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Kieler Jubel nach Wasserschlacht

Holstein Kiel gegen VfB Stuttgart II Kieler Jubel nach Wasserschlacht

Fußball-Drittligist KSV Holstein Kiel hat am Freitagabend mit einem 3:1 (1:0) bei der zweiten Vertretung des Bundesligisten VfB Stuttgart den zweiten Sieg in Serie geschafft. Fabian Schnellhardt (11. Minute), Steven Lewerenz (47.) und Dominik Schmidt (74.) erzielten vor 507 Zuschauern die Tore für das Team von Trainer Karsten Neitzel.

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Fabian Schnellhardt jubelt mit seinen Mannschaftskollegen nach seinem gelungenem Torschuss.

Quelle: imago

Stuttgart. Holstein Kiel setzt seinen Vormarsch in der Dritten Fußball-Liga fort. Eine Woche nach dem enttäuschenden Halbfinal-Aus im Landespokal beim VfB Lübeck knüpfte die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel nahtlos an die starke Form vom letzten Punktspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach an und gewann unter besonderen Umständen im vierten Anlauf erstmals beim VfB Stuttgart II hoch verdient mit 3:1 (1:0).

Streng genommen hätte die Partie gestern Abend wegen irregulärer Platzbedingungen gar nicht angepfiffen werden dürfen. Nachdem am Donnerstagabend im Raum Stuttgart Dauerregen eingesetzt hatte, der sich gestern den ganzen Tag lang fortsetzte, standen über den gesamten Rasen des Gazi-Stadions verteilt Pfützen, die den Ball in vielen Spielsituationen abstoppten und ein vernünftiges Passspiel kaum zuließen. Im Vergleich zu diesen Verhältnissen war der Platz vor einer Woche beim ebenfalls verregneten Landederby ein Teppich.

Immerhin standen die rund 50 KSV-Fans, die den weiten Weg ins Schwabenland auf sich genommen hatten, im Trockenen. Und sie sahen vor den Augen von VfB-Altnationalspieler Karl-Heinz Förster sowie den Profi-Verantwortlichen Alexander Zorniger (Trainer) und Robin Dutt (Sportdirektor), dass Neitzel Angreifer Saliou Sane trotz dessen schwacher Vorstellung in Lübeck in die Startelf beorderte, Manuel Schäffler musste dafür auf die Bank. Und noch während die 22 Akteure versuchten, sich mit der Seenplatte zu arrangieren, gelang Holstein schon die Führung. Einen Freistoß aus 19 Metern zirkelte Fabian Schnellhardt ganz trocken an den linken Innenpfosten, von wo aus der Ball ins Netz spritzte (11.).

Der Treffer gab den Gästen beim Glücksspiel unter freiem Himmel spürbar psychologischen Auftrieb. Zwar bemühten sich die düpierten Schwaben um Druck nach vorn, doch die KSV-Defensive blieb bei allen Zufälligkeiten Herr der Lage und initiierte sogar einige ansprechende Konter. Einen von diesen hätte Heimat-Rückkehrer Manuel Janzer beinahe zum 2:0 verwertet, doch der 23-Jährige zog den Ball aus 16 Metern knapp am Tor vorbei (32).

Je länger die Begegnung dauerte, desto besser kamen die Kieler zurecht, während die U23 der Schwaben zunehmend mit den widrigen Bedingungen haderte. Der Holstein-Anhang hatte jedenfalls Grund genug, auch während der Pause weiter zu singen und zu trommeln. Und kaum war der Wiederanpfiff erfolgt, durfte auch zum zweiten Mal gejubelt werden. Nach einem seiner unwiderstehlichen Dribblings mit Links-Rechts-Mitnahme des Balles passte Schnellhardt nach links zur Patrick Kohlmann, dessen butterweiche Flanke versenkte Steven Lewerenz freistehend mit vollem Risiko volley zu seinem vierten Saisontor (47.).

Die Holsteiner Jungs blieben nun hoch konzentriert. Spritzig, diszipliniert, zweikampf- und laufstark übernahmen sie vollends die Kontrolle über Spiel und Gegner, dessen Verzagtheit zunahm. Von sechs guten Chancen für die KSV verwertete der eingewechselte Innenverteidiger Dominik Schmidt eine nach Ecke von Lewerenz per Kopf zur entscheidenden 3:0-Führung (74.). Der VfB-Ehrentreffer durch Marvin Wanitzek (76.) war nur noch Statistik.

„Dass das Spiel überhaupt angepfiffen wurde, war schon grenzwertig. Aber dann hat meine Mannschaft das gemacht, was man auf so einem Platz machen muss. Sie hat die Zweikämpfe angenommen und eine sehr, sehr gute Antwort auf das Pokal-Aus gegeben“, sagte KSV-Coach Karsten Neitzel nach dem Abpfiff. „Ich hätte mir nur ein, zwei Tore mehr gewünscht. Ich freue mich auf das Rückspiel in Kiel.“

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