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Spannungsgeladener Krimi gegen die Lions

Kiel Baltic Hurricanes Spannungsgeladener Krimi gegen die Lions

Die Kiel Baltic Hurricanes haben für eine weitere Sensation in der Nordgruppe der German Football League gesorgt. Eine Woche nach der 24:30-Niederlage bei den Berlin Rebels kam der deutsche Meister und turmhohe Favorit Lions Braunschweig nicht über ein 10:10 (7:0, 3:0, 0:0, 0:10) hinaus.

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Die Canes (hier ein Archivbild) trennten sich 10:10 von den Lions.

Quelle: Sonja Paar (Archiv)

Kiel. In einem von Dauerregen geprägtem Match in Kiel, das beiden Angriffsreihen ein effektives Passspiel nahezu unmöglich machte, dominierten die Abwehrformationen, die ihrem Ruf als zwei der besten in Deutschland eindrucksvoll bestätigten. Insbesondere die Defense der Canes zeigte eine Woche nachdem sie gegen die Hamburg Huskies 49 Gegenpunkte kassiert hatten gegen den frischgebackenen Champions-League-Sieger ihre beste Saisonleistung. Zudem wurden die Gastgeber für ihre glänzende Moral mit einem Punkt belohnt. Auch beim 0:10-Rückstand zu Beginn des Schlussviertels glaubte die Mannschaft von Headcoach Marcus Herford an ihre Chance und machte aus den letzten zwölf Minuten einen spannungsgeladenen Krimi, über den die 1887 Zuschauer noch lange sprechen werden.

Obwohl die Offense der Lions nach ihrem verletzungsbedingten Handicap von Berlin in Kiel wieder in Bestbesetzung antreten konnte, entwickelte das Team um Quarterback Grant Enders nicht jene Durchschlagskraft, die den nationalen Champion der vergangenen drei Jahre zur besten Mannschaft Europas gemacht hat. Das lag auch am Wetter, doch in erster Linie an der famos agierenden Abwehr der Platzherren. Dennoch kamen die Niedersachsen durch einen Touchdown von Christian Bollmann nach 10-Yards-Pass von Enders und einem Zusatzversuch von Tobias Goebel zur frühen 7:0-Führung, die ebenfalls Goebel per 22-Yards-Fieldgoal im zweiten Quarter auf 10:0 ausbaute.

Doch das war's für die Löwen. Nach punktlosem dritten Viertel hatte kurz nach Beginn des Schlussdurchgangs Running Back Chris McClendon seinen großen Moment: Der Amerikaner wurde bei seinem kraftvollen 7-Yards-Lauf von seinen eigenen Offense Linern in einem undurchschaubaren Pulk in die Endzone der Lions gedrückt.

Dieser „kollektive“ Touchdown war das Fanal für die Gastgeber, noch einmal alle offensiven Kräfte freizusetzen. Gegen die von Quarterback Logan Schrader variabel inszenierten Spielzüge wehrten sich die Braunschweiger mit dem Mute der Verzweiflung lange erfolgreich. Doch als Defense Captain Thiadric Hansen 21 Sekunden vor Schluss ein umjubeltes Fieldgoal über 28 Yards gelang, war die Überraschung und der hoch verdiente Punkt für den Meister von 2010 perfekt.

„Ich bin so, so stolz auf die Jungs, besonders auf die Defense. Und der Touchdown von Chris McClendon war der Wendepunkt in diesem mitreißenden Spiel“, sagte Marcus Herford begeistert. „Wir haben heute gezeigt, das wir mit jedem Team in der GFL mithalten können.“    

Kiel Baltic Hurricanes – Lions Braunschweig 10:10 (0:7, 0:3, 0:0, 10:0)

1. Quarter: 0:7 Touchdown (TD) Bollmann nach 10-Yards-Pass von Enders, Zusatzversuch (PAT) Goebel.

2. Quarter: 0:10 Fieldgoal (FG) Goebel über 22 Yards.

3. Quarter: keine Punkte.

4. Quarter: 7:10 TD McClendon nach 7-Yards-Lauf, PAT Hansen; 10:10 FG Hansen über 28 Yards.

Hauptschiedsrichter: Mats Schwieger (Hamburg) – Zuschauer: 1887.

 

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