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Holstein Kiel kopiert sich selbst

0:0 gegen RW Erfurt Holstein Kiel kopiert sich selbst

Fußball-Drittligist Holstein Kiel kopiert sich zum dritten Mal in Folge selbst: Wie beim 0:0 in Wiesbaden und beim 1:1 in Münster verschenkten die Störche auch am Sonnabend zwei Punkte. Diesmal vor heimischer Kulisse. Das enttäuschende 0:0 vor 4456 Zuschauern hätte nur einen Sieger verdient gehabt: Holstein Kiel!

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Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Doch ohne kollektive Effektivität, ohne kaltschnäuzigen Knipser keine Normalität. Ohne die Qualität im Abschluss trotz spielerischer Dominanz keine Spitzenränge. Wieder ließen die ersatzgeschwächten Nordlichter Riesenchancen durch Dominick Drexler (21.), Tim Siedschlag (35.) und Dominik Schmidt (70.) aus. In einer Partie, in der in der zweiten Halbzeit die Kugel nur in Richtung des Erfurter Gehäuses rollte. Doch 10:3 Ecken, zwölf Freistöße aus der Halbdistanz oder aus zentraler Position brachten keinen Ertrag. Auch die Überzahl – Christoph Menz sah in der 77. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte – half nicht.

Das sind die Bilder der Partie Holstein Kiel gegen Rot-Weiß Erfurt.

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Zu allem Überfluss hob Schiedsrichter-Assistent Christian Meermann beim Treffer von Rafael Czichos (85.) zum Zeichen der Abseitsstellung die Fahne. Dass Holsteins Führungskraft Dominic Peitz wegen angeblichen Ball-Wegschlagens von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus noch die fünfte Gelbe Karte kassierte und damit nach der anstehenden Länderspielpause beim schweren Gang zum Chemnitzer FC gesperrt ist, passte zur Ergebnis-Tristesse dieses nasskalten Nachmittags.

Markus Anfang: "Das frustriert"

Erneut hatten die Störche den auf dem Silbertablett servierten Sprung auf Tabellenplatz drei ignoriert. Selbst Holstein-Cheftrainer Markus Anfang konnte seine Gefühle nicht mehr verbergen: „Das Resultat heute frustriert ein bisschen. Dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben, nimmt einen mit.“ Die Gäste hatten in Durchgang eins noch annähernd auf Augenhöhe agiert und nach der Pause auch den einzigen Schuss der gesamten Begegnung auf das KSV-Tor abgefeuert (Bergmann-Freistoß/57.). Doch wie sich das Team von Stefan Krämer letztlich zum Remis gemogelt hatte, ließ dem Kieler Anhang die Haare zu Berg stehen: Zahllose Fouls, defensive Leidenschaft, Spielverzögerungen nach alt-italienischem Muster. Bestraft wurde der Fußball-Stolz Thüringens dafür nicht.

Steven Lewerenz, Holsteins Top-Torschütze der vergangenen Serie, hätte für die Erlösung aus Kieler Sicht sorgen können. Doch der Flügelspieler war für die Partie aus disziplinarischen Gründen suspendiert worden. In ähnlich gelagerten Fällen war bei anderen Klubs die Strafe für den „Übeltäter“ mit dem Ausschluss für ein Spiel abgebüßt. Wann die Begnadigung für Lewerenz erfolgt, ließ Anfang dagegen offen. „Steven hat alles selbst in der Hand“, so der Coach, der in diesem Fall erst nach Rücksprache mit den Kollegen aus dem Trainerstab der Störche eine Entscheidung treffen will.

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