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Hurricanes peilen Nordtitel an

Kieler Lazarett lichtet sich - Turbulenzen beim Rekordmeister Braunschweig Hurricanes peilen Nordtitel an

Kiel. Tag der Vorentscheidung für die Baltic Hurricanes. Mit einem Erfolg bei den Braunschweig Lions hätten sich die Kieler die Nordmeisterschaft der German Football League (GFL) gesichert.

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Will auch in Braunschweig fliegen. Simon Sommerfeld überspringt hier spektakulär die Defense der Cardinals und sichert den Canes einen Touchdown.

Quelle: Foto: Zelter

Kickoff zu dem richtungweisenden Spiel in der „Höhle der Löwen“ ist am Sonnabend, 19 Uhr.

„Ein Sieg in Braunschweig wäre für uns wirtschaftlich enorm wichtig, da wir uns dadurch ein zusätzliches Heimspiel sichern könnten“, sagt Gunnar Peter. Der Canes-Manager geht dabei vom Idealfall aus. Dies bedeutet: Nach dem Gastrecht im Viertelfinale mit einem damit verbundenen Sieg würde ein weiteres Spiel im Holsteinstadion im Halbfinale folgen. Peter weiter: „Natürlich wäre eine Nordmeisterschaft schön, aber wir dürfen uns dadurch nicht ablenken lassen. Es wäre nur ein Zwischenziel. Unser großes Ziel ist der German Bowl.“ Und die erste Etappe soll am Sonnabend ausgerechnet beim deutschen Rekordmeister verwirklicht werden? „Ja. Das wäre für die Löwen zweifellos brutal. Aber unsere Jungs sind total heiß. Sie haben viel Spaß im Team und sind voller Selbstvertrauen.“

Die Lions kämpfen um einen Platz in der Play-Off-Runde. Das Team von Headcoach Matthias Englisch hat eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich. Dazu der Kieler Gunnar Peter: „Die Löwen sind gefährlich und unberechenbar.“ Höhepunkt war sicherlich der 46:7-Erfolg in Essen bei den Cardinals. Zur Erinnerung: Die Canes gewannen am vergangenen Wochenende das Heimspiel gegen die Essener mit 42:7.

Ein Spiel also auf Augenhöhe? Die jüngsten Ereignisse in Braunschweig trugen allerdings nicht zur Stabilität bei. Beispielsweise wurde das Lions-Internetforum geschlossen. „Die Gesamtorganisation wurde in der Öffentlichkeit diskreditiert.“ Derweil will der Verein auch eine weitere Zusammenarbeit mit der Vermarktungsgesellschaft „Sports Emotions“ nicht verlängern. Und dann verabschiedeten die Lions auch noch Chris Graham. Der US-Linebacker hatte sich im Spiel gegen die Plattling Black Hawks einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Der Leistungsträger aus der Lions-Abwehr wollte daraufhin unbedingt in die USA zurück. „Wir respektieren die Entscheidung“, so Lions-Geschäftsführer Mirko Schulz im Internet.

Ungeachtet der Turbulenzen in Braunschweig, wurde bei den Canes weiter gearbeitet. Das Lazarett lichtet sich. Headcoach Patrick Esume kann wieder auf Benjamin Pahlevan und Sven Bellin (früher Ohrt) in der Offenseline bauen. Auch Julian Dohrendorf wird bei den Niedersachsen auflaufen. Er wurde gegen Essen an der Schulter verletzt (Zerrung), steht aber im Canes-Kader. Allerdings nur als Kicker und nicht als Wide Receiver.

Esume tritt derweil auf die Bremse: „Mir wird zur Zeit zu viel über den Nordtitel gesprochen. An den kann sich kaum einer erinnern, wenn wir anschließend verlieren. Für uns gilt es, zunächst einmal Braunschweig zu schlagen, dann sehen wir weiter.“

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