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Canes ziehen ins Halbfinale ein

Sieg nach Stolperstart Canes ziehen ins Halbfinale ein

Am Anfang wackelten die Kiel Baltic Hurricanes ein wenig, aber mit einer starken zweiten Halbzeit sicherten sich die Kieler Footballer einen 28:14-Erfolg gegen die Marburg Mercenaries und zogen damit ins Playoff-Halbfinale ein. Überragender Mann war einmal mehr Runningback Christopher McClendon.

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Vorentscheidung in der zweiten Halbzeit: Defensive Back Kevin Meeder (Nr. 23) schnappt sich nach Marburger Fumble den Ball, den anschließenden Drive veredelt Chris McClendon zum 28:14-Endstand.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Im pünktlich zum Kickoff einsetzenden Nieselregen rieben sich die 2586 Zuschauer im Kilia-Stadion in der Anfangsphase zunächst verwundert die Augen. Ungewohnt fahrig, löchrig und nervös präsentierten sich die Hurricanes. Marburg dagegen legte einen soliden Drive nach dem anderen auf den Rasen und spielte seine Passstärke gut aus.

Am Gesamteindruck änderte auch der erste Score der Kieler nichts: Defensive Back Xazier Murry sammelte ein Fumble von Marburgs Running Back Andrecus Lindley an der eigenen 2-Yard-Linie ein und trug den Ball bis in die Endzone der Mercs. "Das ist natürlich der Traum eines jeden Verteidigers", kommentierte Murry seinen Coup nach der Partie. Die 7:0-Führung nach Extrapunkt von Tim Albrecht sorgte aber nur bedingt für größere Sicherheit. Mit flüssigem Angriffsspiel brachte Marburg Yard um Yard hinter sich, ein kurzer Pass von Quarterback Chad Jeffries auf Felix Schumacher sorgte für den schnellen Ausgleich.

In der Offensive produzierten die Canes in der Folge wenig. Auch wenn die Kieler Defense den nächsten Drive der Mercenaries an der eigenen 1-Yard-Linie stoppte, ließ sich Marburg nicht aus der Fassung bringen. Pass über Pass brachte Jeffries an seine Receiver an, Marburgs Top-Receiver Philip Lanieri brachte die Gäste kurz vor Ende des zweiten Viertels in Führung.

Canes starteten nach der Halbzeitpause

Die Kieler schienen sich in der Halbzeitpause besonnen zu haben, kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine - auch wenn Headcoach Marcus Herford später betonte, keine große (Wut-)Rede ausgepackt zu haben. Mit dem ersten Spielzug nach dem Kickoff-Return besorgte Receiver Xavier Mitchell per Lauf den 14:14-Ausgleich. Mitchell ersetzte in der Folge über weite Strecken den etatmäßigen Spielmacher Jared Stegman auf der Quarterback-Position, was das Kieler Spiel zwar eindimensional machte, aber von überragendem Erfolg gekrönt war: Entweder lief Mitchell selbst oder aber er schickte McClendon auf die Reise, der nun richtig heiß lief. Per 4th-Down-Conversion sorgte McClendon nach Shuffle-Pass und 31-Yard-Lauf für die Führung der Canes. "Nach dem frühen Touchdown waren wir im Flow. Unsere Offensive Line hat wieder dominiert, sie haben stark gearbeitet und super Blocks gesetzt", lobte McClendon seine Mitspieler.

Von den Erfolgen der Offense ließen sich auch Defense und Special Teams beflügeln: Sie sorgten beim anschließenden Kickoff für ein Fumble der Mercenaries, sicherten sich den Ballbesitz und starteten den nächsten Drive an der Marburger 20-Yard-Linie. Nach wichtigem Fang von Lukas Rehder kurz vor der Endzone besorgte erneut McClendon - als Receiver eingesetzt - zu Beginn des vierten Viertels den nächsten Touchdown, und Tim Albrecht vollendete per Extrapunkt zum 28:14-Endstand.

"Marburg hat toll gespielt, das ist sehr gut für den GFL-Football", sagte Canes-Headcoach Marcus Herford nach dem Halbfinaleinzug über die überraschend starke Vorstellung der Gäste aus Hessen. Mit der eigenen Vorstellung war der US-Amerikaner am Ende auch versöhnt. "In der ersten Halbzeit hat die Defense genug getan, damit wir ok dastanden. Die Offense... Oh Mann", sagte Herford. "Wir mussten uns in der Pause beruhigen, uns darauf besinnen, was wir können. Danach haben wir geliefert."

Im Halbfinale treffen die Canes nun auswärts auf die Schwäbisch Hall Unicorns. Der ungeschlagene Süd-Meister gewann ein enges Match gegen die Berlin Rebels mit 31:24 nach Verlängerung.

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