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Football der besonderen Art

Playoff-Viertelfinale Football der besonderen Art

Die Tagesform ist entscheidend: Bei den Playoff-Runden haben die Kiel Baltic Hurricanes die Chance, nach oben zu ziehen. Im Viertelfinale der Saison 2016 treffen die Footballer am Sonnabend (19 Uhr, Volksbank-Arena) auf Frankfurt Universe.

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Er spielt in Frankfurt die Schlüsselrolle: Canes-Quarterback Logan Schrader.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Zweimal Finale, einmal Halbfinale, zweimal Viertelfinale – in dieser Reihenfolge schlossen die Kiel Baltic Hurricanes die Playoff-Runden in der German Football League seit ihrem bislang einzigen Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahr 2010 ab. Die nächste Chance, die Bilanzkurve wieder nach oben in Richtung Vorschlussrunde zu ziehen, haben die Kieler in ihrem Viertelfinale der Saison 2016 am Sonnabend (19 Uhr, Volksbank-Arena) bei Frankfurt Universe.

Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen. Unter diesem Motto kann die Mannschaft von Headcoach Marcus Herford unbeschwert von jeglichem Erwartungsdruck in die Mainmetropole reisen. Der Zweitplatzierte der Südgruppe ist favorisiert – auch für Canes-Geschäftsführer Gunnar Peter. Doch von Hoffnungslosigkeit kann beim ehemaligen Nationalspieler und dem Team keine Rede sein. „Vielleicht wird es eine Fifty-fifty-Angelegenheit, die von der besseren Tagesform entschieden werden könnte“, hofft Peter.

 Auf dem Papier sind die Vorteile der Gastgeber deutlich. Der Aufsteiger konnte nach dem Einstieg des Elektronik-Riesen Samsung vor der Saison personell massiv aufrüsten, gewann in der Punkterunde zwölf Spiele in Folge und musste sich nur zweimal Vizemeister Schwäbisch Hall Unicorns geschlagen geben. Zudem werden voraussichtlich mehr als 7000 enthusiastische Zuschauer in der Volksbank-Arena für eine Heimspiel-Atmosphäre sorgen, die kein anderer GFL-Klub zu bieten hat.

 Doch die Canes verfügen auch über Trümpfe. Sie stehen zum zehnten Mal in Folge in den Playoffs, so viel Erfahrung mit der K.o.-Runde hat kein anderes Bundesliga-Team. Zudem spielen die Abwehrreihen in der GFL-Nordgruppe aggressiver als im Süden, und die Canes-Defense gehört bekanntlich zu den besten in Deutschland.

 Mit einem unkonventionellen Angriffsspiel wie dem von Frankfurts Quarterback Marcus McDade ist der Nord-Dritte in dieser Saison allerdings noch nicht konfrontiert worden. Der US-Amerikaner wirft lange und präzise Pässe, oft über mehr als 60 Meter, auch spontan aus der Bedrängnis heraus, „wenn der ursprünglich geplante Spielzug längst kaputt ist“ (Peter) – eine für die gegnerische Abwehr schwer zu durchschauende „Taktik“.

 Doch auch das kann Marcus Herford nicht beunruhigen. Der Cheftrainer der Canes strahlt wie vor jedem Spiel Zuversicht und Selbstvertrauen aus. „Wir sind stolz und glücklich, die Playoffs erreicht zu haben, und ich schaue weniger auf den Gegner als vielmehr auf uns. Wir wollen wie in jedem Match unsere Spielzüge umsetzen. Wenn uns das gelingt, haben wir gegen jede deutsche Mannschaft eine Chance“, sagt der 30-Jährige, der sich zur Vorbereitung auf die zu erwartende heiße Atmosphäre in der Arena des Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt etwas Spezielles einfallen ließ. Im Training wurde das Team mit Musik und Fan-Geräuschen aus gewaltigen Boxen massiv beschallt. „Die Jungs mochten das und waren motiviert“, sagt Herford grinsend. Der Headcoach muss erstmals in dieser Saison nur auf einen Verletzten (David Schleh, Innenbandriss im Knie) verzichten.

 Fest steht schon jetzt: Die rund 500 mitreisenden Canes-Anhänger dürfen sich auf ein Football-Spiel der besonderen Art freuen.

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