Angriffe eben über die Receiver ein oder lief selbst in die Endzone.

Frühe Touchdowns

 Mit den zwei frühen Touchdowns durch Passempfänger Xavier Mitchell, der noch zum Saisonstart gegen Köln gar keinen „Sechser“ verbucht hatte, sowie dem Interception-Return-TD des Kraftpakets Anthony Bass war die Messe bereits nach dem ersten Viertel gelesen. Nach zwei recht mühelosen, eigenen Läufen sowie einem 13-Yards-Pass auf Diego Sanchez erhöhte Stegman zur Halbzeit auf 42:0. Einen erheblichen Beitrag zum klaren Erfolg und, vielleicht noch wichtiger, zur Sicherheit der Abläufe leistete Wide Receiver Tim Albrecht als Kicker. Von einer komplizierten Fingerverletzung genesen, verwandelte der seit 14. Mai 20-Jährige sämtliche acht Zusatzversuche so cool wie ein Eis-Automat.

 Gleich nach dem Kickoff zum letzten Quarter zeigte der neue Free Safety Xazier Murry seine imposanten Fähigkeiten als „Rakete“, doch sein Sprint mit dem Ball über das ganze Feld bis in die Endzone wurde wegen eines Foulspiels nicht anerkannt. So blieb es beim „üblichen Geschäft“: Pässe von Stegman auf Mitchell und Domenik Rofalski stellten das Endresultat her – nach dem dritten Quarter. Im Schlussviertel schonten sich die Sieger für das Rückspiel bei den Cologne Crocodiles am kommenden Sonntag.

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