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Störche schaffen Klassenerhalt

1:0-Sieg gegen VfB Stuttgart II Störche schaffen Klassenerhalt

Holstein Kiel besiegt den VfB Stuttgart II mit 1:0 (0:0). Damit ist der Klassenerhalt für die Störche geschafft. Den späten Treffer erzielte in der 89.Minute Steven Lewerenz.

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Steven Lewerenz sorgt für den Klassenerhalt der Störche.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Auftrag erfüllt, Klassenerhalt gesichert: Steven Lewerenz (89.) beseitigte mit seinem späten Treffer zum hochverdienten 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart II allerletzte Zweifel, Holstein Kiel (seit sieben Spielen in Folge ungeschlagen) spielt auch in der kommenden Saison in der Dritten Fußball-Liga. Der schwäbische Bundesliga-Unterbau steigt derweil definitiv in die Regionalliga ab.

 Die Gastgeber kontrollierten auf dem tiefen und rutschigen Rasen das bisweilen zähe Geschehen im ersten Durchgang in professioneller Manier. Gestatteten den tapfer kämpfenden, aber insgesamt harmlosen Schwaben bis auf eine Halbchance von Max Besuschkow (35.) nichts. Bewiesen im eigenen Spielaufbau Geduld, zeigten mitunter gar gute Kombinationsansätze. Wohlan, es fehlte der letzte Zug zum gegnerischen Gehäuse, die allerletzte Durchschlagskraft.

Hier finden Sie Bilder von der Partie Holstein Kiel gegen den VfB Stuttgart II.

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Trotzdem kam Steven Lewerenz nach einer feinen Ballstafette nach 15 Minuten zum ersten Kieler Hochkaräter. Sein Kopfball aber knallte gegen das Aluminium, der Nachschuss von Tim Siedschlag flog am Tor des Tabellenletzten vorbei. Noch größere Defizite im Abschluss offenbarte Mathias Fetsch (34.), der nach Pass von Saliou Sane allein vor VfB-II-Keeper Benjamin Uphoff scheiterte. Den Abstauber zirkelte Fabian Schnellhardt über das verwaiste Gehäuse der Stuttgarter.

Nach der Pause legten die Störche noch eine Schippe drauf, erhöhten das Tempo, wollten mit Macht die vierte Nullnummer in Serie verhindern. Mussten allerdings auf der Gegenseite froh sein, dass Niklas Jakusch (54.) per Flugparade nach einem Drehschuss von Prince Osei Owusu klären konnte. Vier Minuten später gab’s den nächsten Aufreger im Strafraum der körperlich und mental mehr und mehr abbauenden Stuttgarter. Schiedsrichterin Riem Hussein hatte eine Abwehraktion von Stephen Sama nicht als Handspiel geahndet. 120 Sekunden später schepperte ein 25-m-Knaller von Siedschlag an die Querlatte. Kurz darauf schien der Bann dann endlich gebrochen. Tobias Rathgeb hatte den kurz zuvor eingewechselten Marc Heider gefoult, Riem Hussein zeigte auf den Punkt. Rafael Czichos (63.) lief an, doch Uphoff parierte zum Entsetzen des Kieler Anhangs den Strafstoß des KSV-Kapitäns.

Den Kontrast zu diesem Frust erlebte kurze Zeit darauf Milad Salem. Der Kieler Neuzugang des vergangenen Sommers feierte nach auskuriertem Kreuzbandriss als 20-Minuten-Joker seine Drittliga-Premiere im KSV-Trikot. Und weil’s grad so schön war, lieferte Lewerenz (89.) mit seinem von Daniele Gabriele abgefälschten 14-m-Schuss zum Last-Minute-Siegtreffer auch noch die Steilvorlage für die finale Partystimmung auf dem Feld und auf den Rängen. „Toll, dass wir die Klasse gehalten haben. Jetzt haken wir diese Saison ab - volle Konzentration auf die nächste. Wir müssen uns so verstärken, dass wir im oberen Tabellendrittel mitspielen“, richtete Holstein-Präsident Roland Reime schon kurz nach dem Abpfiff den Blick in die Zukunft. Auch Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel schnaufte erst einmal durch: „Für uns ein emotional wichtiges Spiel. Das wir uns mit einem Sieg absichern und nicht die Hilfe der Konkurrenz benötigen.“    

Holstein Kiel – VfB Stuttgart II 1:0

Holstein Kiel: Jakusch – Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann – Lewerenz, Siedschlag (70. Salem), Kegel, Schnellhardt – Sane (59. Heider), Fetsch (79. Schäffler).

VfB Stuttgart II: Uphoff – Kirchhoff, Sama, Peric, Celik (83. Grbic) – Owusu (57. Ferati), Lovric (70. Gabriele), Rathgeb, Elva – Besuschkow, Grüttner.

Schiedsrichterin: Riem Hussein (Bad Harzburg) – Tor: 1:0 Lewerenz (89.) – Zuschauer: 4533 – Gelbe Karten: Sigurbjörnsson, Heider/Celik – Besonderes Vorkommnis: Uphoff pariert Foulelfmeter von Czichos (63.).

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Minimalziel erreicht, Klassenerhalt gesichert – kein Grund zur Euphorie beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, aber immerhin ein Fakt zum kurzzeitigen Durchatmen nach einer in dieser Form überraschenden Achterbahn-Saison.

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