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Baltic Hurricanes treffen auf Orkan aus Frankfurt

Playoff-Viertelfinale Baltic Hurricanes treffen auf Orkan aus Frankfurt

So eine Performance hat noch kein Aufsteiger in der German Football League hingelegt. Das Team von Frankfurt Universe hat auf Anhieb den zweiten Platz in der GFL-Südgruppe erreicht. Lohn ist das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale am Sonnabend (19 Uhr, Volksbank-Stadion) gegen die Kiel Baltic Hurricanes.

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Auch leichtathletische Fähigkeiten zeichnen den Frankfurter US-Quarterback Marcus McDade (links oben) aus, der einen Kader mit insgesamt 24 Neuzugängen anführt.

Quelle: imago

Frankfurt/Kiel. Zufall ist die Stärke der Frankfurter keineswegs. Der Vermarkter Matthias Mämpel übernahm nach der Spielzeit 2014 den Betrieb der ersten Herrenmannschaft, sicherte das Spielrecht im Volksbank-Stadion und reanimierte die Fangemeinde des Vorgängerklubs Frankfurt Galaxy, indem er das Team unter selbigen Namen und Logo auflaufen ließ. Ein umstrittenes Projekt, da die Verwendung des Namens Galaxy rechtlich nicht abschließend geklärt worden war. Dennoch wurde in den Kader investiert; die Folge war der direkte GFL-Aufstieg im vergangenen Jahr sowie eine Kooperation mit Samsung. Das Engagement des südkoreanischen Weltkonzerns war ein Urknall, nicht nur für den Klub, sondern für die gesamte GFL. Denn so großzügig wie der Elektronik-Riese ist noch kein Unternehmen in den deutschen Football eingestiegen.

Konflikt um die Namensrechte

Zwar entbrannte danach zwischen Stammverein und Vermarktungsgesellschaft noch einmal ein Konflikt um die Namensrechte, der jedoch beigelegt werden konnte. Mit einer neuen Vermarktungsgesellschaft, dem Namen Universe, dessen Rechte an Samsung verkauft wurden, ging es in die Saison 2016. Das Großsponsoring der Asiaten ermöglichte den Frankfurtern Spieler-Transfers, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Ein neuer Player um den Meistertitel ist da, dem die renommierten Traditionsvereine mit einer Mischung aus Respekt und Ratlosigkeit begegnen.

Nachdem „Samsung Frankfurt Universe“, so der offizielle Klubnahme, zu Saisonbeginn 24 neue Spieler, davon 20 mit GFL- oder gar internationaler Erfahrung, verpflichtet hat, liest sich der Kader von Headcoach Markus Grahn wie ein Auszug aus dem „Who is Who“ des europäischen Spitzenfootballs. Im EFL Bowl gelang bereits der erste Titelgewinn. In der Punkterunde der GFL Süd fuhren die Frankfurter nach der knappen Auftaktniederlage in Schwäbisch Hall zwölf Siege in Folge ein, erst im letzten Spiel sicherten sich die Unicorns, neben Meister Lions Baunschweig der „natürliche“ Kandidat auf den German Bowl, Platz eins in der Abschlusstabelle – vor nicht weniger als 7416 enthusiastischen Zuschauern im Volksbank-Stadion. Da kommt ein Orkan auf die Kiel Baltic Hurrricanes zu.

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GFL
Foto: Quarterback Logan Schrader bringt sich in Position.

So richtig glanzvoll war es nicht, was die Kiel Baltic Hurricanes bei ihrem finalen Auftritt in der Punktrunde der German Football League (GFL) im Benrather Stadion mit ihrem 27:9 (14:0, 7:9, 6:0, 0:0) Sieg bei den Düsseldorf Panther ablieferten: Doch eine Football-Feuerwerk stand auch nicht auf der Agenda.

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