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Showdown zwischen Canes und Lions

German Football League Showdown zwischen Canes und Lions

Die Spannung in der German Football League (GFL) ist kaum noch zu steigern. Das wohl entscheidende Spiel um die Vergabe des Nordmeistertitels findet am Sonnabend in Kiel auf der Kilia-Anlage (Kickoff: 16 Uhr) zwischen den Baltic Hurricanes und den Lions aus Braunschweig statt.

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Wollen die Braunschweiger Offensive auf dem Kiliaplatz einbremsen, v.l.: Die Defense-Ends der Hurricanes, Aaron Boadu und Paco Varol.

Quelle: hfr

Kiel. Es geht zwischen dem deutschen Meister sowie Euro-Bowl-Sieger aus Niedersachsen und dem EFL-Cup-Sieger aus Kiel um die beste Ausgangsposition für die Play-Offs in der GFL-Nordgruppe. Zuletzt gewannen die Canes im September 2012 (42:20) gegen die Löwen. Es folgten fünf Niederlagen. Hier ein aktueller Vergleich beider Teams.

Offense

Es ist nicht nur das Duell der beiden erfolgreichsten GFL-Quarterbacks Blake Bolles und Braunschweigs Casey Therriault. Das Aufeinandertreffen der beiden herausragenden Receiver zwischen dem Kieler Tyler Davis (17 Touchdowns/1022 Yards Raumgewinn) und Anthony Dablé (5/600) verspricht spannend zu werden, begegnen sich die beiden doch aller Voraussicht nach auch direkt auf dem Feld, da Davis für gewöhnlich auch in der Defense eingesetzt wird.

Defense

In vielen Bereichen liegen Hurricanes und Lions eng zusammen. So haben die Canes in sieben GFL-Spielen bislang im Schnitt 239,4 Yards Raumgewinn und 16 Touchdowns zugelassen. Braunschweig erlaubte seinen Gegnern mit 220 Yards und 13 Touchdowns sogar noch weniger. In der GFL ordnen sich die Lions nach abgegebenen Yards auf Platz drei, die Canes auf Rang fünf ein.

Passverteidigung

Die Lions liegen derzeit auf Platz zwei. Im Schnitt erlaubten sie anderen Teams pro Spiel nur 139,6 Yards und insgesamt nur fünf Touchdowns durch die Luft. Acht Mal konnten sie einen gegnerischen Ball abfangen. Mit den Kielern, die die viertbeste Passing Defense mit zwölf Interceptions vorweisen können, muss sich nun der derzeit erfolgreichste Passangriff der Liga mit den Löwen messen, denn die Hurricanes erzielten im Durchschnitt 340,6 Yards und insgesamt 32 Touchdowns durch Pässe.

Erste Abwehrreihe

Zentrale Figuren sind die jeweiligen Defensive End-Gespanne Aaron Boadu und Paco Varol aus Kiel sowie den Braunschweigern Jacob Schridde/Sorie Bayoh. Sie sind für zehn respektive elf der Quarterback Sacks verantwortlich. Zudem kennt man sich gerade in der ersten Abwehrreihe beider Teams gut. Paco Varol und Linebacker Joseph LeBeau standen im vergangenen Jahr in Diensten der Lions, während die Linemen Christopher Cauvet und Sydney Boakye für die Hurricanes spielten und jetzt in Braunschweig aktiv sind. Optimistisch sehen die Canes dem Spiel entgegen. „Ist mir egal, wer da kommt. Sei es die Panther aus Düsseldorf oder nun die Lions. Ich will gewinnen“, sagt Boadu. Und Varol ergänzt: „Ich bin total heiß auf das Spiel. Täglich habe ich zweimal in der Sommerpause dafür trainiert. Vor heimischer Kulisse wollen wir zeigen, wer das bessere Team ist. Es sind die Canes.“

Laufspiel

Die Lions haben im Laufangriff um Runningback Davis McCants zweifellos einen Vorteil. Pro Spiel erzielten sie durchschnittlich 190 Yards auf diesem Wege. Die Hurricanes stellen dagegen die fünftbeste Rushing Defense mit im Schnitt 85,7 erlaubten Yards. Braunschweig selbst verfügt statistisch über die drittbeste Laufverteidigung. 25 Mal konnte die Lions Defense den gegnerischen Spielmacher zu Boden bringen, bevor dieser den Ball abgeben konnte (2. in der GFL). 21 Quarterback Sacks konnten die Hurricanes verbuchen – Platz drei in der GFL.

 PAT/Fieldgoal

Vielleicht entscheiden die Zusatzpunkte (PAT) oder ein Fieldgoal. Die Lions haben mit Nationalspieler Tobias Goebel (15 Punkte) und zuletzt Tom v. Duijn (27) zwei sichere Kicker. Die Canes haben Julian Dohrendorf (22), der beim Abschlusstraining noch in den USA im Urlaub war, Colin Harms (20) und zuletzt Pako Varol (6) in ihrem Kader.

 Von Helmut Schwalm und Bettina Büll

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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