18 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Gehen die Himmelblauen auf Höhenflug?

Chemnitzer FC gegen die KSV Holstein Gehen die Himmelblauen auf Höhenflug?

14 aus 23 – ein Zahlenverhältnis, das dem Chemnitzer FC das Tor zum der Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga öffnen könnte, 14 von bislang 23 Saisontoren haben Anton Fink und Daniel Frahn erzielt. Und seine nächsten Treffer-Taten plant das Stürmerduo im Heimspiel am Sonnabend gegen Holstein Kiel.

Voriger Artikel
Ein Rätsel namens Harder
Nächster Artikel
Auf diese Vereine trifft Holstein Kiel

Im Bild: Chemnitz-Trainer Sven Köhler.

Quelle: imago

Chemnitz/Kiel.  Die Effizienz dieses Tandems ist in der Dritten Liga unerreicht. Fink (29 Jahre), mit 110 „Buden“ in 229 Spielen ohnehin der Allzeit-Champion unter den Torjägern dieser Spielklasse, steht aktuell nach neun Treffern gemeinsam mit dem Magdeburger Christian Beck ganz oben, der gleichaltrige Teamkollege Frahn hat fünfmal getroffen, vier der letzten acht Tore gehen auf sein Konto. Der Angriff als Königsweg in die Zweite Liga für den Klub, der seit dem Aufstieg 2011 mit Ausnahme der Saison 13/14 (Rang 12) immer einen einstelligen Tabellenplatz belegte?

 Nach dieser Frage hält Sven Köhler den Ball flach. „Wir wollen erst einmal 45 Punkte sicher haben. Danach können wir uns neue Ziele setzen“, sagt der CFC-Cheftrainer, der allerdings einräumt, dass die Chance zum Zweitliga-Aufstieg in dieser Saison für die gesamte Konkurrenz so groß ist wie selten zuvor. „Das wird wohl nahezu jede Mannschaft so sehen. Bislang gab es immer ein bis drei Teams, die sich früh absetzten. In dieser Saison wird sich das Feld erst spät aufteilen.“ Das könnte so eintreffen. Ein Überflieger wie Dynamo Dresden in der vergangenen Saison fehlt nun, nahezu allen Teams mangelt es noch an Konstanz, wie beispielhaft der jüngste Spieltag zeigte: Von den zehn Teams in der oberen Tabellenhälfte haben nur die Chemnitzer gewonnen (3:0 bei Wehen Wiesbaden), Relegationsrang drei ist der Lohn.

 Von einer Favoritenrolle ob der Offensivkraft will Köhler allerdings nichts wissen. „Natürlich hilft der Mannschaft die Torgefahr, die wir entwickeln. Aber wir müssen in der Defensive noch stabiler werden“, erläuterte der 50-jährige Coach des Sechsten der Vorsaison. „Durch Verletzungen konnte sich in den bisherigen 14 Saisonpartien noch keine Abwehrkette als Einheit einspielen. Das wird erst mit der Zeit zusammenwachsen.“ Besonders der Verlust von Marc Endres schmerzt. Der Innenverteidiger hatte gerade erst Rückenprobleme auskuriert und fällt nun nach einem Muskelfaserriss bis zum Jahresende aus. Sportchef Stephan Beutel erwägt, auf dem Markt der vereinslosen Profis kurzfristig Ersatz zu beschaffen.

 An der Abwehr allein lag es allerdings nicht, dass die Himmelblauen am vergangenen Freitag im Viertelfinale des sächsischen Landespokals erhebliche Mühe beim Regionalligisten Budissa Bautzen hatten. Erst das 7:5 nach Elfmeterschießen beförderte den Favoriten in die Vorschlussrunde. Negative Auswirkungen dieser Quälerei auf das Punktspiel gegen Kiel befürchtet Köhler nicht: „Das ist ein anderer Wettbewerb zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften. Ich erwarte ein enges Spiel mit einem knappen Ergebnis.“

 Also keine kurzweiligen Torfestivals wie in der vergangenen Saison? Die Sachsen hatten am vierten Spieltag einen 4:2-Heimsieg vorgelegt (mit Fink als zweimaligem Torschützen), die KSV revanchierte sich im Rückspiel mit 5:2, wobei Steven Lewerenz drei seiner insgesamt elf Saisontore erzielte, mit denen er zum besten Holstein-Schützen 2015/16 avancierte. Solche Treffsicherheit hat den Störchen zuletzt in diversen Spielen gefehlt, in denen sie die bessere Mannschaft waren, aber nicht gewannen. Davon lässt sich der Chemnitzer Coach nicht irritieren und bescheinigt dem kommenden Gegner – wie nahezu sämtliche Drittliga-Trainer – das Potenzial, „ganz vorn mitzuspielen. Holstein steht defensiv sehr stabil, ist taktisch diszipliniert und operiert mit einem starken, offensiven Umschaltspiel“. Das Team werde alsbald auch vor dem Tor wieder mehr Wirkung entfalten. „Aber hoffentlich nicht gegen uns“, sagt Sven Köhler und lacht dabei so dosiert, dass der Respekt vor dem Gegner und das Wissen um die eigenen Stärken gleichermaßen zum Ausdruck kommen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.
Mehr aus Nachrichten: Holstein Kiel 2/3