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Mit heißem Herzen die Löwen bändigen

Canes – Braunschweig Mit heißem Herzen die Löwen bändigen

Das Heimspiel des Jahres, zumindest in der Punkterunde der German Football League, steigt für die Baltic Hurricanes am Sonnabend (Kickoff 16 Uhr, Einlass 14 Uhr), wenn der deutsche Meister Lions Braunschweig ins Kilia-Stadion kommt.

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Keine Chance hat Sharif Bsharat (li. vorn) in dieser Szene aus dem Heimspiel der Baltic Hurricanes am 1. August 2015 (16:42) gegen die Abwehr der Lions Braunschweig.

Quelle: Michael Zelter / Zelter Media Service

Kiel. Geschäftsführer Gunnar Peter, sonst vor jedem Match ähnlich nervös wie zu seinen Zeiten als Wide Receiver der Canes, ist vergleichsweise entspannt: „Gegen den Champion haben wir nichts zu verlieren. Aber wir können jede Menge gewinnen.“

 Das Duell mit dem Rekordmeister (zehn German-Bowl-Siege) ist Abschluss und Höhepunkt der Heimspiel-Trilogie, die mit dem zweiten Match am Hasseldieksdammer Weg innerhalb der Kieler Woche auch ein Novum bereithält. Mit den Erfolgen gegen die Berlin Adler (54:21) und im Nordderby über die Hamburg Huskies (52:49) sind die Gastgeber pflichtgemäß in ihre Football-Festwochen gestartet. Nun folgt die Kür, in der die Canes einen weiteren Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme machen können.

 Doch eine Niederlage wäre keineswegs ein Rückschlag, sondern das „normale Geschäft“ in der GFL-Nordgruppe. Zu dominant treten die Seriensieger von Headcoach Troy Tomlin auf. An der Ausnahmestellung der Niedersachsen ändert auch deren sensationelle erste Saisonniederlage am vergangenen Sonntag bei den Berlin Rebels (24:30) nichts, denn besondere Umstände haben maßgeblich zu dieser Schlappe geführt.

 So fehlten verletzungsbedingt mit Quarterback Grant Enders, Running Back David McCants und Defense Liner Sorie Bayoh drei zentrale Figuren. Sie werden in Kiel voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen. Der übrige Kader erwischte darüber hinaus in der Hauptstadt einfach einen schlechten Tag, während die Rebels die unerwartete Schwäche des Gegners mit Glück und Geschick zu ihrem fünften Saisonsieg nutzten.

 Mit heißem Herzen, aber kühlem Kopf und 100 Prozent Leistung in allen Mannschaftsteilen müssen die Canes am Sonnabend zu Werke gehen. Von den bisherigen 37 Vergleichen haben die Kieler lediglich zehn gewonnen (26 Niederlagen, ein Remis), der letzte Sieg gelang mit dem 42:20 am 1. September 2012 in Braunschweig.

 Ein zentrales Thema war in dieser Trainingswoche die hohe Strafen-Quote, das größte Handicap des Tabellenvierten in der laufenden Saison. „Ich habe zwar keine speziellen Maßnahmen ergriffen, aber versucht, die Spieler für diese Problematik zu sensibilisieren. Die Braunschweiger haben bislang von allen Teams die wenigsten Strafen kassiert, und wir stehen in dieser Statistik ganz unten drin“, erläuterte Headcoach Marcus Herford. „Am Sonnabend wird es darauf ankommen, wer smarter auftritt. Wir dürfen uns durch Strafen und Fehler nicht selbst killen.“

 Seit zehn Tagen schaut sich der 30-Jährige Videos vom Gegner an. „Sie sind derzeit das Top Team in Europa und werden von Troy Tomlin sehr gut gecoacht. Die Mannschaft macht in vielen Situationen das Richtige und nutzt ihre Chancen“, schwärmte Herford. „Sie haben auch Schwächen, aber über die möchte ich natürlich jetzt nicht sprechen.“

 Neben taktischen Überraschungen dürfte für die Canes das Glück zu einem wichtigen Momentum werden. Und vielleicht wird Fortuna ja von der Mutter des Canes-Quarterbacks Logan Schrader verkörpert. Kim Schrader flog am Donnerstag für einen einwöchigen Besuch aus den USA ein, um dem Filius und dessen Team die Daumen zu drücken. Vielleicht hilft’s...

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