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Fokussiert gegen den Tabellenführer

Canes empfangen Rebels Fokussiert gegen den Tabellenführer

Kickoff zur entscheidenden Saisonphase: Die Kiel Baltic Hurricanes treffen am Sonnabend auf den Überraschungs-Spitzenreiter Berlin Rebels. Nach der Sommerpause wollen die Canes die Kräfteverhältnisse in der Nordgruppe der German Football League (GFL) zurechtrücken.

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Entwischt: Auch das Kieler Defense-Ass Aaron Boadu (re.) konnte Rebels-Quarterback Terell Robinson im Hinspiel nicht stoppen. Die Canes verloren 17:19.

Quelle: Michael Zelter / Zelter Media Service

Kiel. Bei großen Sportereignissen wie zuletzt der Fußball-EM in Frankreich behaupten viele Fans und Experten gern, das Turnier gehe erst mit der K.o.-Runde richtig los – und oft wird diese These bestätigt. Analog dazu wird es in der German Football League mit dem Beginn der Rückrunde ernst: Die Baltic Hurricanes haben am Sonnabend (Kickoff 16 Uhr) im Kilia-Stadion gegen Spitzenreiter Berlin Rebels ihre erste Chance, die Kräfteverhältnisse in der entscheidenden Phase der Nordgruppe zu verschieben.

 Die Ausgangslage ist klar: Fünf Teams (neben Canes und Rebels noch Meister Braunschweig, Dresden und Aufsteiger Hildesheim) haben realistische Chancen auf die vier Playoff-Plätze, wobei die Ränge eins und zwei durch das Heimrecht im Viertelfinale gegen den Süd-Dritten bzw. -Vierten die Chancen auf den Halbfinaleinzug dramatisch erhöhen. So könnte jede Niederlage, ja schon ein Remis den Traum vom German Bowl in weite Ferne rücken lassen.

 Entsprechend fokussiert gehen die Canes in das Duell mit dem Überraschungsteam der Saison. Zu Beginn der dreiwöchigen Sommerpause hatte Headcoach Marcus Herford seinem Team sieben Tage frei gegeben, dafür das Training in den beiden vergangenen Wochen „intensiviert. Wir haben am Spieltempo und der mentalen Flexibilität gearbeitet“, erläuterte der 30-Jährige, für den die 17:19-Hinspielniederlage am 15. Mai keine Rolle mehr spielt. „Man darf nicht vergessen, dass wir zu Saisonbeginn mehr als 20 neue Spieler integrieren mussten, darunter viele Rookies, die ihre erste GFL-Saison spielen.“ Seitdem sei die Mannschaft zu einer Einheit zusammengewachsen, an der auch der Cheftrainer wesentlichen Anteil hat: „Ich versuche, eine familiäre Atmosphäre herzustellen.“

 Die Fortschritte sind nicht ausgeblieben. Von den vergangenen vier Spielen haben die Canes drei gewonnen und Champion Braunschweig einen Punkt abgenommen. „Wir sind jetzt bereit, gegen die Top-Teams zu bestehen. Und die Mannschaft ist heiß auf die Chance, dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage beibringen zu können“, ergänzte Herford, der aber auch Wert darauf legt, den Ehrgeiz seiner Spieler zielführend zu steuern. „Wir gehen immer nur Schritt für Schritt vor. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Rebels. Die folgenden Auswärtsspiele in Braunschweig und Hildesheim spielen in unseren Gedanken noch keine Rolle.“ Gleichwohl hat nach Geschäftsführer Gunnar Peter nun auch der Headcoach unmissverständlich formuliert, dass der Nordtitel oder Rang zwei das Ziel der Punkterunde ist.

 Auch Quarterback Logan Schrader, dessen Leistungs-Stabilisierung sinnbildlich für die ansteigende Formkurve des gesamten Teams steht, ist optimistisch. „Im Hinspiel haben wir uns am Ende die Butter vom Brot nehmen lassen“, so der 23-jährige Amerikaner. „Doch mittlerweile sind wir besser eingespielt und mit Chris McClendon auch vielseitiger im Angriff.“ Den Running Back hatten die Kieler erst nach der Partie bei den Rebels kurzfristig verpflichtet. In Berlin verbuchten die Kieler damals lediglich 72 Yards Raumgewinn durch Laufspiel. In den Spielen danach schaffen sie im Schnitt 179,7 Lauf-Yards. Zudem ist der Meister von 2010 in dieser GFL-Saison daheim noch ungeschlagen. So soll es bleiben, auch wenn den Gastgebern mit Wide Receiver Lukas Rehder (Schnittverletzung am Fuß) sowie den Offense Linern Kjell Rieck (Innenbandriss im rechten Knie) und Philipp Tolksdorf (gesperrt) wichtige Akteure fehlen.

 Für alle Fans, die auch heute Nachmittag nicht auf den aktuellen Spiele-Renner „Pokemon Go“ verzichten wollen, bieten die Canes im Kilia-Stadion einen „special service“: Auf dem Gelände gibt zwei Pokestops und eine Arena.

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Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

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