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Von den Überfliegern überrollt

Rugby Von den Überfliegern überrollt

Die FT Adler Kiel scheiterte im Gipfeltreffen der Zweiten Rugby-Bundesliga an den Überfliegern der SG Odin/Döhren, die sich nachdrücklich als die Unschlagbaren präsentierten und den Förde-Ruggern auf dem Professor-Peters-Platz beim 37:8 (13:3) die Grenzen aufwiesen.

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Die FT Adler unterlagen dem SG Odin.

Quelle: Foto: Uwe Paesler

KIEL. Es war das erwartete knallharte Duell zweier ehrgeiziger Teams: Die Platzherren wollten ihren Adlerhorst wie im Vorjahr zur uneinnehmbaren Festung machen, ihrem Anhang Grund zum Feiern geben und in der Tabelle einen Sprung nach vorn machen. Die Gäste hatten einen Sieg mit sämtlichen Bonuspunkten auf der Agenda, um ihre solide Führung weiter auszubauen. „Jungs, mit Herz! Wir wollen nach oben!“ schallte es knapp vorm Ankick aus dem SG-Spieler-Rudel in den strömenden Regen. Und es begann perfekt für die Recken aus Hannover: Ein Kieler Defense-Blackout bescherte ihnen mit dem ersten Ballbesitz die sofortige Führung. „Welch ein Fehlstart“ schimpfte Pressesprecher Ingmar Jaschok. Doch für Diskussionen war keine Zeit; es hieß, Ärmel aufkrempeln und zeigen, dass man in Kiel kämpfen kann.

Jens Drewes hat den Rugbyball.

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Allerdings stand da ein außergewöhnlich starker Gegner gegenüber, auf sämtlichen Positionen exzellent besetzt, eine eingespielte Elite aus dem großen Spielerreservoir Hannovers, viele mit Erstliga-Erfahrung. Spielertrainer Rafael Pyrasch gehört gar zum Nationalkader und gab eine blendende Vorstellung. Die Adler gaben auch ihr Bestes, konnten die Partie nach dem 0:8 (6.) offen gestalten und brachten Odin/Döhren etliche Male in Schwierigkeiten. Daniel Michel (15.) verwandelte einen Strafkick, das gab Auftrieb. Aber der Favorit zeigte seine Qualitäten nicht allein in der Abwehr. „Odin macht das Spiel breit, denn außen bieten sich bei Kiel Lücken“, beschrieb Stadionsprecher Philipp Eigenbrod exakt das Geschehen. Tatsächlich, kamen die schnellen SG-Außen erst ins Laufen, herrschte Alarm in der Adler-Verteidigung. Nach Zuordnungsproblemen hieß es 3:13 zur Pause. In Hälfte zwei versuchte Kiel den Ball zu kontrollieren, hielt bei den Gedrängen besser dagegen und spielte saubere Gassen – kam aber nicht in die Nähe des Odin-Malfelds. Hannover baute den Vorsprung weiter aus, ehe endlich eine FT-Offensive zündete. Nach einer gewonnenen Gasse bei 16 Metern brach Christian „Würfel“ Droll durch und legte den Ehrenversuch zum 8:25.

Coach Torsten Weise bescheinigte seinem Team eine Top-Abwehrleistung: „Wir haben die Partie lange Zeit offengehalten, aber die besondere Klasse der Gäste hat sich durchgesetzt. Die sind mit ihrem Ausnahme-Kader in der Lage, ein durchschlagendes System zu spielen, alle Achtung!“

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