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Ein Duell der Spielmacher auf Augenhöhe

Kiel Baltic Hurricanes Ein Duell der Spielmacher auf Augenhöhe

Es knistert vor dem Spitzenspiel in der German Football League (GFL): Die Topteams der Nordliga, Kiel und Braunschweig, treffen am Sonnabend (Kickoff: 16 Uhr) auf der Kilia-Anlage aufeinander.

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Showdown zwischen Canes und Lions

Quarterbacksack der Kieler Defense

Quelle: Michael Zelter

Kiel/Braunschweig. Dieses Spitzenspiel ist die Begegnung des zweimaligen EFL-Bowl-Champions aus Schleswig-Holstein mit dem amtierenden Eurobowl-Sieger und deutschen Meister aus Niedersachsen. Es wird aber auch das Duell der beiden derzeit erfolgreichsten Quarterbacks im europäischen Football: Braunschweigs Casey Therriault und Kiels Blake Bolles.

Kiel gegen Braunschweig ist aber nicht nur eine Auseinandersetzung zweier europäischer Top-Teams. Canes-Geschäftsführer Gunnar Peter: „Es ist vor allem ein Spiel um den ersten Platz in der GFL-Nordgruppe. Es geht um wichtige Punkte im Kampf um das Heimrecht für die die Playoff-Runde.“ Derzeit rangieren die Hurricanes auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Braunschweiger schoben sich vor 4200 Zuschauern im Eintracht-Stadion auf den Thron mit einem 21:0-Heimerfolg gegen Aufsteiger Hamburg Huskies.

 Keine Frage: Beide Fan-Lager fiebern dem Spiel entgegen. Schon im Vorfeld stehen die beiden Spielmacher im Zentrum des Geschehens. Beide tragen die Nummer 11 auf ihrem Trikot. Auch die Statistik sieht keinen großen Vorteil für eine oder andere Seite. Hurricanes Quarterback Blake Bolles führt derzeit die Liga nach geworfenen Touchdowns (32) und Yards pro Spiel (340,6) an. Casey Therriault, der erst im Juni wieder zu den Lions stieß, absolvierte neben dem Eurobowl-Spiel gegen Schwäbisch Hall bislang erst eine GFL-Partie, in der die Braunschweiger die Dresden Monarchs mit 47:17 deutlich schlugen, nachdem man das Hinspiel noch knapp verloren hatte.

 Vergleicht man jedoch seine Zahlen vom vergangenen Jahr mit denen von Blake Bolles aus 2015, so würde Therriault sich derzeit nach Yards pro Spiel mit 237,6 hinter Bolles auf dem zweiten Rang einordnen. Kiels Spielmacher brachte bislang rund 73 Prozent seiner Pässe an, Therriault fand 2014 mit 69 Prozent seiner Würfe einen Receiver.

 Man sieht, das ist ein Duell auf Augenhöhe. Zudem sind beide Quarterbacks laufstark und können so Raumgewinne für ihr Team erzielen. Mit verantwortlich für die Leistungen der beiden Amerikaner ist auch ihre jeweilige Offenseline, die den Spielmachern den Schutz bietet und somit die nötige Zeit und den Raum zum Agieren gibt. Der Kieler Schutzwall hat in sieben Spielen nur drei Quarterback-Sacks zugelassen, die wenigsten der Liga. Braunschweigs Quarterback ging in sechs Spielen fünf Mal zu Boden.

 Es scheint so, als würde die Tagesform, der Gameplan der Trainer und das Teamwork entscheiden. Und wer von beiden Spielmachern die stärkeren Nerven hat.

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