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Holstein Kiel gewinnt beim 1. FC Magdeburg

1:0 (1:0) - Auswärtssieg Holstein Kiel gewinnt beim 1. FC Magdeburg

Fußball-Drittligist Holstein Kiel ist der nächste Paukenschlag im Kampf um den Klassenerhalt gelungen. Mit 1:0 (1:0) gewannen die Störche am Sonntag vor 16.446 Zuschauern beim 1. FC Magdeburg. Sie schafften damit nicht nur den zweiten Sieg in Folge, sondern sorgten auch zum zweiten Mal binnen acht Tagen für Frust bei einem Aufstiegsanwärter.

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Die Spieler waren während des Matches leidenschaftlich bei der Sache.

Quelle: Imago

Magdeburg. Manuel Janzer (28.) krönte mit seinem Treffer der Marke „Tor des Monats“ eine starke kämpferische Vorstellung der Kieler, die beim finalen FCM-Sturmlauf zudem das verdiente Glück des Tüchtigen für sich in Anspruch nehmen durften.

„In den letzten 20 Minuten ist mir doch noch einmal richtig warm ums Herz geworden“, bestätigte KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel einen auch bei ihm steigenden Adrenalin-Ausstoß. Dafür hatten zuvor allenfalls die FCM-Ultras mit ihren frenetischen Gesängen gesorgt. Ein echter Hallo-Wach-Effekt für den Kieler Youngster Arne Sicker, der als Vertreter des Gelb-gesperrten Linksverteidigers Patrick Kohlmann seine Drittliga-Feuertaufe bestritt. Die zweite Änderung im Holstein-Aufgebot gegenüber dem jüngsten 3:0-Triumph gegen Aue: Saliou Sane stürmte anstelle von Manuel Schäffler von Beginn an.

Die im Spielaufbau bisweilen unbeholfen wirkenden Magdeburger beschränkten sich anfangs auf Konter im eigenen Stadion. Die Nordlichter hingegen zeigten jene ausgewogene Balance zwischen Hoch-Weit-Schlägen und Kombinationsfreude im gegnerischen Hoheitsbereich, die schon in der Vorwoche Erfolg gebracht hatte. Und erneut packten die Störche sofort energisch zu, wenn sie denn den Ball doch einmal verloren hatten. Mathias Fetsch (11.) und „Luftkönig“ Dominik Schmidt (12.) kamen früh zu Kopfballchancen.

Die FCM-Fans hüpften weiter, doch jubeln durften in Durchgang eins nur die gut 200 Schlachtenbummler von der Förde. Eine Flanke von Fabian Schnellhardt zirkelte Janzer, mit dem Rücken zum Tor stehend, aus acht Metern zauberhaft mit der Hacke zur verdienten 1:0-Führung ins gegnerische Netz (28.). Schmidt erneut per Kopf nach Ecke Maik Kegels hätte sogar erhöhen können (34.). Erst jetzt antworteten die Mitteldeutschen mit forscheren Angriffsattacken. Doch zunächst verfehlte Nico Hammann mit einem 17-Meter-Freistoß nach Sicker-Patzer das Ziel, dann Sebastian Ernst (44.) mit einem 14-Meter-Schuss.

Zurück aus den Kabinen setzten die Magdeburger verstärkt auf Kampf und „Karo einfach“. Hohe Bälle in den Kieler Strafraum sorgten aber lange nur auf den Rängen für Aufregung. Die verbissen um jeden Quadratzentimeter ackernden Störche verloren allerdings mehr und mehr die Spielkontrolle, ihren Kontern mangelte es an letzter Präzision. Chancen blieben hüben wie drüben Mangelware. Einzig Hammann (64.) per Freistoß und Jan Löhmannsröben (78.) mit einem von Robin Zentner parierten 22-Meter-Flachschuss nährten die Magdeburger Hoffnungen auf den Ausgleich.

Als Denis-Danso Weidlich FCM-Knipser Christian Beck (82.) im Holstein-Strafraum zu Fall gebracht hatte, der mögliche Elfmeterpfiff aber ausblieb, kochte die Magdeburger Volksseele endgültig. Die Kieler hätten in der packenden Schlussphase durch Marc Heider (88.) alles klar machen können, mussten so aber bis zur letzten Sekunde zittern.

„Besser als wir in der ersten Halbzeit kann man in Magdeburg kaum spielen“, sagte Holstein-Sportchef Uwe Stöver vor der Länderspielpause zufrieden. „In der zweiten Halbzeit haben wir spielerisch etwas nachgelassen, dafür aber Leidenschaft in die Waagschale geworfen. 40 Punkte sind aber in diesem Jahr nicht ausreichend zum endgültigen Klassenerhalt.“

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