16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Zum letzten Mal in Liga vier

VfR Neumünster Zum letzten Mal in Liga vier

Saison-Kehraus beim VfR Neumünster. Am Schlussspieltag der Fußball-Regionalliga erwartet der Tabellenvorletzte morgen (19.30 Uhr) ohne Aussicht auf Verbesserung die auf Rang sieben platzierte Eintracht aus Norderstedt. Der Eintritt zum vorerst letzten Viertligaspiel der Veilchen ist frei.

Voriger Artikel
Hurricanes rupfen Alphen Eagles
Nächster Artikel
Canes fahren als Favorit nach Berlin

VfR-Schlussmann Ole Springer packt sicher zu. Ob er auch kommende Saison in Neumünster spielt, ist offen.

Quelle: Jörg Lühn

Neumünster. Zu gern hätten die Neumünsteraner ein Endspiel um den Klassenerhalt gehabt. Nach dem 0:3 in Goslar ist der Traum von der weiteren Zugehörigkeit aber jäh geplatzt. Die Mannschaft möchte sich achtbar verabschieden. „Wir wissen, dass wir gerade zu Hause wenig begeistern konnten“, sagte VfR-Schlussmann Ole Springer. Der 23-Jährige stand in allen 33 Spielen zwischen den Pfosten, blieb siebenmal ohne Gegentor. Zehnmal führte er den VfR als Kapitän aufs Feld. „Wir haben gefightet und waren sicher nicht so unterlegen, wie es die Anzahl der Niederlagen ausdrückt“, sagte Springer.

Nachteilig für den VfR wirkte sich in der Rückrunde die Punktebilanz der Kellerkinder Rehden (31 Punkte), Lüneburg (21), Cloppenburg (20) und Goslar (19) aus. Obwohl der VfR in der zweiten Saisonhälfte mit 17 Zählern mehr Punkte holte, als Hannover 96 II und der Hamburger SV II – jeweils 16 – half das nicht. Kurios: Die zweite Mannschaft des HSV kann sogar noch Meister werden.

Vielen VfR-Anhängern stellt sich die Frage: Wie geht es an der Geerdtsstraße weiter? Am Dienstagabend saßen Trainer und Vorstand lange zusammen. „Es folgen Gespräche mit den Spielern, danach werden wir uns neu ausrichten“, sagte VfR-Trainer Thomas Möller.

Für Top-Torjäger Christopher Kramer (14 Tore, elf Vorlagen) kommt das zu spät. „Ich finde es schade, dass vorher mit mir nicht gesprochen wurde. Ich war jetzt fünf Jahre beim VfR. Die ersten drei waren viel besser als die letzten zwei“, sagte der 25-Jährige. Das riecht nach Abschied. Zum jetzigen Zeitpunkt hat kein Spieler den Kontrakt verlängert. „Ich habe noch keine Entscheidung getroffen“, sagte Springer. Ein Verbleib sei dabei nicht kategorisch ausgeschlossen. Mit Paul Falk rückt ein Nachwuchsspieler aus der eigenen U19 in die Liga auf, während dessen Mitspieler Levi Krämer sich dem SH-Ligisten TuS Hartenholm anschließt.

Trainer Möller wünscht sich, dass sich seine Spieler morgen im Schaufenster Vierte Liga noch einmal vernünftig zeigen. Es wurde nur einmal trainiert. „Der eine oder andere Spieler war auf Jobsuche“, sagte der 47-Jährige.

Kapitän Patrick Nagel und Gentian Durak, die eine Gelbsperre absitzen, fehlen. Dazu ist Durak von Möller nach einer Disziplinlosigkeit aus dem Kader ausgeschlossen. Rotgesperrt muss Abwehrspieler Bodo Bönigk zusehen. Hannes Schäfke, dessen Gelbsperre abgelaufen ist, sowie Kevin Pino Tellez kehren vermutlich zurück. Letzterer soll mit dem TSV München 1860 II (Regionalliga Bayern) einig sein.

Dass der VfR auf einen letzten ganz kleinen Rettungsanker setzt, belegt die Verzweiflung. Mit einem Zweitligaabstieg des FC St. Pauli und einem Aufstieg des Regionalliga-Nord-Meisters bliebe der Klub viertklassig. Dazu Kramer: „Die Chance beträgt höchstens ein Prozent.“ör

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige