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Vorspeise zur Champions League

DFB-Pokal 2016 Vorspeise zur Champions League

Was für ein Tag für Fußball-Fans: Bevor am 28. Mai 2016 um 20.45 Uhr das Uefa-Champions-League Finale in Mailand angepfiffen wird, stehen in Deutschland die Klubs unterhalb der Zweiten Bundesliga im Rampenlicht der TV-Kameras. Die Pokal-Endspiele von 20 Landesverbänden werden live (13-20 Uhr, ARD) übertragen.

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Auch für den Drittligisten Holstein Kiel hat der Einzug in die bundesweite Pokal-Runde sportliche und wirtschaftliche Bedeutung. Hier feiern die Störche den Landespokalsieg 2014 nach einem Erfolg im Elfmeterschießen gegen Weiche Flensburg.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Diese weltweit einmalige Würdigung des „Amateurfußballs“ bestätigte Hans-Ludwig Meyer, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landesverbandes (SHFV).  Abgesprochen mit dem Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sei eine Konferenzschaltung in drei Blöcken, wie sie vom Bezahlsender Sky von den Bundesliga- oder DFB-Pokalspieltagen bekannt ist. Lediglich der Landesverband Sachsen-Anhalt ist nach Kenntnis Meyers an diesem Ereignis aus organisatorischen Gründen nicht beteiligt. Zusätzliche Fernseh-Gelder gebe es zwar nicht, aber die Vermarktung bleibe in den Händen der Landesverbände. „Ein derartiges, bundesweit übertragenes Event ist eine Riesenherausforderung, bietet uns aber zugleich eine Riesenchance“, so Meyer weiter.

 In Schleswig-Holstein qualifiziert sich im Regelfall nur der Sieger des SHFV-Lotto-Pokalfinales für die mit einer Garantiegage von rund 140000 Euro dekorierte DFB-Pokalhauptrunde. In der unterlag Drittligist Holstein Kiel bekanntlich im August dem VfB Stuttgart mit 1:2. Am kommenden Sonnabend (14 Uhr) müssen die Störche auf der Lohmühle im SH-Halbfinale beim Viertligisten VfB Lübeck zunächst einmal die nächste Hürde auf dem Weg zum neuerlichen Endspiel-Einzug nehmen. Doch schon jetzt sieht der Kaufmännische Geschäftsführer der KSV, Wolfgang Schwenke, dem 28. Mai des kommenden Jahres mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Der Grund liegt auf der Hand: Der letzte Drittliga-Spieltag ist auf den 14. Mai 2016 terminiert. Die Kieler Profis müssten im Fall der Fälle 14 Tage Pause überbrücken und hätten zugleich zwei Wochen weniger Urlaub bis zum Start der Vorbereitung auf die Saison 2016/17.

 „Wir haben uns dem Rahmenterminkalender des SHFV unterzuordnen. Und natürlich ist für uns der Einzug in die DFB-Pokalhauptrunde aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht wichtig“, stellt Schwenke klar. Es sei aber wünschenswert, wenn die Detailfragen besser mit den Vereinen abgestimmt würden.

 Im vergangenen Spieljahr hatten die Störche die DFB-Pokalhauptrunde sogar ohne Landespokal-Endspiel erreicht. Als Tabellendritter der Dritten Liga profitierten die Störche vom Modus, wonach das Spitzenquartett des Zweitliga-Unterhauses automatisch für die erste Pokalrunde auf Bundesebene qualifiziert ist. Das nachträglich ausgespielte SHFV-Cup-Finale gegen den VfB Lübeck (0:1) am 15. Juli besaß lediglich statistischen Wert, die Grün-Weißen zogen als zweiter schleswig-holsteinischer Vertreter in den mit 64 Mannschaften startenden DFB-Pokal ein und unterlagen dort dem SC Paderborn mit 1:2. Sollten die Kieler Störche (aktuell Rang 15) am Ende dieser Drittliga-Serie erneut zu den besten vier Teams zählen, wäre für Schwenke mit Blick auf den 28. Mai 2016 erhöhter Gesprächsbedarf mit dem SHFV vorhanden.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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