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Kenneth Kronholm kehrt ins Tor zurück

Holstein Kiel Kenneth Kronholm kehrt ins Tor zurück

Die letzte strategische Personalentscheidung vor dem Saisonstart fiel am Donnerstag kurz vor 16 Uhr. Nach dem Training teilte Cheftrainer Karsten Neitzel den beiden Kandidaten mit, wer die Nummer 1 im Tor des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel sein wird.

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Kenneth Kronholm kehrt ins Tor zurück.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Wahl des 48-Jährigen fiel auf Kenneth Kronholm, der somit am Sonnabend (Anstoß 14.04 Uhr/live im NDR-Fernsehen, Zusammenfassung in der ARD-Sportschau) zum Beginn des Projekts „Oberes Tabellendrittel“ gegen den Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt im KSV-Kasten steht.

Stellvertreter des besten Drittliga-Keepers der Saison 2014/15, der seine Kreuzbandverletzung vollständig überwunden hat, wird somit die Mainzer Leihgabe Robin Zentner. „Wir haben mit Kenneth und Robin zwei sehr gute Torhüter. Deshalb konnten wir als Trainerteam gar keinen Fehler machen, und die Entscheidung war deshalb auch nicht so schwierig, wie viele dachten. Letztlich hat das Bauchgefühl den Ausschlag zu Gunsten von Kenneth gegeben“, begründete Neitzel seine Entscheidung.

Nach sechs Wochen Vorbereitung bildet die neue Spielzeit die erste Komponente eines Drei-Jahres-Plans, an dessen Ende – spätestens – der Aufstieg der KSV in die Zweite Bundesliga stehen soll. Doch zunächst will Neitzel sein Team als Spitzenkraft in Liga drei etablieren. „Ich bin für die neue Saison sehr optimistisch“, sagte der gebürtige Dresdner. „Im Trainerteam und in der Mannschaft herrscht eine große Vorfreude und eine positive Grundstimmung, ein gutes Flair, das ist auch wichtig.“

In der Vorbereitung mit sieben externen Neuzugängen sind mit Ausnahme der Knieverletzung von Routinier Dominic Peitz keine schwerwiegenden Probleme aufgetreten. „Natürlich haben wir auch schlechte Phasen gehabt, besonders im Test gegen Hertha BSC II (1:2, d. Red.). Aber ich hoffe, dass die positiven Dinge am Sonnabend überwiegen werden“, sagte Neitzel. Dazu gehört die konstant gute Frühform von Milad Salem. Nach seinem am 8. Juli 2015 erlittenen Kreuzbandriss ist der „gefühlte Neuzugang“ auf dem Weg zu jener Stärke, die man sich von dem 28-jährigen Mittelfeldspieler schon in der vergangenen Saison erhofft hatte.

Gegen die runderneuerten Frankfurter fallen allerdings neben Peitz mit Tim Siedschlag (Muskelfaserris im Gesäß) und Dominik Schmidt (Probleme nach Schambeinentzündung) zwei weitere erfahrene Akteure aus. Zudem ist der Einsatz von Linksverteidiger Patrick Kohlmann (Rücken) gefährdet. Für Ralf Becker, Geschäftsführer Sport, nicht wirklich ein Grund zur Sorge: „Wir haben eine so gute Breite im Kader, dass wir Ausfälle zumindest kurzfristig kompensieren können.“

Bei aller Zuversicht sind jedoch noch Fragen offen, beispielsweise zu jener Feststellung, die der alte und neue Kapitän Rafael Czichos am Mittwoch in dieser Zeitung getroffen hatte: „Bei einem personellen Austausch gibt es keinen Qualitätsverlust.“ Realistisch oder verwegen, nachdem Holstein in der vergangenen Saison eine ähnliche Prognose von Ex-Spielführer Marlon Krause („Wir haben eine brutale Qualität im Kader“) vor die Füße gefallen war? „Ohne Qualitätsverlust durchzukommen ist möglich, aber dann darf kein Spieler mental aussteigen“, bestätigte Neitzel die Einlassung Czichos’ bedingt. „Jeder unserer Profis kann eine überragende Drittliga-Partie abliefern. Aber entscheidend ist die Konstanz.“

An der arbeitet auch Mittelstürmer Mathias Fetsch, der in der Vorbereitung nicht überzeugen konnte. Er mache sich „viele Gedanken“, verriet Neitzel. „Da arbeiten wir uns gemeinsam raus, das kann schnell gehen“, bleibt der Coach in dieser Personalie ebenso Optimist wie in Bezug auf seine persönliche Eröffnungsspiel-Bilanz mit Holstein (zweimal 0:0, im Vorjahr 0:4 gegen Mainz II): „Das ist mir egal.“

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Ein Artikel von
Thomas Pfeiffer
Sportredaktion

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