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Säbelrasseln der Monarchen

Canes treffen auf Dresden Säbelrasseln der Monarchen

Die Dresden Monarchs zählen in der German Football League (GFL) zu den unberechenbaren Größen. Besonders bei Heimspielen laufen die Königlichen immer wieder zur Höchstform auf.

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Baltic Hurricanes, hier Trevar Deed und Julian Dohrendorf (re.), wollen auch in Dresden gewinnen.

Quelle: pae

Kiel. Die Baltic Hurricanes haben sich deshalb auf einen harten Kampf am Sonnabend (Kickoff 15 Uhr) im Heinz-Steyer-Stadion vorbereitet.

 Von den Zahlen her sollten die Kieler die Favoritenrolle einnehmen. Im Ranking von football-aktuell (Stand: 3. Juni) nehmen die Hurricanes den ersten Platz in Deutschland ein. Die Monarchs sind auf dem achten Rang zu finden. Auch die Dresdner Vereinsführung sieht Vorteile beim deutschen Vizemeister. „Kiel ist die größte Herausforderung in der Liga. Wir sind gut vorbereitet und wollen die Hurricanes jagen“, erklärte Jörg Dreßler, Geschäftsführer der Monarchs, und rasselte im Vorfeld schon einmal mit dem Säbel. Robert Cruse, hinter Headcoach Gary Spielbuehler der zweite Mann im Trainerstab, betonte: „Wir dürfen nicht schnell in Rückstand geraten und müssen lange das Spiel offen halten. Dann haben wir eine Chance. Der Druck liegt bei Kiel. Wir gehen ganz locker an die Sache heran.“

 Selbstvertrauen haben die Dresdner beim 34:10-Heimsieg gegen die Düsseldorf Panther getankt. Das erste Spiel gegen die Rheinländer ging noch klar mit 14:40 verloren. Was geschah in den drei Wochen zwischen beiden Spielen? Zunächst schickten die Trainer den Quarterback Nick Hardesty über den großen Teich in die USA zurück. Dafür wurde Warren Smith aus Amerika eingeflogen. Cruse: „Das war ein Glücksgriff“. Richtig. Das Passspiel klappte wieder. Der Ex-Kieler Hemaseh Heidary fing das Lederei und trug das Spielgerät gegen Düsseldorf zu zwei Touchdowns. „Unser Laufspiel ist aber noch ausbaufähig“, ergänzt Cruse.

 Den Canes-Verantwortlichen um Cheftrainer Patrick Esume ist dies alles bekannt: „Es gibt keine Geheimnisse. Wir wissen um den sehr mobilen neuen Quarterback. Das Team ist nach dem jüngsten Sieg motiviert.“ Ihm bereiten ganz andere Dinge große Sorgen. Das Lazarett der Hurricanes ist mit zehn Spielern überfüllt. Besonders schwer hat es die Offenseline getroffen. Center Oliver Beeck fällt weiter mit einer Knieverletzung aus. Für ihn sprang zuletzt Ex-Nationalspieler Marten Töwe ein. Der Zweimeter-Riese ist in Dresden wieder auf der Mittelposition gesetzt. Dann zog sich Robin Fench beim Heimsieg gegen die Braunschweig Lions ebenfalls eine Knieverletzung zu. Für ihn kommt Philipp Calderon zum Einsatz. Der 35-Jährige spielte im Vorjahr noch bei den Hamburg Blue Devils.

 Kiel reist jedenfalls mit einem Rumpfteam in die Elbmetropole. „Viele Spieler bekommen als Starter eine Chance. Die müssen sie jetzt nutzen“, hofft Esume. Zudem verfügen die Canes ja noch über bewährte Kräfte. Die Dohrendorf Brüder Philipp und Julian sowie Jamal Smith könnten als Wide Receiver im Luftkampf eine entscheidende Rolle einnehmen. Und beim Laufspiel haben die Canes mit Trevar Deed noch ein echtes Ass in der Hand.

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