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Sprüh-Attacke auf Holsteins Klubgelände

Anzeige gegen Unbekannt Sprüh-Attacke auf Holsteins Klubgelände

Die Verärgerung und der Protest der Fans von Holstein Kiel haben nach der 0:1-Niederlage im Landespokal-Derby am Sonnabend in Lübeck eine neue Dimension erreicht. In der Nacht zu Sonntag besprühten Unbekannte viele Fassaden und Glasscheiben auf dem Areal mit Schmähungen.

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Die Sprüh-Schmähungen auf den Mauerwerken des Klubgeländes (Foto oben) muss eine Spezialfirma entfernen. Auch der Storch auf dem Info-Mobil war „angeschmiert“

Quelle: Jan-Phillip Wottge

Lübeck/Kiel. „Bei allem Verständnis für die berechtigte Unzufriedenheit der Fans wurde hier eine Grenze überschritten. Das können und werden wir nicht hinnehmen“, sagte der Kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schwenke am Sonntag. Der Verein hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Polizei bittet mögliche Augenzeugen, sich zu melden.

 Die Holstein-Profis trafen sich am Sonntag wie immer nach einem Spiel zum Auslaufen, zur Pflege oder zum Krafttraining und waren ebenfalls entsetzt über die Straftaten, deren Ausgangspunkt die Pokal-Vorstellung der Spieler tags zuvor beim VfB Lübeck war. Sie beteiligten sich (mehr oder weniger freiwillig) an den Reinigungsarbeiten, die allerdings nur an den betroffenen Glasscheiben unproblematisch waren. „Für die wesentlich aufwändigere Beseitigung des Sprühlacks auf den Fassaden haben wir eine Spezialfirma engagiert“, ergänzte Schwenke.

 Beim Spiel am Sonnabend war es weitgehend ruhig geblieben. Zwar verzögerte sich der Anpfiff um 19 Minuten, weil sich Lübecker Fans gewaltsam Zugang zu den gesperrten Tribünenblöcken verschaffen wollten. Auch während der ersten Halbzeit wurden fünf Hooligans festgenommen, als es zwischen dem Heim- und dem Gästeblock zu Auseinandersetzungen kam. Nach dem Abpfiff verließen die Kieler Fans jedoch zügig und ohne weitere Vorkommnisse das Stadion.

 Am Freitag hingegen hatten rund 50 Kieler Risikofans gegen 22 Uhr in einem Innenstadt-Lokal randaliert. Durch ein Großaufgebot an Polizeikräften konnte die Gruppe gestellt werden, wobei die eintreffenden Beamten mit Flaschen beworfen wurden. Die Einsatzkräfte setzten Pfefferspray ein und beruhigten die Lage. Sämtliche Mitglieder der Gruppe, deren Personalien festgestellt wurden, waren mit privaten Autos nach Lübeck gekommen. Die Polizei sprach gegen sie Platzverweise und Aufenthaltsverbote für die Stadt Lübeck am Spieltag aus. Anschließend wurde die Gruppe zu ihren Fahrzeugen begleitet, die die Lübecker Polizei bis nach Bad Segeberg eskortierte. Daran waren insgesamt 23 Streifenwagen beteiligt. Die beiden Fangruppen aus Lübeck und Kiel trafen am Freitag nicht aufeinander. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren u.a. wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung ein.

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Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

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