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Hurricanes sind zu Gast bei Freunden

Football-Nordderby Hurricanes sind zu Gast bei Freunden

Premiere in der German Football League (GFL). Erstmals kommt es in der höchsten Liga zu einem Aufeinandertreffen der Baltic Hurricanes und den Hamburg Huskies. In der Hansestadt sind die Kieler gegen den Aufsteiger rein von der Papierform in der Favoritenrolle. Das Nordderby steigt am Sonnabend (Kickoff: 17 Uhr) im altehrwürdigen Hammer-Park-Stadion.

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Canes-Zugang Blake Bolles konnte als Quarterback beim Saisonauftakt in Braunschweig nach der Halbzeit überzeugen. Am Sonnabend soll der Ex-Münchner die Huskies aushebeln.

Quelle: Uwe Paesler

Hamburg/Kiel. Zunächst kommen bei diesem Spiel die Erinnerungen an die erste Begegnung beider Teams auf. Es war 2006, als die Canes in der zweiten Liga ebenfalls als hoher Favorit gehandelt wurden. Da liefen die Hamburger noch als Eagles auf. Und dann die Überraschung: Kiel wurde mit 47:41 besiegt. Das Rückspiel endete 35:0 für die Canes. Trotzdem wurde Kiel Zweitligameister. Den zweiten Platz belegten die Hamburger, verpassten aber gegen die Dresden Monarchs den Aufstieg. Gut an die damalige Begegnung erinnert sich Andre Schleemann: „Es war ein spektakuläres Spiel. Wir bekamen das Laufspiel der Hamburger nicht unter Kontrolle.“ Damals stand der heute 47-Jährige in Diensten der Canes. Nunmehr ist er seit drei Jahren Headcoach bei den Huskies, ist aber weiterhin zahlendes Mitglied bei den Hurricanes.

 In der Zwischenzeit stehen sich zwei völlig neustrukturierte Teams gegenüber. Dazu zwei nackte Zahlen: Auf Seiten der Schlittenhunde stehen 14 Spieler aus dem Canes-Kader der vergangenen Saison. Im Kader der Hurricanes sind 13 Hamburger Jungs aufgelistet. Allein deshalb dürfen sich die Football-Fans auf eine Begegnung voller Emotionen freuen. Schleemann setzt derweil auf einen optimistischen Weg: „Wir sind klarer Außenseiter. Ich hoffe aber, dass wir lange im Spiel bleiben. Wir werden um jeden Zentimeter kämpfen. Manchmal schlägt an besonderen Tagen ja die Form die Klasse.“ Die Zugänge aus Kiel stimmen ihn zuversichtlich. Angeführt wird die Liste von Nationalspieler Robin Fensch und Daniel Laporte, die beide die Offenseline verstärken. Und dann kam aus Braunschweig von den Lions noch Nationalspieler Dominic Hanselmann. Der Passempfänger soll das Lederei von Spielmacher Reggie Langford aufnehmen.

 Von Kieler Seite müssen sich die Schlittenhunde allerdings auf ein Feuerwerk im Luftkampf einstellen. Bereits zum Saisonauftakt in Braunschweig bei der 28:38-Niederlage gegen die Lions konnte das Team von Canes-Cheftrainer Stephen Parker mit Quarterback Blake Bolles nach der Halbzeit überzeugen. Die Wide Receiver Colin Harms, Benedikt Englmann, Philipp Schulz und die Allzweckwaffe Tyler Davis hebelten den deutschen Meister geradezu aus. Bei einer ähnlichen Leistungssteigerung könnten die Canes der Favoritenrolle gerecht werden. Ein Nachteil für Parker und seinen Trainerstab: Es liegen nur Video-Aufnahmen von Spielen aus dem Vorjahr des Gegners vor. Die Huskies konnten dagegen den Gegner schon in Braunschweig studieren.

 Auf eine Hilfe von den Rängen glaubt derweil Canes-Pressesprecherin Bettina Büll: „Unsere Fans sind eine große Unterstützung für das Team. Darauf setze ich auch in Hamburg.“ Zur Erinnerung: Beim Sieg im Futterhaus-Cup bei den Elmshorn Pirates vor drei Wochen feuerten nahezu 900 Kieler Fans die Canes an. Das Match bei den Huskies könnte somit für Canes abermals zu einem Heimspiel mutieren.

 Tickets (8 Euro regulär, 6 Euro emäßigt) gibt es heute in der Canes-Geschäftsstelle (16 bis 18 Uhr) in der Einsteinstraße 1.

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