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Nationalspieler Dohrendorf außer Gefecht

Schienbeinkopf des Canes-Akteurs angebrochen Nationalspieler Dohrendorf außer Gefecht

Spiele gegen die Dresden Monarchs stehen für die Baltic Hurricanes immer unter einem besonderen Vorzeichen. Vor einem Jahr gewannen die Kieler in Dresden und verloren daheim.

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Julian Dohrendorf (82) wird vom Dresdner Linebacker Lamar Myles hart gestoppt. Dabei verletzte sich der Kieler.

Quelle: Pohl

Dresden/Kiel. Vor einer Woche gewannen die Canes an der Elbe mit 28:17. Nun steht in der German Football League (GFL) das Rückspiel am Sonnabend (Kickoff 15 Uhr) im Holsteinstadion auf dem Programm, und die Kieler müssen auf ein Ass verzichten: Julian Dohrendorf ist schwerer verletzt, als zunächst befürchtet.

Gestern Nachmittag kam aus der Führungsetage der Canes die bittere Nachricht. „Der Schienbeinkopf ist angebrochen“, berichtete Canes-Pressesprecherin Bettina Büll. Zugezogen hat sich der Wide Receiver die Verletzung, als ihn der Dredner Linebacker Lamar Myles am vergangenen Sonnabend im Hinspiel hart attackierte. Der Nationalspieler wird wohl einige Wochen ausfallen. Gegen die Dresden Monarchs und bei Berlin Adler sowie in Düsseldorf bei den Panthern wird er nicht dabei sein.

Ungeachtet dessen gehen die Vorbereitungen in beiden Teams weiter. Dresdens Assistant-Coach Robert Cruse erinnerte sich an das Vorjahr: „Im zweiten Spiel ging es für Kiel um nichts mehr. Sie waren schon für die Playoffs qualifiziert. In dieser Saison sieht es anders aus. Wir haben ordentlich im eigenen Stadion dagegengehalten. Kiel spielte mit viel Selbstbewusstsein das einstudierte Programm herunter. Wir waren weniger überzeugt von einem Sieg als Kiel. Wir haben uns gegen einen starken Gegner mental ergeben.“

Lange diskutierten die Trainer um Headcoach Gary Spielbuehler vor einer Woche auf dem Feld im Heinz-Steyer-Stadion. Cruse: „Die Erlebnisse sind dann noch frisch. Der Austausch war sehr lebhaft.“ Die Video-Analyse am Montag ergab weitere Aufschlüsse. „Es war für uns mehr möglich. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht.“ Hinzu kamen zwei vergebene Fieldgoals von Jan Hilgenfeldt, womit sechs Punkte liegen gelassen wurden.

Pech hatten die Elbstädter aber auch. Center Sadek Tiab, der Mittelmann in der Offenseline, verletzte sich. Auch sein Nachfolger Robert Kühn schied angeschlagen aus und wurde durch seinen Bruder Alexander ersetzt. „Dadurch ging unser Spielfluss auch verloren“, sagte Cruse und ergänzte: „Alle sind in Kiel wieder dabei.“

Aber auch die Klasse von Jeff Welsh bereitete den „Monarchen“ viele Probleme. Die Pässe des Kieler Spielmachers riss die Dresdner Abwehr einige Male auseinander. „Jeff ist unglaublich. Ein kompletter Spielmacher. Seine Erfahrung ist für die Canes Gold wert“, urteilt der ehemalige Kieler Passempfänger Hemaseh Heidary, der jetzt für Dresden das Lederei fängt.

In Kiel rechnen sich die Monarchs eine gute Chance aus. „Es müssen alle Dinge zusammenpassen, dann ist ein Sieg möglich“, erklärte Cruse. Das Laufspiel über Runningback Larry Croom und den frech aufspielenden Quarterback Warren Smith überraschte die Canes jedenfalls einige Male.

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